7. März „Stopp-Castor-Demo in Ahaus

(Beitragsbild:© iStock | DesignRage)

Kommt am 7. März zur großen „Stopp-Castor“-Demo nach Ahaus um 11.30 Uhr am Rathaus!

Atommüll-Alarm auf den Autobahnen! Castor-Transporte von Jülich, Garching & Berlin stoppen!

Über mehrere Jahre hinweg soll mit bis zu 152 LKW-Transporten hochradioaktiver Atommüll in Castor-Behältern aus dem Forschungszentrum Jülich ins Zwischenlager Ahaus gebracht werden. Dazu soll weiterer Atommüll aus dem Forschungsreaktor Garching bei München und dem Forschungsreaktor Berlin kommen. Damit droht auf den Autobahnen ein unkalkulierbarer Atommüll-Wahnsinn − die größte Transportserie von hochradioaktivem Atommüll in Deutschland!

Seit mehr als 16 Jahren fordern wir ein modernes, möglichst sicheres Zwischenlager in Jülich – seit 16 Jahren versuchen die Verursacher den Atommüll loszuwerden!

Das ist gefährlich, sinnlos und deswegen unverantwortlich, denn:

  • Die Endlagerfrage ist ungelöst! Atommüllverschiebung ist keine Entsorgung! Schon 2036 läuft auch die Genehmigung des Zwischenlagers Ahaus aus.
  • Das 35 Jahre alte Atommülllager in Ahaus entspricht nicht den heute möglichen und nötigen Sicherheitsstandards.
  • Jeder Atommülltransport über die maroden Autobahnen mit riesiger Polizeibegleitung birgt neue Gefahren – Unfälle, Drohnen, Sabotage…

Nie zuvor wurden so viele verdächtige Drohnen über kritischer Infrastruktur gesichtet. Ein Drohnenangriff könnte zur Freisetzung von radioaktiver Strahlung führen. Wöchentlich gibt es neue Meldungen über marode Autobahnen und Brücken, schwere Unfälle und neue Sperrungen für Schwerlast-Transporte. Dabei wiegt jeder Castor-LKW 130 Tonnen, ist 30 Meter lang und 3 Meter breit.

Auch der Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Fukushima mahnt: Atomkraft ist keine Energie der Zukunft, sondern Hochrisiko-Technologie! Neue AKW-Pläne in den Niederlanden, Tschechien oder Polen gefährden unsere Gesundheit. Gebaut würden sie nur mit Subventionen und beliefert würden sie wohl mit angereichertem Uran und Brennelementen aus Deutschland.

© Berto Kemper

Deshalb fordern wir:

  • Der Atommüll muss bis zur Klärung der Endlagerfrage bleiben, wo er ist!
  • Hochradioaktiver Atommüll gehört nicht auf die Autobahn!
  • Bundes- und Landesregierung müssen endlich für moderne, möglichst sichere Zwischenlager an den Atommüllstandorten sorgen!
  • Keine Renaissance der Atomkraft – sofortige Stilllegung der Urananreicherungsanlage Gronau, der Brennelementefabrik Lingen und des Forschungsreaktors Garching!
  • Ablehnung der AKW-Projekte in Nachbarländern durch die Bundesregierung!

Stoppen wir den Castor-Wahnsinn, bevor er losgeht!
Kommt am 7. März zur Demo in Ahaus! Los geht‘s um 11.30 Uhr am Rathaus.

Mehr Infos:    BI Ahaus Castor-Ticker    BUND NRW e.V.     .ausgestrahlt

(Quelle: https://sofa-ms.de/)

SMRs – das kleine Wunder oder die große Illusion?

(Beitragsbild: pixabay.com)

https://www.webpronews.com/nuclears-small-wonder-or-grand-illusion-the-high-stakes-bet-on-smrs-falters/

Das kleine Wunder oder die große Illusion der Atomkraft? Die hohe Wette auf SMRs ist gescheitert

Ein deutscher Auszug aus einem am Sonntag, dem 25.01.2026, auf webpronews.com veröffentlichten Artikel aus den USA.

👉 Weltweit beruht das Argument für SMRs oft auf ihrem Potenzial, stillgelegte Kohlekraftwerke zu ersetzen und eine stabile Stromversorgung im Netz bereitzustellen. Doch wie eine Analyse von OilPrice.com feststellt, machen die anhaltenden Kostenüberschreitungen und Verzögerungen, die den Nuklearsektor plagen, es schwer, die Wahl von SMRs gegenüber günstigeren und schnelleren Alternativen zu rechtfertigen.

Die Geschichte der Atomindustrie ist eine Geschichte von Kostensteigerungen. Eine umfassende Studie der Stanford University zu globalen Nuklearprojekten ergab, dass die Kosten konstant hoch waren und in vielen Regionen im Laufe der Zeit weiter angestiegen sind. Laut Stanford News wirft dies einen langen Schatten auf die Behauptungen, dass eine neue Generation von Atomreaktoren entscheidend von diesem Trend abweichen kann.

Eine Atomindustrie an einem Scheideweg?

Trotz der erheblichen Rückschläge bleiben die SMR-Befürworter standhaft. Sie argumentieren, dass das Scheitern des NuScale-Projekts ein kommerzielles und kein technologisches Problem war und eine wertvolle, wenn auch schmerzhafte Lernerfahrung darstellt. Viele Experten sagen, dass die Welt dringend weniger CO2 produzieren muss. Wir brauchen deshalb eine Energie, die immer da ist – Tag und Nacht und bei jedem Wetter. Diese „saubere“ Energie ist absolut notwendig. Heute schaffen das nur zwei Technologien: die Atomenergie und Energie aus Kohle oder Gas, bei der man das CO2 auffängt (abscheidet). Für sie sind die hohen Anfangskosten eine notwendige Investition, um ein entscheidendes Werkzeug im Kampf gegen den Klimawandel freizuschalten.

Der Traum von einer Flotte kleiner, modularer Atomreaktoren, die die Umstellung auf saubere Energie vorantreiben, ist nicht gestorben, wurde aber durch die strengen Gesetze der Wirtschaft gebremst.

Der anfängliche Hype ist mit der enormen finanziellen und logistischen Tragweite des Baus von Atomkraftwerken kollidiert – egal, wie groß sie sind. Die Zukunft der SMR-Branche hängt nun weniger von innovativer Reaktorphysik ab, sondern vielmehr von der weitaus schwierigeren Aufgabe, zu beweisen, dass sie zuverlässig Energie zu einem Preis liefern kann, den der Markt zu zahlen bereit ist.

Ohne eine klare und überzeugende Antwort läuft diese nächste Generation der Atomtechnologie Gefahr, dauerhaft im Forschungslabor zu bleiben, statt ein Grundpfeiler der weltweiten Energiezukunft zu werden.

🥶 Kommentar: Für die Kredite verlangt die Atomindustrie bis 2050 fünf Billionen US-Dollar von den Banken. Wer bezahlt das? Wir Verbraucher, wir Steuerzahler, wir Stromverbraucher. Dazu kommen noch die weltweiten Subventionen der Länder, die Atomkraftwerke und SMR (kleine AKW) bauen wollen.

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7. Februar in Düren: Mahnwache

Aus Protest gegen 152 geplante Atommüll-Transporte hat das Aktionsbündnis „STOP Westcastor“ eine weitere Mahnwache angemeldet.

Diese ist am Samstag, 7. Februar, von 11 bis 13 Uhr in Düren und findet an der Ecke Kölner Straße/Wirtelstraße statt.

Das Bündnis macht damit auf die gefährlichen Castor-Transporte aufmerksam.

Die 170 Kilometer lange Transportstrecke geht mitten durch NRW und führt über marode Brücken und mehrere Autobahnbaustellen von Jülich nach Ahaus in Westfalen.

Mahnwache bei Jülich | B56 | ´Königshäuschen´

(Beitragsbild: © iStock | Younes Kraske)

***Neuer Ort für Mahnwache***

Zwischen Jülich und Aldenhoven: B56 auf der Aachener Landstraße vor dem ehemaligen Restaurant Königshäuschen | Bushaltestelle Neubourheim

Geplant auf dem Rasthof Ruraue Ost | Richtung Düsseldorf | Dem hatte die Polizei widersprochen.

21. Februar 2026 – 14:00 bis 16:00

Das Aktionsbündnis „Stop Westcastor” plant für Samstag, 21. Februar, eine Mahnwache von 14 bis 16 Uhr auf der Aachener Landstraße Nr. 25 (B56). Mit dem Protest soll die verantwortungslose Verschiebung von 152 AVR-Castoren von Jülich nach Ahaus verdeutlicht werden. Atommüll von einem Zwischenlager ins nächste zu transportieren, löst das Atommüllproblem nicht, sondern schafft nur weitere Probleme. Castor-Transporte über marode Brücken und zahlreiche Baustellen auf der Autobahn sind ein nicht hinnehmbares Risiko!

Alle sind herzlich willkommen.

Vor Ort wird es eine kleine Volksküche geben.


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ÖPNV zur Mahnwache:

Abfahrt mit Zug ab Köln: 12:47  bis Düren (13:12), dort in die Rurtalbahn umsteigen Richtung Linnich  auf der anderen Seite des Bahnhofsgebäudes hinter dem alten Ringlokkreis, Abf. 13:21 dann bis Jülich Bahnhof (13:40) dort 13:47 in den Bus SB20 Richtung Aachen einsteigen bis Neubourheim (13:54).

(Bild: pixabay.com)

Ab Aachen Hbf 12:51 bis Düren Ankunft 13:16  – ggf. rennen,  da nur 5 Minuten bis Abfahrt der Rurtalbahn. Zur Sicherheit, weil die auch oft nicht wartet, wenn der RE1 aus Aachen Verspätung hat,  lieber 12:18 von AC fahren.

ODER von Aachen Hbf mit der Linie 11 12:24 über Bushof, haaren, Würselen, bis Alsdorf-Mariadorf (13:19) ab dort 13:28 mit der 220 bis Neubourheim,  Ankunft 13:49

(Bild: pixabay.com)

Heute, 11 Uhr: Demo Autobahn-Rasthof Bottrop-Süd

(Beitragsbild: © Berto Kemper)

„Keine Castor-Transporte von Jülich nach Ahaus ‒ hochradioaktiver Atommüll gehört nicht auf die Autobahn“

Heute startet um 11 Uhr am Autobahn-Rasthof Bottrop-Süd eine Demonstration gegen die angekündigten 152 Atommülltransporte vom Forschungszentrum Jülich ins Zwischenlager Ahaus statt. Die Demo steht unter dem Motto „Keine Castor-Transporte von Jülich nach Ahaus – hochradioaktiver Atommüll gehört nicht auf die Autobahn“. Mit der Demo erneuern die Anti-Atom-Organisationen aus dem Münsterland und dem Rheinland zusammen mit dem BUND NRW und dem Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) ihre Forderung an die NRW-Landesregierung und die Bundesregierung, auf die gefährlichen Atommülltransporte über die maroden Autobahnen und Brücken zu verzichten. Stattdessen fordern sie eine Weiterlagerung des hochradioaktiven Atommülls in Jülich bis zum Bau eines Endlagers.

Die Auftaktkundgebung findet in Bottrop-Fuhlenbrock unmittelbar neben dem Autobahn-Rasthof Bottrop-Süd an der Kreuzung Oberhausener Straße / Hanielstr. / Im Fuhlenbrock statt. Danach geht es durch das angrenzende Wohnviertel und schließlich über die Autobahnbrücken „Oberhausener Straße“ und „Fernewaldstraße“ zurück zum Ausgangspunkt. Dort wird eine Abschlusskundgebung stattfinden. Sprechen werden unter anderem Vertreter:innen des BUND NRW, des Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich sowie der BI „Kein Atommüll in Ahaus“. Auch lokale Politiker:innen aus Bottrop sowie des Bündnisses zum Erhalt des Sterkrader Waldes an der A2 in Oberhausen kommen zu Wort.

Am Donnerstag hatte das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen in einem Eilverfahren entschieden, dass die beiden Autobahnbrücken ungehindert genutzt werden können (Aktenzeichen 14 L 102/26). Aktuell klagt der BUND vor dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg gegen den Sofortvollzug der Transportgenehmigung.

„Wir freuen uns sehr, dass sich jetzt in Bottrop an der 170 Kilometer langen Autobahnstrecke zwischen Jülich und Ahaus Protest regt. Hochradioaktiver Atommüll gehört nicht auf die Autobahn und jahrelange Castor-Transporte bringen keine Lösung der Atommüllprobleme. Deshalb fordern wir erneut nachdrücklich ein politisches Umdenken, das zu einer Weiterlagerung des Atommülls in Jülich führt. Dort muss vor Ort eine angemessene Lagermöglichkeit für die nächsten Jahrzehnte geschaffen werden“, erklärten gemeinsam Marita Boslar vom Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich und Jens Dütting von der Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“.

„Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg geht davon aus, dass die CASTOR-Transporte bis zur Entscheidung des Gerichts nicht starten – jetzt wird sich zeigen, ob Politik und Behörden Recht und Sicherheit ernst nehmen. Wir demonstrieren, weil genau das nicht dem stillen Vertrauen überlassen werden darf. Hochradioaktiver Atommüll gehört nicht auf die Straße, solange Gerichte noch prüfen und Sicherheitsfragen offen sind. Unsere Präsenz hier in Bottrop ist der notwendige Druck, damit Verantwortung nicht weggeschoben wird“, erklärte Kerstin Ciesla, die stellvertretende Landesvorsitzende des BUND NRW.

2025: 50 Prozent mehr verdächtige Drohnensichtungen in NRW

Für die Anti-Atomkraft-Organisationen wird immer deutlicher, wie brisant diese Atommülltransporte tatsächlich sind: Marode Autobahnen und Brücken, schwere Unfälle, sicherheitstechnisch brisante Baustellen und allein in 2025 rund 50 Prozent mehr verdächtige Drohnensichtungen in NRW sprechen eine deutliche Sprache. Sich umfassend gegen diese realen Gefahren und Risiken zu wappnen, ist ein nahezu aussichtsloses Unterfangen. Zudem sieht es auch am Zielort Ahaus nicht besser aus, da die Genehmigung dort auch schon 2036 ausläuft. Diese Castor-Transporte sind eine Reise ohne Ziel.

Castor-Transporte sind Reise ohne Ziel

„Mit der Demo in Bottrop wollen wir sowohl die Anwohner:innen über die erheblichen Gefahren durch die Atommülltransporte informieren, aber auch auf das offensichtliche, sicherheitstechnische Nadelöhr auf der A2 aufmerksam machen. Die Großbaustelle zwischen Oberhausen und Bottrop führt zu Fahrbahnverengungen, sodass ein seitlicher Schutz der Castor-LKW nicht möglich ist. Von daher sind wir mit der Gewerkschaft der Polizei einer Meinung, dass die Castor-Pläne für die Autobahnen ‘Wahnsinn’ und eine ‘sinnlose Mammutaufgabe’ sind“, ergänzte Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

Aktuell haben die Anti-Atomkraft-Organisationen zudem an NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU), Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) sowie Innenminister Herbert Reul (CDU) geschrieben, weil sie von der NRW-Landesregierung eine neue politische Initiative zur Verhinderung der Castor-Transporte fordern. Antworten stehen noch aus. Für den 7. März bereiten die Anti-Atomkraft-Organisationen bereits die nächste Demo in Ahaus vor.

Den Aufruf für die Demo finden Sie hier:

Erfolg für Atomkraftgegner: Gericht gibt A2-Brücken frei für Demo

Erfolg für Atomkraftgegner zu Castor-Demo Bottrop am Samstag:

Verwaltungsgericht Gelsenkirchen gibt Autobahnbrücken frei

24. Januar, 11 Uhr: Demo Autobahn-Rasthof Bottrop-Süd

„Hochradioaktiver Atommüll gehört nicht auf die Autobahn“

(Beitragsbild: © pixabay.com)

Die Castor-Demo gegen 152 Atommülltransporte von Jülich nach Ahaus findet wie geplant am Samstag, 24. Januar, ab 11 Uhr statt. Sie beginnt am Autobahn-Rasthof Bottrop-Süd. Die Demonstration zieht auch über die beiden Autobahnbrücken der A2, die „Oberhausener Straße“ und die „Fernewaldstraße“ in Bottrop-Fuhlenbrock. Das hat das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen am Nachmittag in einem Eilverfahren entschieden und dem Kläger damit gegenüber der Kreispolizei Recklinghausen vollumfänglich Recht gegeben (Aktenzeichen 14 L 102/26). Das jetzt erledigte Verbot der Nutzung von Autobahnbrücken entbehrte jeder tatsächlichen Begründung.

„Wir freuen uns über den klaren Beschluss des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen. Die Entscheidung verhindert, dass schon weit im Vorfeld der geplanten 152 Autobahn-Transporte mit dem hochradioaktivem Atommüll aus Jülich das Versammlungsrecht in NRW erheblich eingeschränkt wird. Fakt ist, die Gefahren gehen von den Castor-Transporten aus – hochradioaktiver Atommüll gehört nicht auf die Autobahn! Selbst die Polizei Recklinghausen hat im Verfahren zugegeben, dass die Großbaustelle der A2 zwischen Oberhausen und Bottrop ein sicherheitstechnisches Nadelöhr ist. Die Baustelle und die maroden Autobahnen und Brücken des Landes sind für Atommülltransporte denkbar ungeeignet. Wir fordern weiterhin eine Absage der gefährlichen Castor-Transporte. Deshalb gehen wir am Samstag in Bottrop auf die Straße“, erklärte Peter Bastian vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

Die Auftaktkundgebung der Demo startet am Samstag um 11 Uhr in Bottrop-Fuhlenbrock unmittelbar neben dem Autobahn-Rasthof Bottrop-Süd an der Kreuzung Oberhausener Straße / Hanielstr. / Im Fuhlenbrock. Danach geht es durch das angrenzende Wohnviertel und schließlich über die Autobahnbrücken „Oberhausener Straße“ und „Fernewaldstraße“ zurück zum Ausgangspunkt. Dort wird eine Abschlusskundgebung stattfinden. Sprechen werden unter anderem Vertreter:innen des BUND NRW, des Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich sowie der BI „Kein Kein Atommüll in Ahaus“. Auch lokale Politiker:innen aus Bottrop sowie der Initiativen zum Erhalt des Sterkrader Waldes an der A2 in Oberhausen werden zu Wort kommen.

Aktuell haben die Anti-Atomkraft-Organisationen zudem an NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU), Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) sowie Innenminister Herbert Reul (CDU) geschrieben, weil sie von der NRW-Landesregierung eine neue politische Initiative zur Verhinderung der Castor-Transporte fordern. Antworten stehen noch aus. Der BUND NRW klagt unterdessen vor dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg gegen den Sofortvollzug der Transportgenehmigung für die 152 Castor-Behälter. Für den 7. März bereiten die Anti-Atomkraft-Organisationen bereits die nächste Demo in Ahaus vor.

Erste Pressestimmen: https://www.sueddeutsche.de/politik/verwaltungsgericht-gericht-atomkraftgegner-duerfen-ueber-a2-bruecken-ziehen-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-260122-930-583398

Atomkraftgegner klagen auf Nutzung von A2-Autobahn-Brücke

(Beitragsbild: © iStock | Lucky7trader)

  • 24. Januar, 11 Uhr: Demo Autobahn-Rasthof Bottrop-Süd
  • Atomkraftgegner klagen auf Nutzung von A2-Autobahn-Brücke
  • Eilantrag vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen
  • „Castor darf Versammlungsrecht in NRW nicht einschränken“

Im Vorfeld der für diesen Samstag, 24. Januar, ab 11 Uhr am Autobahn-Rasthof Bottrop-Süd stattfindenden Castor-Demo gegen die angekündigten 152 Atommülltransporte vom Forschungszentrum Jülich ins Zwischenlager Ahaus kommt es nun zu einem Rechtsstreit vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen. Während 90 Prozent der Demo-Route im Stadtteil Bottrop-Fuhlenbrock − von der Auftaktkundgebung an der Kreuzung Oberhausener Str./Hanielstr. durch das Wohnviertel Fuhlenbrock und zurück zum Ausgangspunkt − unstrittig sind, hat die Kreispolizei Recklinghausen die Querung der beiden Autobahnbrücken an der Oberhausener Straße und der Fernewaldstraße untersagt. Dagegen gehen die Veranstalter nunmehr mit einem Eilantrag vor, weil sie fürchten, dass die Polizei hier eine Art Castor-Sonderrecht für Versammlungen entlang der 170 Kilometer langen Transportstrecke schaffen möchte. Die Veranstalter werden vor Gericht vom Münsteraner Fachanwalt Wilhelm Achelpöhler vertreten.

„Es gibt im Versammlungsrecht keine Ausnahmen für Autobahnbrücken. Gerade im dicht besiedelten Ruhrgebiet mit seinen vielen Autobahnen würde die generelle Sperrung von Autobahnbrücken für Versammlungen bedeuten, dass Demonstrationen von einem Stadtteil in einen anderen kaum noch möglich wären. Von daher sehen wir hier einen unbegründeten und rechtswidrigen Eingriff in die Versammlungsfreiheit und begrüßen die Klage vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen. Das juristische Problem geht eindeutig über die kritisierten Castor-Transporte hinaus“, erklärte Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

Zugleich bestätigt die Polizei in ihrem Schreiben ausdrücklich, dass der Autobahn-Abschnitt der A2 zwischen Oberhausen und Bottrop durch die Großbaustelle ein besonderes Gefahrenpotenzial birgt. Die verengten Fahrbahnen machen eine seitliche Abschirmung der Castor-LKW unmöglich und dürften deshalb im Ernstfall zu einem Polizei-Großeinsatz mit zahlreichen Absperrungen rund um die Autobahn führen. „Die Gefahr geht jedoch von den völlig überflüssigen und gefährlichen Atommülltransporten aus und nicht von Demonstrant:innen, die unter intensiver Polizeibegleitung über eine Autobahnbrücke gehen. Wenn dieser Autobahnabschnitt so gefährlich ist, warum werden dort dann 152 Castor-Transporte mit hochradioaktivem Atommüll geplant? Die Konsequenz kann doch nur sein, die Quelle der Probleme zu beseitigen, und auf die Atommülltransporte von Jülich nach Ahaus zu verzichten“, ergänzte Jens Dütting von der Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“.

Die Anwohner:innen entlang der Autobahnen wurden bislang weder von der Bundes- noch der Landesregierung oder der Polizei unterrichtet. Die Proteste dienen also auch der öffentlichen Information über die erheblichen Unfall- und Sicherheitsgefahren der LKW-Atommülltransporte. Die Gewerkschaft der Polizei spricht angesichts der „sinnlosen Mammutaufgabe“ seit Monaten von „Wahnsinn“. Denn das Zwischenlager Ahaus ist neben Gorleben das älteste in Deutschland und bietet keine Dauerlösung. 2036 läuft auch in Ahaus die Genehmigung aus. Ein sicheres Endlager wird es auf Jahrzehnte nicht geben. In dieser Situation machen Atommülltransporte von einem Zwischenlager in ein anderes keinen Sinn. Sie sorgen angesichts von maroden Autobahnen und Brücken, von Drohnen und der Gefahr schwerer Unfälle nur für neue, unkalkulierbare Risiken.

Aktuell haben die Anti-Atomkraft-Organisationen an NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU), Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) sowie Innenminister Herbert Reul (CDU) geschrieben, weil sie von der NRW-Landesregierung eine neue politische Initiative zur Verhinderung der Castor-Transporte fordern. Antworten stehen noch aus. Der BUND NRW klagt unterdessen vor dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg gegen den Sofortvollzug der Transportgenehmigung für die 152 Castor-Behälter. Für den 7. März bereiten die Anti-Atomkraft-Organisationen bereits die nächste Demo in Ahaus vor.

Castor-Briefe an Wüst, Neubaur und Reul

(Beitragsbild: pixabay.com)

Anti-Atom-Organisationen schreiben NRW-Landesregierung: Castor-Briefe an Wüst, Neubaur und Reul

  • „NRW-Landesregierung soll politisches Zeitfenster nutzen“
  • 24. Januar , 11 Uhr: Demo Autobahn-Rasthof Bottrop-Süd
  • „Hochradioaktiver Atommüll gehört nicht auf die Autobahn“

Mit Schreiben an NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU), Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) sowie Innenminister Herbert Reul (CDU) versuchen die Anti-Atomkraft-Initiativen im Münsterland und Jülich sowie der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) neuen Schwung in die politische Castor-Debatte zu bringen. Es geht um die 152 Castor-Behälter mit rund 300 000 hochradioaktiven Brennelementekugeln, die vom Forschungszentrum Jülich in einem mehrjährigen Kraftakt über die Autobahn ins Zwischenlager Ahaus gebracht werden sollen.

Die Anti-Atom-Organisationen fordern von Wüst und Neubaur eine Einladung an die Bundesregierung zu Last-Minute-Gesprächen, um die Weiterlagerung des Jülicher Atommülls vor Ort zu ermöglichen. Zugleich laden sie die beiden Spitzenpolitiker:innen erneut ein, sich in Ahaus der Diskussion mit der Bevölkerung zu stellen. Von Innenminister Reul wollen die Organisationen wissen, ob seine schriftliche Zusage von Ende November 2025 weiterhin gilt, dass er zunächst den Ausgang des juristischen Streits um den Sofortvollzug der Transportgenehmigung für die Castoren vor dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg abwarten wird, bevor ein erster Atommüll-Transport starten kann.

Zugleich rufen die Organisationen zusammen mit dem BUND NRW und weiteren Initiativen für jetzt Samstag, 24. Januar, um 11 Uhr zu einer Demonstration am Autobahn-Rasthof Bottrop-Süd an der Castor-Autobahn A2 auf. Die Demo beginnt mit einer Kundgebung an der Kreuzung Oberhausener Straße / Hanielstr. / Im Fuhlenbrock und wird durch den Stadtteil Bottrop-Fuhlenbrock führen, um die Anwohner:innen zu informieren. Die Demo steht unter dem Motto „Castor-Lawine Jülich−Ahaus stoppen – hochradioaktiver Atommüll gehört nicht auf die Autobahn“.

Der Autobahn-Abschnitt der A2 zwischen Oberhausen und Bottrop liegt auf halbem Weg der 170 Kilometer langen Strecke zwischen Jülich und Ahaus und ist durch eine Großbaustelle ein offensichtliches, sicherheitstechnisches Nadelöhr. Die verengten Fahrbahnen machen eine seitliche Abschirmung der Castor-LKW unmöglich und dürften deshalb im Ernstfall zu einem Polizei-Großeinsatz mit zahlreichen Absperrungen führen.

„Hochradioaktiver Atommüll gehört nicht auf die Autobahn. Deshalb werden wir in Bottrop unseren Protest öffentlich sehr deutlich machen – wir fordern weiterhin eine politische Lösung zwischen Bundes- und Landesregierung, die eine möglichst sichere Weiterlagerung des Atommülls in Jülich ermöglicht. Aus diesem Grund haben wir der NRW-Landesregierung jetzt noch einmal geschrieben“, erklärten Marita Boslar vom Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich und Jens Dütting von der Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ gemeinsam.

Die Anwohner:innen entlang der Autobahnen wurden bislang weder von der Bundes- noch der Landesregierung oder der Polizei unterrichtet. Die Proteste dienen also auch der öffentlichen Information über die erheblichen Unfall- und Sicherheitsgefahren der LKW-Atommülltransporte. Die Gewerkschaft der Polizei spricht angesichts der „sinnlosen Mammutaufgabe“ seit Monaten von „Wahnsinn“. Denn auch das Zwischenlager Ahaus ist neben Gorleben das älteste in Deutschland und bietet keine Dauerlösung. 2036 läuft auch in Ahaus die Genehmigung aus. Ein sicheres Endlager wird es auf Jahrzehnte nicht geben. In dieser Situation machen Atommülltransporte von einem Zwischenlager in ein anderes keinen Sinn. Sie sorgen angesichts von maroden Autobahnen und Brücken, von Drohnen und der Gefahr schwerer Unfälle nur für neue, unkalkulierbare Risiken.

„Wer in diesen unsicheren Zeiten auf die Idee kommt, dutzende Male hochradioaktiven Atommüll in riesigen Polizei-Konvois über die ohnehin überlasteten NRW-Autobahnen zu schicken, handelt unverantwortlich. Es ist absolut unverständlich, warum von der NRW-Landesregierung so wenig zu hören ist. Wenn NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst wirklich auf jeden Castor gut verzichten kann, wie er letzten Sommer gesagt hat, dann muss er jetzt endlich die Initiative ergreifen, um die hochriskante Atommüll-Lawine für NRW zu verhindern. Die BUND-Beschwerde vor dem OVG Berlin-Brandenburg bietet ein politisches Zeitfenster“, ergänzte Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

Die beiden Briefe an die NRW-Landesregierung finden Sie unter diesen beiden Links: