Veranstaltung: Castor-Alarm NRW

Jülich: Donnerstag, 11.9.2025, 19.00 Uhr

Gemeinsame Veranstaltung von Die Linke in NRW und dem Aktionsbündnis „STOP Westcastor“ in Jülich

Ort: Kulturbahnhof (KuBa, Bahnhofstraße 13)
Mit:

  • Marita Boslar (Aktionsbündnis „STOP Westcastor“ in Jülich)
  • Kerstin Ciesla (stellv. Vorsitzende des BUND NRW e.V.)
  • Hubertus Zdebel (Landesvorstand Die Linke in NRW)
  • Rolf Burgtorf (ehemaliger Polizist)


Atommülltransporte von Jülich nach Ahaus quer durch NRW:

Unnötig, gefährlich und teuer!

Ab Herbst dieses Jahres drohen Atommülltransporte von Jülich nach Ahaus quer durch NRW. Würden die Transporte genehmigt, wären 152 Schwerlasttransporter mit bestrahlten Brennelementen auf den Straßen und Brücken Nordrhein-Westfalens unterwegs. Pro Sattelzug kann nur ein AVR-Behälter transportiert werden. Nach derzeitiger Projektplanung wird mit einer Gesamtdauer von zwei Jahren ab Beginn der Transporte gerechnet.

Es gibt gute Gründe, um diese Transporte zu verhindern

Schon seit 2022 ist klar, dass die Erdbebensicherheit im Jülicher Zwischenlager entgegen früherer Annahmen doch gegeben ist. Damit ist der Hauptgrund für die unverzügliche Räumungsanordnung des Jülicher Zwischenlagers von 2014 entfallen. Die gefährlichen Castor-Transporte quer durch NRW haben also nun noch weniger als bisher eine Berechtigung.

Vorliegende Gutachten zeigen ferner, dass eine kurzfristige Ertüchtigung des bestehenden Jülicher Castor-Lagers und eine langfristige Lagerung in einem möglichst sicheren Zwischenlager-Neubau in Jülich möglich sind. Nur diese Option wurde im Bund und im Land NRW bedauerlicherweise eher wenig bis gar nicht behandelt und seit Amtsantritt der Ampelregierung auf Bundesebene 2021 de facto gar nicht mehr verfolgt.

Die Vermeidung der Transporte zur Verbringung des hochradioaktiven Atommülls ist zudem mit einem erheblichen Sicherheitsgewinn verbunden. DieTransportstrecke führt durch das dichtbesiedelte Ruhrgebiet. Streckenanlieger im Bereich der Transportstrecke sind Risiken durch mögliche terroristische Angriffe ausgesetzt.

Im Gegensatz zum Jülicher Zwischenlager gibt es im Zwischenlager Ahaus, in das der Atommüll aus Jülich transportiert werden soll, keine Möglichkeit, defekte Castoren zu reparieren. Schon in 2036 erlischt zudem die Genehmigung des Zwischenlagers. Niemand weiß, was mit den hochradioaktiven Hinterlassenschaften dann passieren soll.

Die Verhinderung der Atomtransporte ist eine Frage des politischen Wollens

Die Atommülltransporte drohen, weil Bund und Land NRW bisher leider nicht gewillt waren, eine zukunftsweisende Lösung am Standort Jülich in gemeinsamer Verantwortung herbeizuführen. Stattdessen versuchen unterschiedliche Bundes- und NRW- Landesregierungen seit mehr als 10 Jahren, die abgebrannten Brennelemente des Jülicher Atomreaktors irgendwohin abzuschieben. Das muss sich ändern. Wir Linken fordern, wie viele Menschen, Initiativen und Verbände in NRW auch, auf diese gefährlichen und unnötigen Transporte von Jülich nach Ahaus zu verzichten. Konkret fordert Die Linke von der Bundesregierung und der Landesregierung in NRW, alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, dass die Verantwortung für die langfristige Lagerung und Vorbereitung des Atommülls für die Endlagerung bei den Verursachern in Jülich verbleiben wird.

Mehr dazu auf unserer Veranstaltung. Kommt vorbei!

Die Linke Landesverband NRW & das Aktionsbündnis „Stop Westcastor