14 Januar 2026 “ Atommülltransport aus Jülich stoppen!“
„Stopp den Irrsinn – Keine Atomtransporte Jülich – Ahaus“
Veranstaltung zu den geplanten Atommüll-Transporten aus dem Forschungszentrum Jülich in das Zwischenlager Ahaus (Westmünsterland)
In Jülich stehen 152 Castoren mit rund 300 000 „tennisballgroßen“ Brennelementekugeln. Diese atomaren Hinterlassenschaften stammen aus dem Versuchkernkraftwerk AVR Jülich (Arbeitsgemeinschaft Versuchsreaktor Jülich), das von 1966 bis 1988 Strom ins Netz speiste. (1,5 Milliarden Kilowattstunden Strom)
| Eingespeiste Energie seit Inbetriebnahme: | 1.506 GWh (AVR-Chemie Schule) |

In Nordrhein-Westfalen droht eine beispiellose „Castorlawine“. Schon bald sollen 152 Schwertransporte, beladen mit hochradioaktiver Fracht, von Jülich nach Ahaus rollen – und das durch teils dicht besiedelte Wohngebiete.
Auf Einladung der Initiative „Stop Westcastor Köln” wird Helge Bauer von .ausgestrahlt über die geplanten Castor-Transporte von Jülich nach Ahaus referieren. Dabei wird er auch darauf eingehen, ob und wie der Großraum Köln direkt von den Castort-Tansporten betroffen sein könnte.
Referenten:
- Helge Bauer | .ausgestrahlt
- Kerstin Ciesla | stellvertretende Landesvorsitzenden des BUND NRW
Worum es geht:
Seit über zehn Jahren ist ungeklärt, was mit dem hochradioaktiven Atommüll in den 152 Castorbehältern des ehemaligen Versuchsreaktors Jülich geschehen soll. Die Verantwortlichen planen, die gefährlichen Hinterlassenschaften von Jülich ins westfälische Ahaus zu verlagern. Dies würde eine bis zu dreistellige Anzahl von LKW-Transporten über 170 Kilometer quer durch Nordrhein-Westfalen bedeuten – über Straßen und Brücken, die zum Teil marode sind.
Dabei gibt es eine deutlich sicherere Alternative: Ein Neubau des Zwischenlagers direkt in Jülich könnte die Risiken erheblich reduzieren.
Die Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt hat mehrere Gutachten in Auftrag gegeben, die sich mit der rechtlichen Situation und den Gefahren einer möglichen Atommüllverlagerung befassen – unter anderem auch mit Szenarien wie Drohnenangriffen.
Beginn : 19.00 Uhr | Clubraum
Ort: Bürgerzentrum Alte Feuerwache Melchiorstraße 3 | 50670 Köln
… hier geht es zum Video Autobahnkreuz Kaiserberg von Süd nach Nord A40
… Infos zu AVR-Reaktor: Chemie Schule | AVR
Weitere Infos:
– Mehrere Defekte und Störfälle ereigneten sich damals im AVR-Reaktor.
– Kritiker sehen Anzeichen,dass der Reaktor sogar havarierte.
– Externe Experten prüften den AVR-Betrieb und mögliche Gefährdungen von 2011-2014
– Der Abschlussbericht vom April 2014 beschreibt gravierende, verheimlichte Probleme und Fehlverhalten.
– Laut des Gutachtens der externen Experten-Gruppen: „lokale, aber hohe Strontium-90-Kontamination des Bodens“ und möglicherweise des Grundwassers.
– Techniker manipulierten 1978 zum Beispiel die Reaktorsteuerung absichtlich,um eine Notabschaltung des Reaktors zu verhindern.
– Sie schalteten den Reaktor erst sechs Tage nach Beginn eines Störfalls ab.
FZJ und AVR-Betreiber gaben 2014 öffentlich Fehler zu.
(siehe auch Wikipidia)
spiegel.de vom 27. April 2014: Jülich-Gutachten: Betreiber sollen Reaktor-Pannen vertuscht haben; Aachener Nachrichten; Blindflug durch ein hochgefährliches Experiment
