EIN STRAHLENDES LAND

Wo? Kulturbahnhof Jülich | Kultur im Bahnhof e.V. | Bahnhofstr. 13 | 52428 Jülich |

Wann? 29. Januar 2020 | Beginn: 20:00 Uhr | Einlass: 19:30 Uhr

Wie gefährlich radioaktive Strahlung sein kann, weiß man spätestens seit Tschernobyl und Fukushima. Radioaktive Strahlung ist in Deutschland viel verbreiteter als wir glauben. Der Investigativjournalist Marvin Oppong ist mit einem Geigerzähler durch ganz Deutschland gereist auf der Suche nach radioaktiven Orten. Seine Reise führt ihn zu Nuklearanlagen, zu einem radioaktiv kontaminierten Einkaufscenter, auf Uranhalden in Ostdeutschland und zu einem strahlenden Bolzplatz neben einer Kita.

Quelle:

https://www.kuba-juelich.de/index.php/programm/kino/ein-strahlendes-land/

   

Es geht auch um den Jülicher Atommüll:

 

Uranmülltransport aus Gronau: Proteste in St. Petersburg

Uranmülltransport aus Gronau führt zu Protesten in St. Petersburg: Polizei-Aktion gegen russischen Greenpeace-Experten

Atomkraftgegner fordern diplomatische Note von Bundes- und Landesregierung  

Die für jetzt Freitag (20.12.) in St. Petersburg erwartete Ankunft des Frachtschiffes Mikhail Dudin mit 600 Tonnen abgereichertem Uranmüll aus Gronau/Westfalen hat gestern (17.12.) im Stadtzentrum von St. Petersburg zu neuen Protesten mit gelben Anti-Atom-Tonnen geführt. Danach kam es zu einer Polizei-Aktion gegen den renommierten Energieexperten von Greenpeace Russland, Rashid Alimov. Alimov wurde in den Abendstunden vor seiner Wohnung von Polizisten abgeführt und zu einer Polizeistation gebracht. Dort wurde ihm in Zusammenhang mit der Protestaktion „Landbesetzung“ vorgeworfen, was in Russland mit einer hohen Geldstrafe geahndet werden kann. Danach durfte Alimov wieder nach Hause gehen.

Bereits vor drei Wochen hatte die Polizei in der geschlossenen Atomstadt Novouralsk bei Ekaterinburg mehrere Umweltschützer vorgeladen, weil sie gegen die Ankunft des deutschen Uranmülls protestiert hatten. Der Gronauer Uranmüll soll an der Uranfabrik von Novouralsk auf unbestimmte Zeit unter freiem Himmel dauergelagert werden.

„Die Uranmülltransporte von Gronau nach Russland führen auch dort zu Protesten und zu staatlichen Einschüchterungsmaßnahmen. Verantwortlich für diesen Atommüllexport sind der Urananreicherungskozern Urenco und die deutschen Anteilseigner RWE und EON. Diese Firmen tragen aus unserer Sicht auch die Verantwortung für die Konsequenzen, die jetzt auf die Menschen in Russland zukommen, die nur ihre demokratischen Grundrechte auf Versammlungs- und Meinungsfreiheit wahrnehmen wollen. Wir erwarten von der Bundesregierung und der NRW-Landesregierung, dass sie bei der russischen Regierung auf diplomatischem Wege Protest gegen das Vorgehen der Polizei einlegen. Notwendig und konsequent wäre ein sofortiger Exportstopp für die Gronauer Uranabfälle, damit sich die Situation nicht noch weiter zuspitzt. Wir erklären uns solidarisch mit den Betroffenen in Russland“, erklärte Udo Buchholz vom Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz.

Dr. Alex Rosen, Co-Vorsitzender der deutschen IPPNW ergänzt: „Es ist unser deutscher Atommüll, der jetzt in Russland zu berechtigten Sorgen um Umwelt und öffentliche Gesundheit führt. Es wäre unsere Verantwortung, eine nach aktuellstem wissenschaftlichen Standard vertretbare und möglichst sichere Versorgung dieses strahlenden Abfalls zu gewährleisten. Stattdessen ‚entsorgt‘ ihn Urenco kostensparend nach Russland. Wieder einmal wird klar und deutlich, dass es ein Fehler war, die Urananreicherung in Gronau und die Brennelementefertigung in Lingen vom Atomausstieg auszuklammern. Wir müssen beide Anlagen schließen und aus dem Geschäft mit der Atomenergie aussteigen, wenn wir unserer Verantwortung für die Sicherheit der Umwelt und der öffentlichen Gesundheit nachkommen wollen.“  

In Russland haben inzwischen mehr als 57 000 Menschen eine Online-Petition von Greenpeace Russland gegen die Uranmüllexporte unterschrieben. Bereits vergangene Woche hat jedoch der Chef von Urenco Deutschland, Joachim Ohnemus, im WDR angekündigt, die Uranmüllexporte von Gronau aus im nächsten Jahr trotz der vielfältigen Proteste einfach fortzusetzen. Anti-Atomkraft-Initiativen haben dagegen bereits neue Proteste angekündigt. Erste Aktion im neuen Jahr wird der Sonntagsspaziergang am 5. Januar um 14 Uhr vor der Urananreicherungsanlage Gronau sein.  

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Umstrittener Uranmülltransport in Amsterdam angekommen

Foto: BBU

Umstrittener Uranmülltransport aus der Gronauer Uranfabrik ist in Amsterdam angekommen.

Der Sonderzug mit Uranmüll, der am Dienstag (10.12.) unter Protest von der Urananreicherungsanlage in Gronau (NRW) Richtung Russland gestartet ist, ist in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (11./12.12.) in Amsterdam angekommen. Dort wird der Uranmüll auf ein Schiff verladen. Letztliches Ziel ist dann Russland.

Am Montag und Dienstag wurde vor der Urananreicherungsanlage, aber auch in rund 15 weiteren Orten in NRW sowie in den Niederlanden gegen den Uranmüllexport von Gronau nach Russland mit Mahnwachen, Flugblattaktionen und einer Abseilaktion demonstriert. Getragen wurden die Proteste von Bürgerinitiativen, von Greenpeace, vom Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) und von weiteren Organisationen. Auch Mitglieder der parteiunabhängigen Wählergemeinschaft „Grün Alternative Liste (GAL) Gronau“ haben sich an den Protesten beteiligt. Im Sommer hatte die GAL mit einer Anfrage an den NRW-Wirtschaftsminister Pinkwart aufgedeckt, dass wieder Uranmüll von Gronau nach Russland exportiert wird. Initiativen, Verbände und GAL fordern das Verbot des Uranmüllexeports und die sofortige Stilllegung der Gronauer Uranfabrik, damit dort nicht ständig weiterer Uranmüll produziert wird.

Mitglieder der GAL Gronau werden weiterhin darauf achten, ob und wann auf dem Gelände der Urananreicherungsanlage erneut ein Sonderzug mit Uranmüll zusammen gestellt wird. Die GAL wird sich dann erneut an Protesten beteiligen.

Im Rat der Stadt Gronau hat GAL-Ratsmitglied Udo Buchholtz am Mittwoch (11.12.) nachgefragt, wann die Gronauer Stadtverwaltung, beziehungsweise die ehemalige Bürgermeisterin, erstmals über die neuen Uranmülltransporte von Gronau nach Russland, die wieder seit Mai 2019 erfolgen, informiert wurde. Bürgermeister Rainer Doetkotte sicherte Buchholz eine schriftliche Antwort zu.

In der Vergangenheit wurde bereits bis 2019 Uranmüll von Gronau nach Russland exportiert. Nach damaligen Protesten wurden die Transporte eingestellt.

(PM: GAL Gronau)

Abseilaktion vor Uranmüllzug bei Münster

– Uranmüllzug von Urananreicherungsanlage Gronau erneut gestoppt
– spontane Mahnwachen in Gronau, Ochtrup und Burgsteinfurt
– „Uranmüllexporte von Gronau nach Russland einstellen“

Fotos unter https://www.facebook.com/BBU72/

Die Abseilaktion war eine von insgesamt zwölf Aktionen.

Der heutige Uranmüllzug mit 600 Tonnen abgereichertem Uranhexafluorid (UF6) aus der Urananreicherungsanlage (UAA) Gronau/Westfalen Richtung Russland wurde heute (10.12.2019) zwischen Münster-Häger und Münster-Kinderhaus durch eine Abseilaktion von der Brücke der A1 erneut aufgehalten. Die Polizei stoppte daraufhin den Uranzug kurz vor 12 Uhr im Bahnhof von Altenberge und ist vor Ort. Ein Kletterteam der Polizei ist um 13 Uhr eingetroffen. Um 13.20 Uhr wurde die Aktion beendet. Anti-Atomkraft-Initiativen kündigten allerdings weitere Protestaktionen gegen den Uranmüllexport nach Russland an. Um 14.15 Uhr passierte der Sonderzug den Münsteraner Hauptbahnhof und fuhr Richtung Hamm weiter.

Heute Vormittag gab es spontane Mahnwachen in Gronau, Ochtrup und Burgsteinfurt, wo der Uranzug ebenfalls zehn Minuten mitten im Bahnhof
stand. AtomkraftgegnerInnen fordern ein Ende der Uranmüllexporte von Gronau nach Russland. Für heute Nachmittag wurden weitere spontane Mahnwachen entlang der Bahnstrecke angekündigt, unter anderem um 14.30 Uhr am Bahnhof von Unna sowie um 16 Uhr in Ennepetal am Bahnhof.

Bereits beim letzten Uranmülltransport von Gronau nach Russland Mitte November stoppten AtomkraftgegnerInnen den Uranzug bei Burgsteinfurt im Münsterland mit einer Abseilaktion für mehr als sieben Stunden. Auch in Russland werden neue Proteste geplant. Rund 54 000 Menschen haben dort bereits eine Online-Petition von Greenpeace Russland gegen die
Uranmüllexporte unterschrieben. Gestern unterstüzte der Ko-Vorsitzende der russischen Umweltorganisation Ecodefense, Vladimir Slivyak, die Mahnwachen in Münster und in Unna.

Streckenverlauf des Urantransports von Gronau nach Amsterdam

Der Uranzug wird nach Abschluss der jetzigen Protestaktion zunächst nach Münster weiterfahren.Bislang fuhren die Uranzüge dann weiter zum Güterbahnhof in Hamm, um dort zu rangieren.

Im weiteren Verlauf sind zwei Routen möglich:

Nordroute: Von Hamm über Lünen-Recklinghausen-Herten-Gelsenkirchen Buer-Gladbeck-Bottrop-Oberhausen nach Duisburg-Rheinhausen und Krefeld.

Südroute: Von Hamm über Unna-Hagen-Ennepetal-Wuppertal-Düsseldorf nach Mönchengladbach. Ab Viersen geht es dann auf einer Strecke über Venlo-Eindhoven-Rotterdam nach Amsterdam.

Wichtig: Der Uranzug kann heute in Münster bereits südlich des Hauptbahnhofs rangieren und dann erneut durch den Hauptbahnhof über Greven-Emsdetten-Rheine-Salzbergen-Schüttorf-Bad Bentheim-Hengelo-Deventer nach Amsterdam fahren. Zusätzlich fahren auch LKWs mit UF6 in zwei Chargen an zwei Tagen von Gronau über Enschede-Hengelo-Almelo-Deventer-Amersfoort zur Verladung nach Amsterdam.

In Amsterdam erfolgt die Verladung im Amerikahaven, wo bereits seit
Freitag das Transportschiff Mikhail Dudin wartet.

Weitere Infos:
www.bbu-online.de, www.sofa-ms.de, www.urantransport.de,
https://www.laka.org

(PM: BBU)

Bei weiteren Aktionen gegen Uranmüllexporte von Gronau nach Russland werden wir informieren. Jeder kann eigene Aktionen an der Strecke starten.

25 Jahre Protestspaziergang

Jubiläum: 25 Jahre Sonntagsspaziergang in Ahaus

Die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ und andere Gruppen und Aktive des Aktionsbündnisses „Münsterland gegen Atomanlagen“ laden zum Sonntagsspaziergang am 15. Dezember um 14 Uhr vor das Atommülllager Ahaus ein: Seit 1994 gibt es den Sonntagsspaziergang als Protest gegen das Atommüllager.

Der erste fand im Dezember 1994 statt, führte zu gleich acht Festnahmen und setzte damit eine Protesttradition in Gang, die dann 1998 und auch 2005 zu den großen Castor-Protesten führten. Heute drohen noch immer neue Castor-Transporte aus Jülich (152 „Westcastoren“) und Garching (hochangereicheter Atommüll) – deshalb wollen wir das antiatomare Widerstands-Jahr entspannt feiernd, aber auch kämpferisch am 15. Dezember vor dem Zwischenlager ausklingen lassen. Die VolXküche sorgt für warme Getränke!

Als sichtbares Protestzeichen werden neue gelbe Xe und schwarze Fahnen aufgestellt – seid dabei!

(Quelle: BI „Kein Atommüll in Ahaus“)

Grenzüberschreitende Proteste gegen Uranmüllexport

Grenzüberschreitende Proteste gegen Uranmüllexport von Gronau nach Russland

Der Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau, das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen sowie weitere Organisationen befürchten, dass am Montag (9. Dezember) erneut ein Sonderzug mit Uranmüll von der Urananreicherungsanlage in Gronau Richtung Russland starten wird – mit Zwischenstopp in Amsterdam / Hafen. Die Initiativen rufen daher grenzüberschreitend zur Teilnahme an Protesten auf. Bisher sind in NRW und in den Niederlanden rund ein Dutzend Protestaktionen geplant. Auch der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) ruft zur Teilnahme auf.

In Gronau beginnt am Montag um 8 Uhr eine Mahnwache auf der Brücke vor der Urananreicherungsanlage (Max-Planck-Straße). Bei vergleichbaren Urantransporten sind in diesem Jahr die hochgefährlichen Sonderzüge jeweils am späten Vormittag gestartet. Man kann also auch noch im Laufe des Vormittags zur Mahnwache kommen und diese unterstützen.

In Ochtrup, ein direkter Nachbarort von Gronau, fängt am Montag bereits um 7 Uhr am Bahnhof eine Protestaktion an. Und in Hengelo (NL), zwischen Enschede und Almelo, wird am Montag ab 17 Uhr mit einer Mahnwache  protestiert. Durch Hengelo fuhren bereits vor Jahren Uranmüllzüge auf dem Weg von Gronau nach Rotterdam. Derzeit nehmen die Züge zwar eine andere Route durch das Münsterland und Ruhrgebiet, dennoch will man in Hengelo bekunden, dass der Uranmüllexport auf Protest stößt.

Hauptforderungen der Bürgerinitiativen und des BBU: Uranmüllexporte verbieten und die Gronauer Urananreicherungsanlage sofort stilllegen.

Hier ein Überblick der bisher geplanten Aktionen am Montag

Nordrhein- Westfalen

Gronau (UAA): ab 8 Uhr Mahnwache auf der Brücke vor der Urananreicherungsanlage, Max-Planck-Straße

Ochtrup (Bhf): Flyer-/Button-Aktion im Berufsverkehr ab 7 Uhr Burgsteinfurt (Bhf): 11 Uhr Mahnwache

Münster (Hbf): 10.45 Uhr Mahnwache

Münster-Hiltrup (Bhf): 12 Uhr Mahnwache (noch nicht bestätigt) Drensteinfurt (Bhf): Flyer-Aktion ab 7 Uhr

Hamm (Hbf): 14 Uhr Mahnwache

Unna (Bhf): 19 Uhr Mahnwache

Lünen (Bhf): 20.30 Uhr Mahnwache

Mönchengladbach (Europaplatz): 18 Uhr Mahnwache

Hengelo (zwischen Enschede und Almelo), Bahnhof (Nordseite), 17 Uhr (liegt an der früheren Transportroute Gronau – Münster – Rheine – Bad Bentheim – Hengelo -Rotterdam – Russland)

Niederlande

Amsterdam, Bahnhof Sloterdijk, 17 Uhr

(PM: BBU)

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Urencos massive Atommüllprobleme

Urencos massive Uranmüllprobleme:

– Uranumwandlung in UK verzögert sich weiter

– 300 Millionen Euro Sparprogramm wegen Kostenüberschreitung

 

9. Dezember: Neuer Uranmülltransport Gronau-Russland?

– Polizeiliche Vorladungen in Novouralsk

Der Urananreicherer Urenco, der in Gronau/Westfalen die bundesweit einzige Urananreicherungsanlage betreibt, hat weiterhin massive Probleme bei der Entsorgung des abgereicherten Uranhexafluorids (UF6), das bei der Urananreicherung in großen Mengen als Abfallstoff anfällt. Nach Auskunft der NRW-Landesregierung steht die konzerneigene Dekonversionsanlage für abgereichertes UF6 am britischen Standort Capenhurst noch immer nicht zur Verfügung. Die erheblichen Bauverzögerungen und Kostenüberschreitungen haben schon seit Jahren Auswirkungen auf den Gesamtkonzern, auch in Deutschland. AtomkraftgegnerInnen gehen davon aus, dass diese Probleme ein Grund für die verzweifelten Versuche von Urenco sind, den konzerneigenen Uranmüll billig nach Russland abzuschieben. Für Montag, 9. Dezember, rechnen sie mit dem nächsten Uranmülltransport von Gronau nach Russland und kündigen neue Proteste an.

Die britische Dekonversionsanlage in Capenhurst war schon im Juni im Beisein des damaligen britischen Industrieministers Andrew Stephenson feierlich eingeweiht worden. Sie sollte ursprünglich bereits 2015 in Betrieb gehen und rund 400 Millionen Pfund (circa 460 Millionen Euro) kosten. Nach britischen Medienberichten gab es jedoch erhebliche Probleme beim Bau, sodass die Baukosten bereits im Juni auf rund 1 Milliarde Pfund (circa 1,15 Milliarde Euro) geschätzt wurden. Heute, fünf Monate nach der Einweihung, scheint es nun immer noch Probleme zu geben. Dekonversionsanlagen sollen abgereichertes Uranhexafluorid in das lagerfähigere und stabilere Uranoxid (U308) umwandeln. In Gronau steht seit 2014 eine neu gebaute Lagerhalle für Uranoxid leer und soll laut Urenco bis mindestens 2024 auch leer bleiben.

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Uranmüll aus Gronau erreicht St. Petersburg

Rosatom will für Uranmüll auch Schnelle Brüter bauen

Das Frachtschiff Mikhail Dudin hat am gestrigen Dienstag (26.11.2019) den Hafen von St. Petersburg erreicht. An Bord sind rund 80 Fässer mit insgesamt rund 900 t abgereichertem Uranhexafluorid (UF6) aus der deutschen Urananreicherungsanlage in Gronau /Westfalen.
Der atomare Abfall wird nun auf einen Zug verladen für die russische Atomanlage Novouralsk. Bereits am Montag hatte es eine Protestaktion am deutschen Konsulat in St. Petersburg gegeben, wie gestern die Tagesschau berichtete.

Am Wochenende hatte es auch in weiteren Städten Russlands diverse Proteste gegeben, darunter in Novouralsk und Moskau. Eine Online-Petition von Greenpeace Russland gegen die Fortführung der Uranmüllexporte von Gronau nach Russland hat inzwischen rund 44.000 Unterschriften erzielt.

Zusätzlich alarmierend ist die jüngste Ankündigung des staatlichen russischen Atomkonzerns Rosatom über die russische Nachrichtenagentur Ria Novosti, für die Beseitigung des rund 1 Mio. Tonnen großen Bestands an abgereichertem UF6 in Russland bis 2080 sogar Schnelle Brüter bauen zu wollen.
Dabei wolle man dann plutoniumhaltige MOX-Brennelemente einsetzen.
Aufgrund der erheblichen technischen Probleme und Gefahren von Schnellen Brütern bezweifeln die russischen und deutschen Umweltorganisationen, dass Urenco sowie die Bundesregierung in Zukunft die schadlose und rein zivile Nutzung des abgereicherten UF6 in Russland tatsächlich garantieren können.
In Deutschland scheiterte der Bau des Schnellen Brüters in Kalkar bekanntlich an den unkalkulierbaren Risiken – heute befindet sich in der Bauruine ein Freizeitpark.

„In mehreren Regionen Russlands kommt es inzwischen zu Protesten, denn der Deal zwischen der deutschen und russischen Atomindustrie ist ganz offensichtlich eine erhebliche Belastung für zukünftige Generationen. Wir wollen keine Lagerstätten für abgereichertes UF6, die sich bis zum Horizont erstrecken. Wir wollen auch keine Zukunft mit Schnellen Brütern – wir wollen erneuerbare Energien,“ erklärte Rashid Alimov, Energieexperte von Greenpeace Russland.

„Es wird immer deutlicher, dass es keine schadlose Entsorgung des Gronauer Uranmülls in Russland gibt. Stattdessen heizen die Exporte des Urananreicherers Urenco sogar den Ausbau derrussischen Atomindustrie an – wie kann die Bundesregierung dabei einfach tatenlos zuschauen? Der Uranmüllexport ist unverantwortlich und muss eingestellt werden – Urananreicherung ist selbst beim Abfall eine extrem gefährliche Technologie, die keine Zukunft haben sollte,“ ergänzte Kerstin Rudek von der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg.

Am kommendem Sonntag, 1. Dezember, findet in Gronau an der Urananreicherungsanlage um 14 Uhr der traditionelle Sonntagsspaziergang statt.
(PM)


Neuer Rekord an Treibhausgasen! Es reicht! Klimastreik am Freitag, 29.11.2019

=> www.klima-streik.org


siehe zum Thema auch =>
Emissionsreport der Unep: Völlig falsche Richtung
Der CO2-Ausstoß erreicht mit 55 Milliarden Tonnen einen neuen Rekord. Dabei müsste er jährlich um 2,7 bis 7,6 Prozent sinken, um das Klima zu retten. . . . weiterlesen bei => www.taz.de . . . 26. 11. 2019

Erderwärmung: Schon 1,5 Grad mehr in Deutschland
Vertrocknete Wälder, Niedrigwasser in Flüssen, Sturmfluten an der Küste: Auch in Deutschland spürt man den Klimawandel laut einem Bericht der Bundesregierung schon heute. . . . weiterlesen bei => www.zeit.de . . . 26.11.2019

Tausende Tote durch Hitzewellen in Deutschland seit 2003
• Ein Bericht der Bundesregierung verzeichnet einen beschleunigten Temperaturanstieg im Land. Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen sei die Temperatur um 1,5 Grad Celsius angestiegen.
• Wegen der Hitzewellen 2003, 2006 und 2015 seien insgesamt 19 500 Menschen ums Leben gekommen.
• In der Landwirtschaft habe der Klimawandel 2018 zu Ernteausfällen in Höhe von 700 Millionen Euro geführt.
• International droht eine Erhitzung um 3,2 Grad Celsius.
. . . weiterlesen bei => www.sueddeutsche.de . . . 26.11.2019

Deutschland hat sich bereits um 1,5 Grad erwärmt
Vertrocknete Wälder, Niedrigwasser in Flüssen, Sturmfluten an der Küste: Der Klimawandel ist einer neuen Auswertung zufolge in Deutschland angekommen, die Effekte lassen sich immer klarer direkt messen. . . . weiterlesen bei => www.spiegel.de . . . 26.11.2019



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