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Spent Nuclear Fuel from Germany to SRS – USA?

Dumping-for-Profit Scheme Drags On & On & Should be Terminated

US-Dokumente (FOIA) bestätigen: Plan wird weiterverfogt, die hochradioaktiven abgebrannten Brennelemente des Jülichers Versuchsreaktors AVR in die Savannah River Site zu „entsorgen“.

FOIA Documents Confirm Profiteers Still Pursuing Scheme to Dump Highly Radioactive German Spent Fuel (Graphite “Pebbles”) at SRS – Should be Terminated

SRS and the German entity Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN) are still working on the scheme to import German highly radioactive graphite spent fuel from the Jülich, Germany storage site to SRS for reprocessing and dumping. That this bad idea to import the nuclear waste in large CASTOR casks is continuing has been confirmed in documents obtained by SRS Watch in response to a Freedom of Information Act (FOIA) request received on April 7, 2020.

SRS Watch first alerted the public in 2013 – at a SRS Citizens Advisory Board meeting – that the US-Germany waste deal was at hand, forcing SRS to admit that was indeed the case. Pursuit of he deal has been dragging on since 2012.

The last SRS-JEN agreement expired on February 29, 2020 but a new agreement runs through February 2021, though what work is continuing is vague – they don’t want you to know what’s up – and how much JEN is paying SRS is hidden.  The spent fuel in questions is in the form of uranium-impregnated balls (pebbles) that were used in the AVR and THTR gas-cooled reactors, closed for decades. Some of the uranium is HEU from the US, but the US DOE’s National Nuclear Security Administration (NNSA) has determined there is no proliferation risk in leaving the spent fuel for disposal in Germany, which was always the plan until profiteers entered the scene:  DOE memo on no proliferation risk of AVR spent fuel August 1 2013

FOIA response documents, dated April 2, 2020 – SRS-JEN “Work for Others Agreement,” Modification #7, signed February 2020:

SRO-2020-00565-F Clements final letter rc vd April 7 2020

WFO mod #7 FOIA rc vd April 7 2020

As the reactors involved were the experimental gas-cooled AVR & THTR reactors – and not research reactors – it is illegal to export this material for reprocessing and dumping.

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Gronauer Ostermahnwache genehmigt


Oster-Mahnwache für Karfreitag vor Gronauer Uranfabrik genehmigt
Ostermarsch wurde verschoben – Ostermarschappell Gronau/Jülich im Internet


Karfreitag (10.04.2020) findet von 14 Uhr bis 14.45 Uhr eine friedenspolitische Oster-Mahnwache auf dem Bürgersteig vor der Urananreicherungsanlage im westfälischen Gronau statt (Röntgenstraße 4). Die Mahnwache steht unter dem Motto „Urananreicherung beenden – Atomwaffen ächten“. Gleichzeitig wird zur Unterstützung eines Online-Appells gegen Urananreicherung und Atomwaffen aufgerufen. www.openpetition.de/!cfbxn. Die Durchführung der Mahnwache wurde am Donnerstag-Nachmittag vom Ordnungsamt der Stadt Gronau genehmigt.

Der ursprünglich für Karfreitag geplanten Ostermarsch zur Urananreicherungsanlage in Gronau wurde vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen auf einen noch festzulegenden Termin verschoben. An der Mahnwache werden maximal 20 Personen teilnehmen und die Veranstalter achten auf einen Abstand der Beteiligten von 2 Meter.

Das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen und das Gronauer Ordnungsamt haben sich darüber verständigt, dass es bei der Mahnwache zum Schutz vor Infektionsübertragungen wünschenswert wäre, wenn sich sämtliche Teilnehmerinnen und Teinehmer mit einer Mund- und Nasenschutzmaske ausstatten. Es dürfen keine Personen an der Mahnwache teilnehmen, die eine Corona-Symptomatik (zum Beispiel Husten, Fieber, Atembeschwerden, Verlust des Geruchs- und Geschmacksinns) aufweisen.

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Gronau: Ostermahnwache für Karfreitag angemeldet

Ostermarsch-Mahnwache für Karfreitag vor Gronauer Uranfabrik angemeldet:

„Urananreicherung beenden – Atomwaffen ächten“

Urananreicherung ist „Schlüssel zu Atomwaffen“

Uranschiff Mikhail Dudin auf Weg nach Russland

(Gronau/Jülich, 9. April 2020) Das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen hat für den morgigen Karfreitag zu 14 Uhr eine Ostermarsch-Mahnwache vor dem Haupttor der Urananreicherungsanlage im westfälischen Gronau angemeldet. Sie steht unter dem Motto „Urananreicherung beenden – Atomwaffen ächten“. Gleichzeitig wird zur Unterstützung eines Online-Appells gegen Urananreicherung und Atomwaffen aufgerufen. www.openpetition.de/!cfbxn

Vor 60 Jahren fand in der Bundesrepublik der erste Ostermarsch der Friedensbewegung statt. Angesichts der Corona-Pandemie wird deutlich, was nach wie vor wirklich zählt: das Menschenrecht auf Leben und Gesundheit.  Verteidigungsministerin Krampf-Karrenbauer will – vorbei am Parlament und an der öffentlichen Debatte – 30 neue Kampfbomber für die US- Atomwaffen in Büchel einkaufen: Der Preis 7,47 Milliarden Euro. Für diese Summe könnten 60.000 Pflegekräfte, plus 25.000 Ärzte plus 100.00 Intensivbetten plus 30.000 Beatmungsgeräte bezahlt werden.

„Wir Menschen brauchen weder Atomwaffen in Büchel noch Kampfbomber, sondern Abrüstung! Deshalb muss die Bundesregierung endlich dem Atomwaffenverbotsvertrag beitreten“, so Dr. Angelika Claußen von der IPPNW (Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkriegs)

Die ursprünglich für Karfreitag geplanten Ostermärsche zur Urananreicherungsanlage in Gronau und zur Uran-Zentrifugenfirma ETC in Jülich waren von den Veranstaltern abgesagt worden. Jetzt wurde beim Ordnungsamt in Gronau eine Versammlungserlaubnis beantragt, wobei den circa 20 angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmern Mundschutz empfohlen wird und mindestens 1,50 Meter Abstand zwischen den Beteiligten vorgesehen ist.

„Die jüngsten Proteste gegen einen Uranmülltransport von Gronau nach Russland haben am Montag gezeigt, dass auch in Corona-Zeiten öffentliche Proteste gegen die Atomindustrie verantwortungsvoll möglich sind. Gerade der in Gronau tätige Urenco-Konzern trägt mit seiner Urananreicherung zum Weiterbetrieb von Atomkraftwerken in zahlreichen Ländern bei. Wichtig ist die enge Zusammenarbeit der Anti-Atomkraft-Bewegung und der Friedemsbewegung. Deshalb wollen wir unseren Protest morgen in Gronau gemeinsam deutlich machen. Eine überschaubare Mahnwache ist derzeit die passendere Aktionsform als ein Ostermarsch mit breiter Beteiligung. Und wir rufen auch dazu auf, mit einer Online-Petition von zu Hause aus gegen Atomanlagen und Atomwaffen aktiv zu werden, um in der aktuellen Situation lange Anfahrten nach Gronau zu vermeiden“, erklärte Udo Buchholz vom Arbeitskreis Umwelt Gronau.

Demo-Aufruf jetzt als Online-Petition gestartet. „Urananreicherung beenden – Atomwaffen ächten“

Die von 20 Initiativen und Verbänden gestaltete Online-Petition „Urananreicherung beenden – Atomwaffen ächten“ findet sich auf der Plattform „Open Petition“: www.openpetition.de/!cfbxn

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Proteste gegen Uranmülltransport haben begonnen

Mahnwachen in Gronau und Münster

Transportlok schon in Urananreicherungsanlage

Die Proteste gegen den unmittelbar bevorstehenden Uranmüll-Transport von 600 Tonnen abgereichertem Uranhexafluorid aus der westfälischen Urananreicherungsanlage Gronau zur russischen Atomfabrik Novouralsk haben begonnen. Auf der Bahnbrücke vor der Urananreicherungsanlage findet eine erste Mahnwache statt. Die Transportlok für den Uranmüllzug ist bereits auf dem Betriebsgelände eingetroffen, sodass in Gronau mit einer Abfahrt des Uranmüllzuges kurz nach 11 Uhr via Steinfurt Richtung Münster und Hamm gerechnet wird. Ziel des Uranzuges ist der Verladehafen von Amsterdam, das gerade vom russischen Transportschiff Mikhail Dudin angesteuert wird.

Ab 11 Uhr findet in Münster in Höhe des Güterbahnhofs auf dem Alfred-Krupp-Weg/Ecke Roddestraße eine weitere Versammlung statt. Die Versammlungsteilnehmer werden dabei Mundschutz tragen und 1,50 Meter Abstand voneinander halten. Das hatten Anmelder und Ordnungsamt Münster nach einer Klage von Atomkraftgegnern vor dem Verwaltungsgericht Münster aus Infektionsschutzgründen vereinbart.

„Das Verhalten des Urananreicherers Urenco ist unglaublich und verantwortungslos. Viele Betriebe müssen wegen der Corona-Pandemie erheblich zurückstecken, die Notfalldienste und Krankenhäuser sind voll eingespannt – und die Öffentlichkeit soll zu Hause bleiben. Doch Urenco besteht mitten in der Corona-Pandemie auf einem betrieblich völlig unerheblichen und gefährlichen Uranmülltransport nach Russland. Urenco stellt wirtschaftliche Erwägungen vor den Schutz der Allgemeinheit. Warum machen das Bundesinnenministerium und die NRW-Landesregierung dabei mit?“, fragt Matthias Eickhoff von der Initiative SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster.

Die Kritik an dem geplanten Uranmülltransport von Gronau nach Novouralsk ist groß: Bereits am Donnerstag hatte die Stadt Münster von Urenco eine Aussetzung der Urantransporte während der Corona-Pandemie gefordert. Die Grünen-Bundestagsabgeordneten Sylvia Kotting-Uhl und Oliver Krischer forderten nun Bundesinnenminister Horst Seehofer auf, nicht nur Castor-Transporte, sondern auch die jetzigen Urantransporte in Corona-Zeiten zu untersagen. Auch die NRW-Landesvorsitzende der Grünen, Mona Neubaur, nannte den Transport „unverantwortlich“. Der Linken-Bundestagsabgeordnete Hubertus Zdebel forderte ein „umfassendes Uranexport-Verbot“. Auch Greenpeace fordert einen Transportstopp.

(Quelle: PM)

Beitragsbild: pixabay.com

Trotz Corona: Uranmülltransport nach Russland

Nach Klage vor Verwaltungsgericht Münster:

Stadt Münster genehmigt Protest gegen Urantransport

– Uranmülltransport Gronau-Russland Montagfrüh erwartet

Am morgigen Montag (6. April) wird es nun doch zu Protestversammlungen gegen den bevorstehenden Uranmülltransport von der westfälischen Urananreicherungsanlage Gronau zur russischen Atomfabrik Novouralsk kommen. Nachdem Atomkraftgegner in Münster vor dem Verwaltungsgericht Münster eine Klage gegen ein pauschales Versammlungsverbot eingereicht hatten, kam es zu Gesprächen unter den Verfahrensbeteiligten. Im Ergebnis bestätigte die Stadt Münster nunmehr die Anmeldung für eine Mahnwache am morgigen Montag, ab 11 Uhr in Höhe des Güterbahnhofs auf dem Alfred-Krupp-Weg/Ecke Roddestraße. Die Versammlungsteilnehmer müssen dabei Mundschutz tragen und 1,50 Meter Abstand voneinander halten. Ein Urteil war nach dem Einlenken der Stadt Münster nicht mehr erforderlich. Mittlerweile liegt für morgen früh auch in Gronau eine Versammlungsanmeldung für den Bereich der Bahnbrücke auf der Max-Planck-Straße vor dem Hautpteingang der Urananreicherungsanlage Gronau vor.

„Durch das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht Münster wurde klar, dass es auch in Corona-Zeiten keine pauschalen Versammlungsverbote gibt. Die jetzigen Auflagen zeigen aber, wie wenig demokratische Bewegungsfreiheit derzeit existiert. Wir erinnern zudem daran, dass die Versammlung nur erforderlich ist, weil der Gronauer Urananreicherer Urenco ungeachtet der erheblichen Gefahren durch einen Uranhexafluorid-Transport starrsinnig auf solch einem betrieblich völlig unerheblichen Transport besteht. Wir fordern Urenco nochmals eindringlich auf, auch Last Minute noch auf diesen gefährlichen Uranmüllexport nach Russland zu verzichten – die Notfalldienste und Krankenhäuser entlang der Transportstrecke würden das mit Sicherheit sehr begrüßen“, erklärte Matthias Eickhoff von der Initiative SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster.

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Kritik am Uranmülltransport Gronau-Russland nimmt zu

Atomkraftgegner klagen gegen Versammlungsverbot

Stadt Münster fordert von Urenco Transport-Aussetzung

Die Kritik an dem für Montag geplanten Uranmülltransport von der westfälischen Urananreicherungsanlage Gronau zur russischen Atomfabrik Novouralsk nimmt zu: Bereits gestern hatte die Stadt Münster schriftlich beim Gronauer Urananreicherer Urenco eine Aussetzung des Urantransports während der Corona-Pandemie gefordert. In Gronau wurde Bürgermeister Rainer Doetkotte in einem Brief aufgefordert, sich ebenfalls für eine Aussetzung der Urantransporte einzusetzen.

In Münster reichen AtomkraftgegnerInnen nunmehr beim Verwaltungsgericht Münster einen Eil-Antrag gegen das pauschale Versammlungsverbot ein, um für Montag eine Corona-kompatible Mahnwache am Güterbahnhof auf dem Alfred-Krupp-Weg in Münster durchzusetzen. Die Klage wird von dem Münsteraner Fachanwalt Wilhelm Achelpöhler vertreten.

„Die öffentliche Kritik zeigt, dass Urenco mit seinem Transportvorhaben in Corona-Zeiten zunehmend isoliert ist. Alle Menschen und Betriebe müssen derzeit erheblich umdisponieren, nur Urenco möchte weiter in einer Parallelwelt leben. Das ist absolut unverantwortlich. Uranmülltransporte sind eine reine Luxus-Aktivität. Und es kann auch nicht sein, dass wir versammlungsrechtlich inzwischen auf dem noch vor kurzem allseits heftig lamentierten Niveau Russlands herabgesunken sind“, erklärte Matthias Eickhoff von der Initiative SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster.

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Ostermarsch in Gronau und Jülich wird verschoben

Demo-Aufruf jetzt als Online-Petition gestartet

„Urananreicherung beenden – Atomwaffen ächten“

Der diesjährige Ostermarsch an der Urananreicherungsanlage Gronau und an der Uran-Zentrifugenfirma ETC in Jülich wird wegen der Corona-Krise verschoben. Der Aufruf zum Ostermarsch wird nun als Online-Petition unter dem Motto „Urananreicherung beenden – Atomwaffen ächten“ im Internet gestartet, um von der Bundesregierung und der NRW-Landesregierung einen Ausstieg aus der zivil wie militärisch brisanten Urananreicherung zu erreichen. Das vereinbarten die Aktionsbündnisse Münsterland gegen Atomlagen sowie „Stop Westcastor“ aus Jülich. Unterstützt wird die Petition zu Beginn der Kampagne von mehr als 20 Initiativen und Verbänden, darunter der BBU, die IPPNW und der BUND NRW.

Die Petition findet sich auf der Plattform „Open Petition“: www.openpetition.de/!cfbxn

„Natürlich passen auch wir uns in Corona-Zeiten mit unseren Protestformen an. Deshalb haben wir die Online-Petition gestartet, um möglichst vielen Menschen die Möglichkeit zu geben, sich auch ohne Versammlung im Freien politisch gegen die Gefahren der Atomenergie zu äußern“,  erklärten Marita Boslar vom Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich sowie Udo Buchholz vom Arbeitskreis Umwelt Gronau.

Seit einigen Jahren laufen zwischen der Gronauer Urananreicherungsfirma Urenco, der Jülicher Uran-Zentrifugenfirma ETC sowie der Bundesregierung, der niederländischen Regierung und der britischen Regierung auf der einen Seite sowie dem US-Verteidigungsministerium und dem US-Energieministerium konkrete Gespräche. Dabei geht es um den möglichen Bau von militärisch verwendbaren Kleinreaktoren, die mit eigens von Urenco angereichertem Uran für spezielle Brennelemente bestückt werden sollen. Das wäre der konkrete Einstieg des Urenco-Konzerns in die militärische Nutzung der Urananreicherung. Bislang galt jedoch als Vorgabe, dass die Urananreicherung in Deutschland und Westeuropa nur friedlichen Zwecken zu dienen habe.

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WDR: Bundesinnenministerium stoppt Urantransport

Anti-Atomkraft-Initiativen: „Positives Signal der Einsicht“

Jetzt auch Brennelementexporte Lingen-Doel absagen

Anti-Atomkraft-Initiativen aus Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) sowie die Ärzteorganisation IPPNW begrüßen die Untersagung eines umstrittenen Uranmülltransports von der Urananreicherungsanlage im westfälischen Gronau nach Russland. Der WDR hatte gestern (26.3.) berichtet, das Bundesinnenministerium habe den für nächste Woche geplanten Atomtransport aufgrund der erheblichen Belastungen durch die Corona-Krise gestoppt.

„Dies ist ein positives Signal der Einsicht seitens der Bundesregierung. Es ist bedauerlich, dass der Gronauer Urananreicherer Urenco nicht von sich aus bereit war, den gefährlichen Urantransport inmitten der Corona-Krise zu stoppen. Wir erwarten nun von Urenco und der NRW-Landesregierung verbindliche Aussagen, wie lange das Transportverbot gelten soll und welche weiteren Urantransporte von und nach Gronau von der Entscheidung des Bundesinnenministeriums betroffen sind“, erklärte Udo Buchholz vom örtlichen Arbeitskreis Umwelt Gronau.

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Anti-Atom-Initiativen warnen: Corona hebelt Proteste aus

Das Corona-Virus hat das gesellschaftliche Leben abrupt zu einem fast völligen Stillstand gebracht. Massivste Einschränkungen wurden innerhalb weniger Tage umgesetzt. Versammlungen sind verständlicher Weise nicht mehr erlaubt. Anti-Atomkraft-Initiativen, der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) und die Ärzteorganisation IPPNW befürchten, dass ungeachtet der Pandemie der Gronauer Urananreicherer Urenco für kommende Woche am 30./31. März einen neuen Uranmülltransport von der Urananreicherungsanlage im westfälischen Gronau zur russischen Atomfabrik Novouralsk plant. Anwohner*innen berichten, dass die benötigten Waggons wieder aus Amsterdam zurück sind – dort wird der Müll verschifft. Und wenn es in diesem Jahr im 3-Wochen-Turnus weiter geht, dann wäre Montag wieder Transporttag.

Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg unterstützt den Protest: „Es kann nicht sein, dass ausgerechnet die Atomkonzerne Urenco, RWE, EON und Rosatom am Ende von den Corona-Beschränkungen profitieren. Gegenwärtig bleibt uns nur eine eingeschränkte Protestform, diesen Skandal öffentlich zu machen, nämlich Öffentlichkeit herzustellen und online-Petitionen zu unterstützen.“

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Corona gegen Castor

Pressemitteilung der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg

Ein Castortransport aus der britischen Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield, der Anfang April nach Biblis führen sollte, wurde offensichtlich abgesagt. Der Einsatz sei wegen der aktuellen Ausbreitung des Virus „nicht zu verantworten“, getroffen habe diese Entscheidung Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), berichtet das Nachrichtenmagazin Spiegel. Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) begrüßt diese Entscheidung. Gefährdet wären bei einem Hochrisikotransport nicht nur die angeforderten 6000 Polizist*innen, sondern auch die Demonstrant*innen, gibt die BI zu bedenken.

Noch am Mittwochabend wurden auf einer BI-Veranstaltung Pläne geschmiedet, wie man sich an den Protesten gegen den ersten Castortransport von insgesamt drei Chargen aus Sellafield beteiligen könne. Ursprünglich sollten diese Transporte ins Zwischenlager Gorleben rollen. In Nordenham/Weser ist der Umschlag vom Schiff auf die Bahn geplant und dorthin wollte man sich auf den Weg machen, berichtet BI-Sprecher Wolfgang Ehmke.

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