Fukushima mahnt: Uranexporte aus NRW und Niedersachsen stoppen!

Am 15. Jahrestag des Beginns der Atomkatastrophe in Fukushima (Japan, 11. März 2026) hat der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) erneut die konsequente Umsetzung des beschlossenen Atomausstiegs in der Bundesrepublik gefordert. Dabei hat der BBU scharf kritisiert, dass in den Uranfabriken in Gronau (NRW) und Lingen (Niedersachsen) ohne jede Laufzeitbegrenzung gegen den Geist des Atomausstiegs noch immer Nuklearbrennstoff für den Betrieb von Atomkraftwerken „in aller Welt“ produziert wird. Dabei fällt auch in großen Mengen Uranmüll an, für den es kein Endlager gibt.

„Die ständigen Uranexporte aus NRW und Niedersachsen müssen von den verantwortlichen Landesregierungen in Düsseldorf und Hannover unterbunden werden“, so der BBU.

In Gronau befindet sich die einzige Urananreicherungsanlage in der Bundesrepublik, in Lingen die letzte Brennelementefabrik. Beide Anlagen sind wichtige Uranlieferanten für zahlreiche Atomkraftwerkeinte – nicht nur in Europa. Und international sind beide Anlagen umstritten. In beiden Anlagen gab es wiederholt Störfälle und der Betrieb beider Anlagen ist mit zahlreichen, gefährlichen Urantransporten verbunden.

„Jede Atomfabrik kann Ausgangspunkt weitreichender Katastrophen werden“, fürchtet BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz.

Aktuell warnt der BBU zudem davor, dass Atomanlagen zum Ziel von militärischen Aktionen und von Sabotageangriffen werden können.

Bürgerinitiativen und Umweltverbände wie der BBU erinnern rund um den Fukushima-Jahrestag am 11. März (Mittwoch) auch in diesem Jahr mit Aktionen und Veranstaltungen an die Fukushima-Katastrophe. Außerdem engagiert sich der BBU gegen Pläne zum Neubau von Atomkraftwerken in Frankreich, in den Niederlanden und anderswo.

Am Standort der Uran-Brennelementefabrik in Lingen findet heute am Fukushima-Jahrestag (11.3.) um 18 Uhr eine Mahnwache am alten Rathaus statt. Und in Gronau treffen sich traditionell seit fast 40 Jahren immer am ersten Sonntag im Monat Mitglieder mehrerer Anti-Atomkraft- und Friedensinitiativen zum Sonntagsspaziergang. Der nächste findet am 5. April als Oster-Sonntagsspaziergang statt.

Weiterhin engagiert sich der BBU gegen drohende Castor-Atommülltransporte wie zum Beispiel von Jülich nach Ahaus. Am 21. März findet ein dezentraler Aktionstag gegen Castor-Atommülltransporte statt.

(Quelle: BBU)