SMRs – das kleine Wunder oder die große Illusion?

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https://www.webpronews.com/nuclears-small-wonder-or-grand-illusion-the-high-stakes-bet-on-smrs-falters/

Das kleine Wunder oder die große Illusion der Atomkraft? Die hohe Wette auf SMRs ist gescheitert

Ein deutscher Auszug aus einem am Sonntag, dem 25.01.2026, auf webpronews.com veröffentlichten Artikel aus den USA.

👉 Weltweit beruht das Argument für SMRs oft auf ihrem Potenzial, stillgelegte Kohlekraftwerke zu ersetzen und eine stabile Stromversorgung im Netz bereitzustellen. Doch wie eine Analyse von OilPrice.com feststellt, machen die anhaltenden Kostenüberschreitungen und Verzögerungen, die den Nuklearsektor plagen, es schwer, die Wahl von SMRs gegenüber günstigeren und schnelleren Alternativen zu rechtfertigen.

Die Geschichte der Atomindustrie ist eine Geschichte von Kostensteigerungen. Eine umfassende Studie der Stanford University zu globalen Nuklearprojekten ergab, dass die Kosten konstant hoch waren und in vielen Regionen im Laufe der Zeit weiter angestiegen sind. Laut Stanford News wirft dies einen langen Schatten auf die Behauptungen, dass eine neue Generation von Atomreaktoren entscheidend von diesem Trend abweichen kann.

Eine Atomindustrie an einem Scheideweg?

Trotz der erheblichen Rückschläge bleiben die SMR-Befürworter standhaft. Sie argumentieren, dass das Scheitern des NuScale-Projekts ein kommerzielles und kein technologisches Problem war und eine wertvolle, wenn auch schmerzhafte Lernerfahrung darstellt. Viele Experten sagen, dass die Welt dringend weniger CO2 produzieren muss. Wir brauchen deshalb eine Energie, die immer da ist – Tag und Nacht und bei jedem Wetter. Diese „saubere“ Energie ist absolut notwendig. Heute schaffen das nur zwei Technologien: die Atomenergie und Energie aus Kohle oder Gas, bei der man das CO2 auffängt (abscheidet). Für sie sind die hohen Anfangskosten eine notwendige Investition, um ein entscheidendes Werkzeug im Kampf gegen den Klimawandel freizuschalten.

Der Traum von einer Flotte kleiner, modularer Atomreaktoren, die die Umstellung auf saubere Energie vorantreiben, ist nicht gestorben, wurde aber durch die strengen Gesetze der Wirtschaft gebremst.

Der anfängliche Hype ist mit der enormen finanziellen und logistischen Tragweite des Baus von Atomkraftwerken kollidiert – egal, wie groß sie sind. Die Zukunft der SMR-Branche hängt nun weniger von innovativer Reaktorphysik ab, sondern vielmehr von der weitaus schwierigeren Aufgabe, zu beweisen, dass sie zuverlässig Energie zu einem Preis liefern kann, den der Markt zu zahlen bereit ist.

Ohne eine klare und überzeugende Antwort läuft diese nächste Generation der Atomtechnologie Gefahr, dauerhaft im Forschungslabor zu bleiben, statt ein Grundpfeiler der weltweiten Energiezukunft zu werden.

🥶 Kommentar: Für die Kredite verlangt die Atomindustrie bis 2050 fünf Billionen US-Dollar von den Banken. Wer bezahlt das? Wir Verbraucher, wir Steuerzahler, wir Stromverbraucher. Dazu kommen noch die weltweiten Subventionen der Länder, die Atomkraftwerke und SMR (kleine AKW) bauen wollen.

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