Schienentransport nach Biblis

Ziel Standortlager im Atomkraftwerk

Zug ist am 3. November um 19.40 Uhr gestartet

Die Castoren sind vom Schiff auf die Bahn verladen und der Schienentransport über mehr als 580 Bahnkilometer hat begonnen. Offensichtlich scheuen die Verantwortlichen das Tageslicht, doch das Bündnis „Castoren stoppen“ ruft auch nach Einbruch der Dunkelheit dazu auf, gegen diese unverantwortliche Atompolitik überall öffentlich zu protestieren. Deshalb rasch zu den bereits angemeldeten Mahnwachen an den möglichen Transportrouten und nach Biblis kommen! Es gibt Protest-Mahnwachen unter anderem in Oldenburg, Bremen (seit 15.30 Uhr wieder auf dem Bahnhofsvorplatz), Nienburg, Lingen, Münster, Göttingen (ab 2 Stunden nach Abfahrt des Zuges in Nordenham), Köln, und Biblis*.

Alle Infos auf www.castor-stoppen.de

*Es gibt Kundgebungen und eine Demonstration in Biblis unter Einhaltung der Corona-Regeln.

Unabhängig vom Zeitpunkt der Zugabfahrt hatte das Bündnis am 3. November für 17 Uhr zur Demonstration in Biblis aufgerufen! Treffpunkt Mahnwache Bahnhof

In Biblis findet dauerhaft eine Protest-Mahnwache direkt am Bahnhof, am Rübgarten statt. Ggfs. wird je nach Abfahrtszeitpunkt des Zuges aus Nordenham auch in Biblis erneut demonstriert!

„Wir haben Info-Zelte und eine kleine Versorgungsstruktur. Zieht euch wetterfest an und bringt eure Maske mit.“

Der hochradioaktive Transport mit den sechs Castoren soll als „Geheimzug“ durch ganz Deutschland fahren. Es gibt vorab keine Informationen an die Zuständigen für den Katastrophenschutz im Falle eines Unfalls. Es gibt keine Informationen an Reisende in den Bahnhöfen dass ein radioaktive beladener Zug durchfährt. Ein unverantwortliches Vorgehen.

„Der hoch-radioaktive Atommüll wird nicht nur als unsichtbares Geisterschiff durch die Deutsche Bucht geschifft, sondern jetzt auch ohne vorherige Information an betroffene Bahnreisende und Anwohner*innen der Transportstrecke auf seine gefährliche Reise geschickt“, mahnt Herbert Würth vom Bündnis „Castor stoppen“. „Diese fossile Atompolitik à la ,aus den Augen aus dem Sinn‘ muss endlich beendet werden“.

Trotz des verhängten Corona-Lockdowns findet diese unsinnige Atommüll-Verschiebung statt. Der Termin wurde politisch bestimmt und festgelegt. Nur fadenscheinig wird auf „völkerrechtliche Verträge“ verwiesen. Die Plutoniumfabriken in Sellafield und La Hague dienen dem unsinnigen Weiterbetrieb der Atomkraftwerke und der Produktion von nuklearen Waffen.

Es gibt bis heute kein Konzept für die Langzeitlagerung von Atommüll. Diese Suche steht erneut erst am Anfang. Jetzt werden die Standort-Zwischenlager (zum Beispiel in Biblis) zu unsicheren Langzeitlagern, weit über den Zeitraum der bestehenden Genehmigungen hinaus. Und immer noch produzieren in Deutschland 6 Atomkraftwerke weiteren Atommüll, werden Brennelemente in Lingen gefertigt und Uran in Gronau angereichert. Atomkraft verhindert die Energiewende!

– es gibt kein vertretbares Konzept für den vorhandenen Atommüll

– die Energiewende wird mit Ausbremsregelungen sabotiert

– Atomenergie ist kein Beitrag gegen die Klimakatastrophe

Alle zusammen für die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen! Aktuelle Informationen, sowie der Standort des Atomtransportes auf: www.castor-stoppen.de

Quelle: Pressemitteilung Bündnis „Castor stoppen“

Protest nimmt zu: CASTOR von Nordenham nach Biblis

(Beitragsbild: pixabay.com)

Protest gegen CASTOR von Nordenham nach Biblis nimmt zu

Bündnis CASTOR-stoppen

Das Protestbündnis „CASTOR stoppen“, ein bundesweiter Zusammenschluss von Anti-Atom- und Klimagruppen fordert weiterhin die Absage des für Anfang November geplanten Transports.

„Atommüll von einem ungeeigneten Ort an einen anderen ungeeigneten Ort zu verschieben, ist unabhängig von erklärten Pandemielagen nicht nur unnötig, sondern falsch!“, stellt Silke Westphal von der AG Schacht KONRAD e.V. fest.

Die Atomkraftgegner*innen bemängeln an dem geplanten Zielort, dem Standortzwischenlager Biblis, unter anderem die fehlenden Möglichkeiten zur Nachbesserung oder Reparatur der CASTOR-Behälter.

Sollte im Laufe der Jahre eine Undichtigkeit auftreten, gibt es vor Ort keine andere Möglichkeit, als einen weiteren Deckel aufzuschweißen. Dies würde aber künftig einen Weitertransport verhindern.

„Das Zwischenlager Biblis ist eine atompolitische Sackgasse ohne Wendehammer!“ kritisiert Herbert Würth vom Aktionsbündnis Castorwiderstand Neckarwestheim.

Die Bundesregierung hat nach wie vor kein Konzept für die Lagerung von Atommüll, Gorleben hat sich als ungeeignet erwiesen und die neue Suche steht erst ganz am Anfang. Es wird mehr als ein halbes Jahrhundert dauern, bis wir vielleicht einen geeigneten Ort gefunden haben. In der Zwischenzeit werden die CASTOR-Behälter das für sie ursprünglich ausgelegte Alter von 30 Jahren weit überschritten haben, die Genehmigungen für die CASTOR-Hallen laufen bereits ab 2034 aus. Die Atommüllfrage ist also für Jahrzehnte in der Zukunft völlig ungeklärt, während in den sechs noch laufenden Atomkraftwerken und den Uran- und Brennelementefabriken Gronau und Lingen unaufhörlich weiterer Atommüll produziert wird.

– es gibt kein vertretbares Konzept für den vorhandenen Atommüll – die Energiewende wird mit Ausbremsregelungen sabotiert

– Atomenergie ist kein Beitrag gegen die Klimakatastrophe Wir rufen zum Protest gegen diese sinnlose Atommüll-Verschiebung auf.

Protest-Infopunkte sind die Mahnwachen in Nordenham, Bremen, Oldenburg, Köln, Göttingen und Biblis.

Alle aktuellen Informationen auf unserer Homepage: www.castor-stoppen.de

(Quelle: Pressemitteilung „Castor stoppen“)

Bisher geplante Aktionen:

Nordenham: „TAG X“ (bei Ankunft des Schiffes in Nordenham) 15.00 Uhr Demo und Kundgebung in Nordenham. Treffpunkt Bahnhofsvorplatz ab circa 15.45 Uhr Demo durch Nordenham ab circa 16.30 Uhr Mahnwache beim Bahnübergang Großensiel (Großensieler Straße).

Oldenburg: vom 1.November bis 3. November Mahnwache im Uni/Campus Haarentor im Uhlhornsweg (unter dem Durchgang Mensa zur Bibliothek).

Bremen: Am „Tag X“ ab 6:00 Uhr beziehungsweise ab Ankunft Schiff in Nordenham Mahnwache vor dem Hauptbahnhof (bringt Fahrräder und Transparente mit!) Am „Tag X“ ist der Info-Laden in der St.-Pauli-Str. 12 ab 16 Uhr geöffnet.

Göttingen: Mahnwache am Hauptbahnhof

Freitag, 30. Oktover von 15 – 17 Uhr

Samstag, 31. Oktober von 15 – 17 Uhr jeweils neueste Infos zum Transporte Sonntag, 1. November ab 19 Uhr „Jetzt wird‘s heiß“ Mahnwache mit Feuertonne bis Transport GÖ erreicht.

Köln: Mahnwache am Ensener Weg 7 / Köln-Gremberghoven 25.Oktober bis 10. November (die Mahnwache wird anfänglich nur sporadisch besetzt sein – Anfang November bis 6 November stärker, je nach Transportlage. Besser vorher Nachfragen bitte unter Kontakt: 0221-30 28 43 70.

Biblis ab Abfahrt CASTOR-Zug in Nordenham Mahnwache in Biblis am Bahnhof (im Rübgarten) aktuelle CASTOR-Informationen, Kundgebungen und Demonstration in Biblis Infotisch, Zelt, Bühne mit Musik, Trinken und Essen, Toiletten (bitte bringt aus Corona-Schutzgründen folgendes mit: Becher, Löffel und Maske) – Unterkünfte organisierbar.

Hintergrundpapier zu den CASTOR-Transporten unter Materialien: http:// castor-stoppen.de

Infopapier zu den Standort-Zwischenlagern: http://www.atommuellkonferenz.de/wp-content/uploads/Positionspapier_Zwischenlagerung_hoch_radioaktiver_Abfaelle.pdf

Alle zusammen für die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen!

Stromversorgung in Belgien auch ohne umstrittene Reaktoren Doel 1 und 2 gewährleistet

Umweltinstitut München | Gemeinsame Pressemitteilung vom 13. Oktober 2020  


Die Sicherheit der Stromversorgung in Belgien wäre durch eine sofortige Abschaltung der Atomreaktoren Doel 1 und 2 nicht beeinträchtigt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des Umweltinstitut München. Unter Beibehaltung der bisherigen Importstromkapazitäten ist sogar ein vollständiger Atomausstieg Belgiens machbar.

„Die sofortige Abschaltung der Reaktoren Doel 1 und 2 würde die Versorgungssicherheit in Belgien nicht negativ beeinträchtigen“, stellt die Autorin des Papiers, Anika Limbach, fest. „Ein Kapazitätszuwachs grundlastfähiger Leistung innerhalb der letzten vier Jahre – insbesondere von Gaskraftwerken – gleicht den Wegfall der beiden Meiler mehr als aus.“

Die Atomreaktoren im belgischen Doel sind hoch umstritten. Mit Brennstoff versorgt werden sie seit jeher aus der Atomfabrik im niedersächsischen Lingen. Gegen den Brennelemente-Export nach Doel 1 und 2 ist derzeit die Klage eines Aachner Bürgers anhängig. Der Betrieb dieser Meiler ist insbesondere aufgrund altersbedingter Sicherheitsdefizite in hohem Maße risikobehaftet. Aus Sicht des Betreibers Engie Electrabel ist ein Weiterbetrieb jedoch für die Sicherheit der Stromversorgung Belgiens unverzichtbar – und dies, obwohl Doel 1 und 2 seit 2018 zweimal für jeweils rund 8 Monate zeitgleich stillstanden.

„Noch vor wenigen Jahren ließ vor allem eine angespannte Situation auf dem belgischen Strommarkt einen Atomausstieg in Belgien unmöglich erscheinen. Doch die Rahmenbedingungen haben sich verändert“, so Limbach weiter. „Anhand einer aktuellen Leistungsbilanz des belgischen Stromsektors wird deutlich, dass heute sogar ein vollständiger Atomausstieg unter Beibehaltung der jetzigen Importstromkapazitäten möglich wäre.“

Im Falle eines Super-GAUs im belgischen Atomkraftwerk Doel wären Menschen in ganz Europa betroffen. Doch die Atommeiler gefährden nicht mehr nur die Bevölkerung, sondern sie belasten auch das Stromsystem selbst.

„Die belgischen Atommeiler sind inzwischen so unzuverlässig geworden, dass sie die Versorgungssicherheit gefährden“, stellt Philip Bedall, Referent für Atompolitik am Umweltinstitut München fest. „Ungeplante Ausfälle sind eine hohe Belastung für das belgische Stromsystem. Ein Atomausstieg schafft mehr Stabilität im Stromsektor und Freiraum für den Ausbau der Erneuerbaren.“

Hintergrund

„Zur Sicherheit der Stromversorgung in Belgien – aktuelle Situation und Entwicklung“, Factsheet des Umweltinstitut München, Oktober 2020

CASTOR-Transport aus Sellafield nach Biblis

Pressemitteilung

Bündnis CASTOR-stoppen

www.castor-stoppen.de

CASTOR-Transport aus Sellafield nach Biblis vom 1. November bis 4. November

Dieser ursprünglich für Anfang April geplante Transport mit hochradioaktiven Brennelementen wurde am 12. März durch Bundesinnenminister Seehofer “mit sofortiger Wirkung suspendiert”. Der Einsatz von 6.000 Bundespolizisten wäre wegen der damaligen Ausbreitung des Corona-Virus “nicht zu verantworten”.

Jetzt soll der CASTOR-Transport trotz der aktuell weit höheren und ansteigenden Corona-Zahlen im Zeitraum vom 26. Oktober bis zum 4. November durchgeführt werden. Zuerst ab dem 26. Oktober als Schiffstransport von Sellafield nach Nordenham bei Bremerhaven. Dann als Schienentransport im Zeitfenster vom 1. November bis 4. November von Nordenham nach Biblis.

Geplante Bahn-Strecke über Bremen, Hannover, Göttingen, Fulda, Frankfurt, Darmstadt ins hessische Atomkraftwerk Biblis Wieder soll Atommüll konzeptlos von einem Ort zum anderen verschoben werden. Erstmals seit 2011 kommen neue CASTOR-Transporte aus den Plutoniumfabriken La Hague (F) und Sellafield (GB). Die CASTOR-Zwischenlager sind und werden zu unsicheren Langzeitlagern, ein sinnvolles Konzept für eine Langzeitlagerung fehlt. Jeder unnötige Transport ist ein zusätzliches radioaktives Risiko, deshalb lehnen wir diese CASTOR-Atommüllverschiebungen ab.

Deshalb hat sich 2019 das bundesweites Protestbündnis CASTOR-stoppen gegen diese unnötigen und sinnlosen Atommüllverschiebungen gegründet. Das Bündnis besteht aus Gruppen der Anti-AKW-Bewegung und aus Klimagruppen. Wir mobilisieren unter dem Motto: Atomausstieg sofort und weitere Energiewende jetzt – es ist noch lange nicht vorbei!

– es gibt kein vertretbares Konzept für den vorhandenen Atommüll – die Energiewende wird mit Ausbremsregelungen sabotiert

– Atomenergie ist kein Beitrag gegen die Klimakatastrophe

Im Zentrum unserer Kritik gegen den kommenden Transport stehen die Mängel an den Zwischenlagern, wie am AKW Biblis. Keine der Zwischenlager-Hallen verfügt über Einrichtungen, die bei einer Beschädigung der CASTOR-Behälter (zum Beispiel altersbedingte Undichtigkeiten) zur Reparatur genutzt werden könnten. Es ist schlichtweg verantwortungslos den Atommüll dorthin zu fahren, da eine Langzeitlagerung und Reparatur dort nicht stattfinden kann. Den Transport jetzt mitten in einer ansteigenden Pandemielage durchzuführen, wertet das Bündnis als weiteres Zeichen der Verantwortungslosigkeit der zuständigen Behörden und Ministerien.

Wir rufen zum Protest gegen diese sinnlose Atommüll-Verschiebung auf. Protest-Infopunkte sind die Mahnwachen in Nordenham, Bremen, Oldenburg, Hannover, Göttingen und Biblis. Alle aktuellen Informationen auf unserer Homepage: www.castor-stoppen.de

Hintergrundpapier zu den CASTOR-Transporten unter Materialien: http:// castor-stoppen.de Infopapier zu den Standort-Zwischenlagern: http://www.atommuellkonferenz.de/wp-content/uploads/Positionspapier_Zwischenlagerung_hoch_radioaktiver_Abfaelle.pdf

Bündnis CASTOR-stoppen http://www.castor-stoppen.de

Kein Grad weiter – heißt keinen Meter weiter für die Kohlebagger!

Kommt zur Demo am Samstag, 26. September 2020, um 12 Uhr in Hochneukirch am Tagebau-Garzweiler II.

Ein Kohleausstieg 2038 ist zu spät! Achtzehn weitere Jahre Kohleabbau sind eine massive Gefahr – für die Dörfer am Garzweiler-Tagebau und
Lebensgrundlagen weltweit.

Am 26. September 2020 gehen „Fridays for Future“ und „Alle Dörfer bleiben“ auf die Straße, um unsere Solidarität mit Ende Gelände und den Anti-Kohle-Kidz auszudrücken und als eine vereinte Klimagerechtigkeitsbewegung zu zeigen:

ES REICHT! Es muss SOFORT Schluss sein mit den veralteten Methoden der Energiegewinnung durch Braunkohle und Co, um die schlimmsten Folgen des Klimawandels noch abwenden zu können.

Die Demo startet um 12 Uhr am Marktplatz in Hochneukirch, gut erreichbar mit dem ÖPNV, und wird später an der Grube vorbeigehen, von wo aus wir direkten Blick auf den Ort der Zerstörung und der Klima-Ungerechtigkeit bekommen.

Für die Dörfer kämpfen heißt für globale Klimagerechtigkeit kämpfen!

Quelle: Ende Gelände

Vorfahrt für die Energiewende!

(Beitragsbild: pixabay.com)

Replik auf Dr. Rainer Moormann und Dr. Anna Veronika Wendland

Text von Dr. Alex Rosen (Co-Vorsitzender der IPPNW)

Es ist ein Kennzeichen guter Wissenschaft, unter dem Eindruck neuer Erkenntnisse Entscheidungen der Vergangenheit auf den Prüfstand zu stellen. Es gibt jedoch Diskurse, die so umfassend abgeschlossen wurden, dass man sie nicht alle paar Jahre wieder führen muss.

Ende 2022 wird in Deutschland der letzte Atomreaktor vom Netz genommen. Gleichzeitig hat die Bundesregierung nun den Ausstieg aus der Kohleverstromung beschlossen. Leider viel zu zögerlich, denn es braucht zügige Maßnahmen, um zumindest die schlimmsten Szenarien der Klimakatastrophe noch aufhalten zu können. Die Wucht, mit der sich unser Ökosystem in den kommenden Jahren verändern wird, ist selbst für sonst nüchterne Wissenschaftler beängstigend. So war es nur eine Frage der Zeit, bis die Atomindustrie erneut nach einem Ausstieg aus dem Ausstieg ruft. Nun da Wind- und Solarkraft die Kilowattstunde deutlich günstiger produzieren können als Atommeiler und das alte Kostenargument nicht mehr zieht, muss plötzlich das Klima als Begründung herhalten.

Der deutsche Atomausstieg hat einen jahrzehntelangen gesellschaftlichen Großkonflikt befriedet. Um diesen Konsens in Frage zu stellen, bedürfte es wesentlicher neuer Erkenntnisse. Doch die gibt es nicht. Es existieren keine belastbaren Studien, die zeigen, dass sich ein Festhalten an der Atomenergie für Klima und Umwelt lohnen würde. Atomenergie ist nicht skalierbar und weiterhin ein exklusives Projekt weniger Staaten. Nur rund 5% der weltweiten Energieproduktion wird durch Atomkraft gedeckt. 85% aller Staaten haben weder Atomenergie noch die finanziellen oder technischen Voraussetzungen dafür. Für eine globale Energiestrategie ist sie daher völlig ungeeignet.

Quelle: https://www.ippnw.de/atomenergie/artikel/de/vorfahrt-fuer-die-energiewende.html

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„Ob zivil ob militärisch – gegen die Atomkraft wehr’di(s)ch!“

(Karte aus OpenStreetmap.org)

Fahraddemo um das Forschungszentrum in Jülich

11 Uhr: Auftakt Kuba | Bahnhof Jülich

12 Uhr: Start der Fahrraddemo

14 Uhr: Abschlusskundgebung ETC

Samstag, den 29. August 2020

Redebeiträge und Musik zum Auftakt, Zwischenkundgebung Forschungszentrum und Abschluss am ETC

Zum Antikriegstag, 1.September 2020, dem Jahrestag des Beginns des 2.Weltkrieges mahnen wir ein entschlossenes Vorgehen an gegen die gegenwärtigen Spiele mit dem Feuer, die die Nato mit ihrem (wegen der Coronakrise nur verschoben) „Defender“-Manöver direkt an der russischen Grenze und der Erneuerung ihres Atombombenarsenales betreibt.

Und wir treten für gemeinsames Handeln der Friedens, der Anti-AKW- und der Klimabewegung ein: Das Militär ist der größte Klimasünder.

Ohne die Atombombe, die in den 1940er Jahren, die USA als erste bauten, weil sie glaubten, die Nazis hätten sie schon bald, gäbe es keine zivile Atomenergienutzung. Den damaligen Energieversorgungsunternehmen wurde diese als Nebenprodukt der Bombenentwicklung staatlicherseits aufgedrängt, selbst in der BRD, obwohl die offiziell keine Atombombe haben durfte.

Leider fiel auch ein Teil der frühen Antikriegsbewegung auf die heuchlerische Parole „Atome für den Frieden“ herein.