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Fahrraddemo um Forschungszentrum Jülich

Beitragsbild: pixabay.com

Pressemitteilung

Aktivisten für Frieden und Abrüstung, für Klima- und Umweltschutz

Jülich, 24.08.2020. Angesichts eines erneuten Wettrüstens und zunehmender internationaler Konflikte ruft das Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ zu einer Fahrraddemo am Samstag, 29. August, für Frieden und Abrüstung auf. Zudem wollen die Aktivisten auf den Antikriegstag (1. September) aufmerksam machen und an das Ende des 2. Weltkrieges vor 75 Jahren erinnern.

Gegen 12 Uhr starten Akteure von „Stop Westcastor“ vom Jülicher Kulturbahnhof, (Bahnhofstraße) aus. Die Fahrradroute geht in Richtung Haupteingang des Forschungszentrums Jülichs (FZJ) und endet vor dem Eingangsbereich der Enrichment Technology Company (ETC). Gegen 14 Uhr findet dort eine Abschlusskundgebung statt.

„Ob zivil ob militärisch – gegen die Atomkraft wehr’di(s)ch!“

(Karte aus OpenStreetmap.org)

Fahraddemo um das Forschungszentrum in Jülich

11 Uhr: Auftakt Kuba | Bahnhof Jülich

12 Uhr: Start der Fahrraddemo

14 Uhr: Abschlusskundgebung ETC

Samstag, den 29. August 2020

Redebeiträge und Musik zum Auftakt, Zwischenkundgebung Forschungszentrum und Abschluss am ETC

Zum Antikriegstag, 1.September 2020, dem Jahrestag des Beginns des 2.Weltkrieges mahnen wir ein entschlossenes Vorgehen an gegen die gegenwärtigen Spiele mit dem Feuer, die die Nato mit ihrem (wegen der Coronakrise nur verschoben) „Defender“-Manöver direkt an der russischen Grenze und der Erneuerung ihres Atombombenarsenales betreibt.

Und wir treten für gemeinsames Handeln der Friedens, der Anti-AKW- und der Klimabewegung ein: Das Militär ist der größte Klimasünder.

Ohne die Atombombe, die in den 1940er Jahren, die USA als erste bauten, weil sie glaubten, die Nazis hätten sie schon bald, gäbe es keine zivile Atomenergienutzung. Den damaligen Energieversorgungsunternehmen wurde diese als Nebenprodukt der Bombenentwicklung staatlicherseits aufgedrängt, selbst in der BRD, obwohl die offiziell keine Atombombe haben durfte.

Leider fiel auch ein Teil der frühen Antikriegsbewegung auf die heuchlerische Parole „Atome für den Frieden“ herein.

Fahrraddemo um Forschungszentrum

Ob zivil oder militärisch – gegen die Atomkraft wehr‘ di(s)ch!

Fahraddemo um das Forschungszentrum in Jülich

11 Uhr Auftakt Kuba | Bahnhof Jülich
12 Uhr: Start der Fahraddemo
14 Uhr: Abschlusskundgebung ETC

Samstag, 29. August 2020

Redebeiträge und Musik zum Auftakt, Zwischenkundgebung Forschungszentrum und Abschluss am ETC.

Karte aus Openstreetmap.org

… weitere Infos: zum Flyer

Time to End US-Germany Cooperation Aimed at Importing, Dumping Highly Radioactive German Spent Fuel

Time to End US-Germany Cooperation Aimed at Importing, Dumping Highly Radioactive German Spent Fuel at DOE’s Savannah River Site, According to SRS Watch; Storage at Jülich Only Viable Option

SRS-JEN Work for Others Agreement Modification 6 and Attachments, Obtained Under FOIA Request:

https://srswatch.org/savannah-river-site-watch-document-library/savannah-river-site-watch-doe-documents/

Columbia, South Carolina – Cooperation between the U.S. Department of Energy’s Savannah River Site (SRS) and a German nuclear waste management company to import, reprocess and dump highly radioactive German spent fuel at SRS must be terminated, according to a letter sent by the public interest group Savannah River Site Watch to U.S. Secretary of Energy DanBrouillette. 

The proposal to ship highly radioactive spent fuel from two long-closed experimental gas-cooled reactors in Germany to SRS, a 310-square mile facility located near Aiken, South Carolina, has been dragging on since 2012. The two reactors in question, AVR and THTR-300, were fueled with graphite spheres impregnated with uranium. The 900,000+ irradiated spheres in question, some with highly enriched uranium and some with low-enriched uranium, are stored in 457 casks at sites in Jülich and Ahaus, Germany, both located in the state of North Rhine-Westphalia (NRW). 

The materials would be shipped by sea via port facilities Charleston, South Carolina to SRS, where the graphite spheres would be reprocessed and removed uranium disposed of as waste and high-level waste possibly dumped into the SRS waste tanks, increasing the waste burden at the site.  The research work into technical aspects of the proposal is being conducted by the Savannah River National Laboratory, which is managed by private contractor Savannah River Nuclear Solutions.  

“The scheme to dump highly radioactive German spent fuel at SRS would needlessly increase the amount of hard-to-manage nuclear waste at the site and must be terminated,” said Tom Clements, director of the public interest watchdog group Savannah River Site Watch (SRS Watch). “It’s clear that there is no need for this dumping-for-profit project to be dragged out any longer and it’s time to implement new options for the safe, secure management of the spent fuel in question at the site in Germany where it’s now stored.” 

Cooperation between SRS and the entity managing 152 CASTOR casks at Jülich, the Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN), has been under a Work for Others agreement that has been modified six times, with the most recent modification from September 2019. That version expires on February 29, 2020 and should not be renewed, according to SRS Watch.  The current version of the agreement and two attachments concerning plans to import 33 unirradiated spheres and some irradiated material were obtained by SRS Watch via a Freedom of Information Act request. (See “notes” below).  

Weiterlesen

New FOIA request for SRS-JEN agreement

SRS Watch Watch Requests Modified Agreement with Germany for Research on Illegal Plan to Export Spent Fuel to SRS

Savannah River Site Watch has filed another Freedom of Information Act (FOIA) request for an amended “work for others” agreement between SRS (Savannah River National Lab) and the Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN).

The agreement concerns research being conducted by SRNL into processing and dumping of highly radioactive graphite fuel balls that were irradiated in the long-closed experimental AVR and THTR nuclear reactors. The spent fuel is currently stored at facilities in Jülich and Ahaus, Germany.  Under German law, the export of the spent fuel is illegal and if export moves forward there will be various challenges to the operation, which also poses security risks.

SRS Watch learned of the dumping-for-profit scheme in 2014 and informed the public and the SRS Citizens Advisory Board.  The SRS Watch director toured the spent fuel storage facility in Jülich, which is operating under an expired license. SRS Watch endorses a new storage facility at the Jülich site or an upgrade to the facility.

Though some of the spent fuel contains US-supp highly enriched uranium (HEU), DOE has determined that there is no proliferation risk to leave it in Germany. (DOE memo on no proliferation risk of AVR spent fuel August 1 2013.)

FOIA request for “modification 6” to original SRS-Germany agreement – request for WFO modification number 6 August 30 2019

FOIA response for request for “modifications 3 & 4” – “WFO agreeement SRS JEN obtained via FOIA Feb 19 2019” and “modification 5” – “WFO SRS JEN final response rcvd April 24 2019

September 4, 2019

Savannah River Site Watch

https://srswatch.org

Jülich: „Keine Prognose“ für den Verbleib des Atommülls möglich

(Text von Jan Becker für .ausgestrahlt-Blog vom 21.08.2019)

Weil die „Sicherheit“ der 152 Castorbehälter im Zwischenlager Jülich nicht mehr nachgewiesen werden konnte, ordnete die nordrhein-westfälische Atomaufsicht vor fünf Jahren die unverzügliche Räumung an. Passiert ist nichts.
Heute heißt es, es sei „keine Prognose möglich“, wann und ob etwas mit dem Atommüll geschieht.

Seit Jahren werden drei Räumungsoptionen diskutiert: Der Abtransport in die USA, ins Zwischenlager Ahaus oder der Neubau einer Zwischenlagerhalle. Die Atomaufsicht fordert die Lösung, die am schnellsten umzusetzen ist. Atomkraftgegner*innen fordern den Neubau einer Zwischenlagerhalle. In einer Machbarkeitsstudie dazu hatte die Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen mbH (JEN) jedoch von einer Bauzeit von neun Jahren gesprochen – und damit dieser Lösung im Vergleich mit den anderen Optionen eine Absage erteilt. . . . weiterlesen bei => .ausgestrahlt-Blog . . . 21.08.2019


Atommüll-Lager Jülich: Wer lügt hier?

• Diskussion um Jülicher Atomkugeln wird immer grotesker • Initiativen bitten NBG-Vorsitzenden Töpfer um Klärung

Die Diskussion um den künftigen Verbleib der Brennelement-Kugeln aus dem stillgelegten Versuchsreaktor AVR in Jülich nimmt immer groteskere Züge an:
Neben einem möglichen Transport nach Ahaus oder gar in die USA wird bekanntlich auch die Option eines Lagerneubaus in Jülich selbst verfolgt. Das Forschungszentrum Jülich (FZJ) hat daran aber kein Interesse und unternimmt alles, um diese Option ad absurdum zu führen.

So wurde im Februar auf einer Sitzung des Nationalen Begleitgremiums (NBG) in Jülich durch den Sprecher der Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN) mitgeteilt, dass das Grundstück für diesen Lagerneubau, das schon 2012 bereitgestellt worden war, im November 2018 vom FZJ wieder zurückgezogen worden sei. Diese Auskunft wurde in den nachfolgenden Wochen und Monaten mehrfach bestätigt.

„Irgendwer lügt hier ganz gewaltig“

Und nun der Clou: In einer Antwort auf eine „Kleine Anfrage“ des Bundestagsabgeordneten Oliver Krischer (Bündnis 90/Die Grünen) behauptet die Bundesregierung am 24.07.19, dass es eine solche Rücknahme nicht gebe bzw. ihr davon nichts bekannt sei. Und das, obwohl das FZJ weitgehend von der Bundesregierung finanziert und über den Aufsichtsrat gesteuert wird!

„Eine solch gravierende Entscheidung wie die Rücknahme des Grundstücks wäre ohne Kenntnis und Zustimmung der Bundesregierung nicht denkbar. Irgendwer lügt hier ganz gewaltig“, so Hartmut Liebermann von der Bürgerinitiative Kein Atommüll in Ahaus.
„Es ist unglaublich, die Öffentlichkeit wird seit Jahren von den Verantwortlichen im Forschungszentrum wie auch von den verantwortlichen Politikern an der Nase herumgeführt“, ergänzt Marita Boslar vom Aktionsbündnis Stop Westcastor in Jülich.

Die beiden Initiativen, die einhellig einen Abtransport der Jülicher Brennelemente nach Ahaus oder in die USA ablehnen und einen Verbleib am Ort in einem neu zu errichtenden erdbebensicheren Lager fordern, haben sich jetzt in dieser Angelegenheit an Prof. Dr. Klaus Töpfer gewandt.
Der ehemalige Bundesumweltminister ist Vorsitzender des Nationalen Begleitgremiums, das die Bemühungen um Findung einer Lösung für die Atommüll-Problematik kritisch begleiten soll.
Auf einer Sitzung des NBG im Februar 2019 wurde zum ersten Mal die Rücknahme des Grundstücks für einen Zwischenlagerneubau verkündet. Der Brief an Töpfer ist dieser Presseinformation beigefügt.
(PM)


siehe auch:
Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Oliver Krischer, Sylvia Kotting-Uhl, Lisa Badum, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (pdf)
und:
Brief an den Vorsitzenden des Nationalen Begleitgremiums Herrn Prof. Dr. Klaus Töpfer (pdf)


Nein zur Thorium-Atomkraft – No2Tho!

Wir dokumentieren die „No2Tho“-Erklärung:

Diverse Organisationen unterstützen die No2Tho- Erklärung. Sie tun dies aus verschiedenen Gründen, wie z.B. der Alterung von Kernreaktoren, den Reaktorkatastrophen INES 7 von Tschernobyl und Fukushima, aber auch aus Gründen der Gesundheit, der Sicherheit, der Proliferation (Gefahr der Weiterverbreitung von Atomwaffen), des Terrorismus und der Abfallrisiken aller Arten von Atomkraft. Darüber hinaus steigen die Kosten für die Atomkraft, und es ist notwendig, die erneuerbare Energien mit ihren flexiblen und klimapositiven Ergänzungen (Speicherung, Kraft-Wärme-Kopplung mit Kohlenstoffbindung und -nutzung,….) zu entwickeln.

Aus diesem Grund fordert die No2Tho-Erklärung die Forschungsinstitute, politischen Entscheidungsträger und alle wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Akteure auf, alle Ressourcen in vollständig erneuerbare, nicht fossile und nicht atomare Energiesysteme zu investieren im Bestreben, damit jegliche Forschung, Entwicklung und Umsetzung der Thoriumatomkraft abzulehnen.

• Thorium behindert erneuerbare Energien

„Don’t nuke the climate“ ist ein bekannter Slogan bei Kundgebungen. Den Klimawandel zu missbrauchen, um eine weitere riskante (Thorium- und andere) Atomkraft zu etablieren, ist die falsche Wahl zwischen einer Klimaapokalypse oder einem atomaren Weltuntergang.
Jeder Euro, der in Atomkraft investiert wird, ist ein Euro weniger für die erneuerbare Energien.
Um es mit den Worten des Physikers Amory Lovins zu sagen: „Es verschlimmert den Klimawandel, verglichen damit, dass man dasselbe Geld und dieselbe Zeit für effizientere Optionen aufwendet“.

• Thorium trägt nicht zur Verbesserung des Klimas bei

Atomlobbyisten behaupten, dass die Atomkraft arm an Kohlenstoff und Treibhausgasen ist. Aber wir brauchen weit mehr als „kohlenstoffarm“, wenn wir den anthropogenen Klimabruch wirklich bekämpfen wollen.
In der Tat müssen wir eine umfassende Energieinfrastruktur, die nicht nur kohlenstoffarm, sondern auch klimapositiv ist, realisieren.
Nach Erreichen der Klimaneutralität müssen wir weiter gehen, um mehr Treibhausgase zu binden, als die Menschheit emittiert. Wir brauchen sowohl eine biologische als auch eine technologische Netto-Kohlenstoffbindung, die die Atomkraft, einschließlich Thorium, nicht leisten kann.

• Thorium ist kein Partner für erneuerbare Energien, im Gegenteil

Einige behaupten, dass die Atomkraft im Allgemeinen und das Thorium im Besonderen ein guter Partner für eine dauerhafte Energiezukunft sind, in der die Grundlastkernkraft (oder sogar die flexible Kernenergie) mit flexiblen erneuerbaren Energien einhergeht.
Bei der Grundlastatomkraft besteht ein Widerspruch zwischen flexiblen erneuerbaren Energien und der Grundlast im Allgemeinen. Erneuerbare Energien brauchen eine sehr flexible Unterstützung. Im Falle der flexiblen Atomkraft hat dies alle oben und unten genannten Nachteile.

Darüber hinaus besteht ein spezifisch höheres Risiko für eine flexible Atomkrafterzeugung.
Jeder weiß, dass das schnelle Erwärmen und Kühlen von Metallbehältern – wie es für flexible Anlagen erforderlich ist, die wirklich auf erneuerbare Energien setzen – das Risiko von Materialausfällen in den Anlagen erhöht. Dies erhöht das Risiko eines nuklearen Unfalls mit Austritt von nuklearen Elementen. Flexible Kernanlagen verschärfen die bestehenden Probleme der Kernenergie, anstatt sie zu lösen.

• Thorium ist teuer

Thorium präsentiert sich heute als eine neugeborene Alternative, obwohl es das überhaupt nicht ist.
Es handelt sich um eine „modernisierte“ altmodische Kerntechnik, die in der Vergangenheit wirtschaftlich versagt hat.
In Deutschland scheiterte das groß angelegte und politisch zunächst stark geförderte Experiment mit dem Versagen des Thorium Hochtemperatur-Reaktors (THTR) in Hamm-Uentrop bereits in den 1980er-Jahren.
Dies war einer der Gründe, warum die Technologie der Druck- oder Siedewasserreaktoren gewählt wurde, neben die höhere Kosten von dieser Technologie. Dennoch wurde von Wissenschaftlern u. a. in Jülich die Forschung weiterbetrieben und weltweit gefördert.
Unterdessen sind die Sicherheitsanforderungen für alle Kerntechnologien gestiegen, was die Kosten der Thoriumtechnologie selbst noch weiter erhöht. Dadurch verlieren sie den Kampf gegen die erneuerbare Energien.
Amory Lovins bemerkt erneut: „Die Kernkraft ist (….) so hoffnungslos unwirtschaftlich, dass man nicht darüber diskutieren muss, ob sie sauber oder sicher ist“.

• Thorium ist ungesund

Thorium 232 ist ein nicht spaltbares Element. Es benötigt Uran 235 und/oder Plutonium, um den Brutprozess aufrechtzuerhalten. Es schafft einen Mix aus radioaktiven Elementen in seinem Brennstoff und schafft so typische radioaktivitätsbedingte Gesundheitsrisiken, sowohl für das Reaktorpersonal, als auch für die Zivilbevölkerung im Umfeld des Reaktors.
Es gibt keine perfekte Nukleartechnologie. Eine unerwünschte Freisetzung einiger oder aller dieser strahlenden Stoffe bei leichten bis schweren Unfällen kann nicht ausgeschlossen werden.
Thorium ist auch ungesund von den Anfang an: Thorium soll ausgegraben werden, und die Minen verursachen auch Gesundheits-, Klima und Umweltproblemen.

• Thorium ist unsicher

Thorium ist unsicher und nicht sauber. Wir alle kennen die wiederholten Argumente der nuklearen Selbstverteidigung bei einem nuklearen Unfall: „Unsere Technologie unterscheidet sich von derjenigen des verunfallten Reaktors“.
Das ist es, was die Thoriumprotagonisten nicht aufhören zu wiederholen: Ihre Technologie ist anders, sauberer und sicherer.
Dies hindert die echte Thoriumtechnologie nicht daran, ihre spezifischen gefährlichen Eigenschaften zu haben.
So erfordert beispielsweise die Flüssigsalztechnologie sehr anspruchsvolle Materialien, um das Austreten von Nukliden, die in der Salzschmelze enthalten sind, zu verhindern.
Da Uran 235 und/oder Plutonium benötigt werden, um den Prozess einzuleiten und aufrechtzuerhalten, und da die Spaltung Uran 233 betrifft, bestehen die spezifischen Gefahren in Uranisotopen und Transuranelementen.
Und es entstehen alle möglichen sehr gefährlichen Elemente, wie z.B. Protactinium, das eine Halbzeit von schnellen 33.000 Jahren hat, sogar länger als die Halbzeit von Plutonium, die 24.000 Jahre beträgt.

• Thorium hat einige höhere Risiken als das eigentliche Atomkraftwerk

Thorium wird oft als sicherere Technologie dargestellt als die herkömmlichen Nukleartechnologien, wie Druckwasserreaktoren, wie in Doel und Tihange in Belgien.
Da die Technologien unterschiedlich sind, ist es sehr wahrscheinlich, dass sich einige gefährliche Aspekte unterscheiden und weniger wichtig sind. Dennoch ist es höchst irreführend, nur die geringeren Risiken zu erwähnen und über die höheren Risiken zu schweigen.
Die Thoriumtechnologie birgt einige höhere Risiken als die eingeführten Reaktortechnologien.
Tatsächlich sind Thoriumreaktoren Brutreaktoren – das Züchten von Uran 233 aus Thorium 232 -, die eine kontinuierliche Wiederaufarbeitung an jedem Standort mit Thoriumreaktoren erfordern. Diese Wiederaufbereitungsanlagen sind hochriskante Anlagen.
Weitere spezifische Risiken sind die Risiken von Undichtigkeiten und Brüchen in den Rohrleitungen, die extremer Hitze und Korrosion und Neutronenstrahlung durch den Flüssigsalzbrennstoff standhalten müssen.
Auf die Entstehung von thoriumspezifischen, langlebigen und risikoreichen Elementen, wie z.B. Protactinium, wurde bereits hingewiesen.

• Thorium fördert die Proliferation

Thorium 232 selbst ist kein Spaltstoff, aber es lässt sich daraus spaltbares und atomwaffenfähiges Uran-233 erbrühten.
Tests mit Uran 233 Atombomben wurden in den fünfziger Jahren erfolgreich durchgeführt, zum Beispiel 1955 in den USA.
Zu sagen, dass Thorium nicht die Risiken von Atomwaffen birgt, ist eine höchst irreführende Aussage. Thorium 232 allein hat dieses Risiko nicht, da es nicht spaltbar ist. Da es sich um ein Zuchtmaterial für Uran 233 handelt, enthält es alle mit der Herstellung von Atombomben verbundenen Risiken.
Da jeder Flüssigsalzreaktor auf Thoriumbasis eine eigene Wiederaufbereitungsanlage benötigt, gibt es viel mehr Orte, an denen direkt waffenfähiges Uran-233 für Atom- und Schmutzbomben „verschwinden“ kann.

• Thorium ist terrorismusgefährdet

Da die Thoriumtechnologie in ihrer gesamten Entstehungskette viele Risiken birgt, ist sie auch anfällig für terroristischen Missbrauch.
Die Technologie schafft spaltbares Material, das sowohl für explosive als auch für schmutzige Atombomben geeignet ist.
So ist die Technologie auf verschiedene Weise für den Missbrauch durch Terroristen geeignet. Der Standort selbst ist von starker radioaktiver Freisetzung bedroht, wenn ein Terroranschlag auf dem Gelände gelingt. Und das am Standort produzierte Material ist selbst für die Herstellung von Atomsprengstoff oder schmutzigen Bomben verwendbar.

• Thorium verursacht langlebigen Atommüll

Die Befürworter der Thoriumtechnologie geben oft vor, dass ihre Technologie weitaus weniger langlebige Abfälle produziert und die Produktion der typischen Transurane vermeidet, die aus Atomkraftwerken stammen, die mit angereichertem Uran 235 oder sogar Mischoxidbrennstoffen (MOX), die ebenfalls Plutonium enthalten, betrieben werden.
Erstens ist das nicht ganz richtig. Die Thoriumtechnologie produziert verschiedene Arten von langlebigen Abfällen, darunter die „traditionellen“ Abfallbestandteile (wie Plutonium und Transurane), aber auch andere Elemente, wie zum Beispiel Protactinium.
Warum sollte man außerdem eine neue Technologie zur Erzeugung radioaktiver Abfälle mit all den ungelösten Abfallproblemen entwickeln? Nichtnukleare erneuerbare Alternativen werden immer mehr verfügbar. Sie sind weitaus weniger riskant, ungesund und umweltschädlich. Darüber hinaus sind sie billiger, klimafreundlicher und kehren sogar die Klima-Degeneration um. Nicht zuletzt sind sie nicht für Massenvernichtungswaffen oder den begleitenden Terrorismus geeignet.

• Also, lasst uns in eine 100% erneuerbare Energiezukunft investieren!

(PM)

Die No2Tho- Erklärung in => Französisch, => Niederländisch,
=> Englisch und => Deutsch als pdf.
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und => hier geht´s zur Unterstützer*innen-Liste (Stand 4.11.2018)
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siehe auch => Thorium-Hype: No2Tho! . . . 30.10.2018
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Tryo
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