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Protestaktion „UNIque PERformance of Destruction“ vor der Uniper-Zentrale Düsseldorf

(Beitragsgrafik: pixabay.com)

Zur morgigen Jahreshauptversammlung des Uniper-Konzerns am 18. Mai 2022 fordern Umweltgruppen und Menschenrechtsaktivist*innen von Uniper ein Ende des zerstörerischen Geschäftsmodells. Die Protestaktion beginnt um 9 Uhr.

Trotz der fortschreitenden Klimakatastrophe, dem völkerrechtswidrigen Krieg Russlands gegen die Ukraine und Menschenrechtsverletzungen beim Kohleabbau in Kolumbien und anderen Ländern hält Uniper an seiner fossilen Strategie fest. 
Die Umweltgruppen fordern einen sofortigen Stopp des Imports von Gas und Kohle aus Russland. Außerdem wird Uniper aufgefordert, russische Kohle nicht einfach durch noch mehr Importe aus Ländern wie Kolumbien oder Südafrika zu ersetzen, da der Kohlebergbau auch dort zu Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung führt. Zugleich verlangen sie das Aus für das klimapolitisch und juristisch seit Jahren heftig umstrittene Kohlekraftwerk Datteln 4. Sie wenden sich gegen den Neubau von LNG-Terminals, da gefracktes Gas unter anderem eine ähnliche katastrophale Klimabilanz wie Braunkohle hat.

Um der Forderung Nachdruck zu verleihen, rufen sie am Mittwoch, dem 18. Mai 2022 von 9 bis 11 Uhr zu einem kreativen Protest vor der Uniper-Zentrale, Holzstraße 6, 40221 Düsseldorf, auf. 
Mit weißen Anzügen, Bildern, Bannern und Plakaten werden die Auswirkungen des zerstörerischen Geschäftsmodells deutlich gemacht.

Statements von Betroffenen und den unterstützenden Gruppen:

Juan Pablo Gutiérrez/Aktivist aus Kolumbien: 
„Uniper möchte russische Kohle durch Kohle aus Kolumbien ersetzen. Schon seit jeher beruht das Geschäftsmodell des Konzerns in Kolumbien auf der fortgesetzten Kolonialisierung indigener Völker durch die rücksichtslose Förderung des Kohleabbaus, der eine Spur von Blut und Zerstörung hinterlässt. Uniper ist verantwortlich für die Zerstörung von Flüssen, Wüsten und indigenen Völkern, mit anderen Worten für das Leben selbst.“

Europe Beyond Coal: „Unipers fossiles Geschäftsmodell sabotiert die im Licht des russischen Angriffskriegs angestoßene Beschleunigung der Energiewende in Deutschland und Europa. Die einzige Möglichkeit die Klimakrise aufzuhalten, die Energiepreiskrise zu bewältigen und den russischen Angriffskrieg zu stoppen, besteht darin, Investitionen in fossile Infrastruktur einzustellen und massiv in erneuerbare Energien und Energieeffizienz zu investieren.Unipers Klage gegen den niederländischen Kohleausstieg 2030 unter dem Energiecharta-Vertrag zeigt, dass das Unternehmen weiterhin auf sein fossiles Geschäftsmodell setzt anstatt sich glaubhaft zukunftsfähig aufzustellen. Wir fordern die Geschäftsführung von Uniper auf,  die Klage zurückzuziehen und die europäische Energiewende voranzubringen.“

Andy Gheorghiu, Mitbegründer des Klimabündnisses gegen LNG:
„Importe von Flüssigerdgas (LNG) sind keine Lösung angesichts der aktuellen Energie- und Klimakrise. Mögliche Lieferquellen wären a) gefracktes US-Gas, das signifikant zur globalen Erwärmung beiträgt und in den Fördergebieten mit immensen Umweltauswirkungen und Gesundheitsschäden (insbesondere für Frauen und Kinder) einhergeht; b) Katar, das mit einer mehr als dürftigen Menschenrechtsbilanz aufwarten kann und ohnehin gerne LNG-Knebelverträge von mindestens 20 Jahren bevorzugt oder c) – so unglaublich das klingt – Russland, welches zu den Top 3 LNG Exporteuren in die EU gehört. Uniper hat vor kurzem zusätzliche LNG-Kapazitäten am im Ausbau befindlichen Gate Rotterdam LNG Terminal, das verstärkt russisches Gas importiert, gebucht. Hier in Deutschland wird auch durch Uniper suggeriert, dass uns LNG-Terminals unabhängig von Putins Regime machen werden. Diese Irreführung der Öffentlichkeit muss aufhören!“

Dachverband Kritische Aktionärinnen und Aktionäre: 
„Der schnelle Wertverlust der Uniper-Aktie und die massiv gekürzte Dividende zeigen, wie riskant und kurzsichtig das Festhalten an fossilen Energien, vor allem an russischem Erdgas, ist. Nach massiven Verlusten aus dem Russlandgeschäft und dem Desaster um Nord Stream 2 bleibt Uniper bei einem ‚Weiter so‘ – nur mit anderen, nicht weniger riskanten und klimaschädlichen Geschäften mit Kohle und Gas. Statt radikalem Kurswechsel hin zu erneuerbaren Energien bleibt Uniper die fossile Bad Bank ohne zukunftssicheres, geschweige denn klimagerechtes Geschäftsmodell. Uniper riskiert damit nicht nur die eigenen Klimaziele, sondern torpediert die dringend nötige Energiewende.“

Netzwerk „Datteln 4 stoppen wir:
„Das Steinkohlekraftwerk Datteln 4 soll nun statt mit dreckiger Kriegskohle aus Russland unter anderem mit Blutkohle aus Kolumbien befeuert werden. Damit sind Naturzerstörung und Menschenrechtsverletzungen verbunden. Dies ist umso unerträglicher, da Datteln 4 vom OVG Münster im August letzten Jahres zum Schwarzbau erklärt wurde. Es hätte nicht an diesem Standort gebaut werden dürfen. Weitere Schäden am Klima, an der umgebenden Natur und für die Anwohner*innen sind nicht mehr hinnehmbar. Uniper muss nun endlich dieses Urteil akzeptieren, Datteln 4 sofort abschalten und massiv in Erneuerbare investieren statt Aktionär:innen Dividenden zu zahlen. Wir erwarten, dass die neue Landesregierung schnell das OVG-Urteil umsetzt und die Bezirksregierung anweist, die Betriebsgenehmigung für Datteln 4 zurückzunehmen.“

Links
Aktueller Gegenantrag: https://www.kritischeaktionaere.de/uniper/trotz-ukrainekrieg-weiterhin-geschaefte-mit-russland-unsere-gegenantraege/

Die beteiligten Umweltgruppen und Menschenrechtsaktivist*innen sind:
Netzwerk „Datteln 4 stoppen wir“, urgewald, Fridays for Future Düsseldorf, attac Düsseldorf, Europe Beyond Coal, SOFA Münster, „Stop Westcastor“ Jülich und der Dachverband Kritische Aktionärinnen und Aktionäre.

(Quelle: Pressemitteilung)

„Kreuzweg für die Schöpfung“ erreicht Ziel: Grubenrand in Garzweiler

Heute (1. August) erreicht der „Kreuzweg für die Schöpfung“ von Gorleben nach Garzweiler nach 29 Tagen und circa 500 Kilometer seinen Endpunkt in den bedrohten Dörfern Keyenberg und Lützerath am Braunkohletagebau Garzweiler. Das vom Gorlebener Gebet gestiftete gelbe Kreuz wird im Lützerath am Standort der ehemaligen „Eibenkapelle“ aufgestellt, das noch in kirchlichem Besitz ist.

„Noch haben wir die Möglichkeit zu handeln. Dieses Kreuz stellen wir als Symbol der Hoffnung gegen die Zerstörung der Schöpfung auf, die kaum irgendwo greifbarer ist als an diesem gigantischen Loch“, so die Theologin Cornelia Senne von der Initiative „Die Kirche(n) im Dorf lassen“ und Mitorganisatorin des Kreuzweges.

Rund 100 Menschen kamen am Nachmittag in Keyenberg an und wurden dort vom Diözesanrat Aachen, dem Bündnis „Alle Dörfer bleiben“ und weiteren lokalen Initiativen empfangen. Gemeinsam ging es anschließend nach Lützerath, parallel zur zerstörten Landstraße L277. Dort wurden die PilgerInnen vom traditionsreichen Aachener Friedenskreuz erwartet. Beim Gottesdienst zu Kreuzaufrichtung sprachen unter anderem der katholische Regionaldekan Markus Bruns, der evangelische Superintendent Jens Sannig, Pfarrer Manfred Esmajor sowie Elisabeth Hafner-Reckers vom Gorlebener Gebet.

„Auch wenn das Grundstück der Pfarrei Erkelenz gehört, so ist doch die gesamte Kirche im Rheinland aufgerufen, von diesem alten religiösen Ort ein Zeichen der Hoffnung ausgehen zu lassen. Es darf nicht RWE überlassen werden und uns damit weiter in die Klimakatstrophe treiben“, so Elisabeth Hafner-Reckers.

Wenn auch der „Kreuzweg für die Schöpfung“ heute an sein Ende kommt, sind wir noch lange nicht am Ziel. Die zahlreichen unterstützenden Initiativen werden mit vielfältigen Aktionen in Garzweiler und anderswo für die Bewahrung der Schöpfung eintreten. Den Vorabend der Ankunft verbrachte die Gruppe im Nikolauskloster in Jüchen.

Pater Andreas Petith gab ihnen in seinem Schlusswort zur Heiligen Messe mit auf den Weg: „Hören wir auf, unsere Dörfer zu zerstören um die Kohle abzubauen. Uns bleibt keine Zeit mehr – um uns und unserer Kinder willen.“

Fotos von der Ankunft werden unter https://kreuzweg-gorleben-garzweiler.de/fuer-presse/ zeitnah zur Verfügung gestellt.

(Quelle: Pressemitteilung „Kreuzweg für die Schöpfung“)

„Kreuzweg für die Schöpfung“

Zu den Vorkomnissen in Hamm / „Kreuzweg für die Schöpfung“

Wir sind zutiefst schockiert von der polizeilichen Gewalt gegen die Pilger*innen des Kreuzwegs für die Schöpfung. Wir sind heute in Gedanken und Gebeten besonders bei den Verletzten und unseren pilgernden Geschwistern und hoffen, dass sie bald gesund werden und alle das Erlebte gut verarbeiten.

Der “Kreuzweg für die Schöpfung” pilgert nun schon seit 20 Tagen durch Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Prägender Aspekt des Weges sind unzählige Reisesegen, Andachten und Gottesdienste. Ein ganz besonderer Teil davon sind auch die vielen Begegnungen mit den Kirchengemeinden vor Ort, wie auch zum Beispiel mit dem Landesbischof von Hannover.

Der gestrige (24. Juli) Vorfall füllt uns mit Sorge um den Stand der Religionsfreiheit. Es ist nicht Aufgabe der Polizei, die Inhalte von Religionsausübung zu bewerten, solange keine höheren Güter gefährdet sind. Dies gilt auch, wenn im Rahmen der Religionsausübung fehlende Klimagerechtigkeit thematisiert wird, denn diese ist ein wichtiges Thema aktueller christlicher Reflexion. Wir sind zudem schockiert, wie die Polizei bei ihrem Vorgehen gegen die freie und friedliche Religionsausübung sogar vor Gewalt nicht zurück scheut und am Ende eine Presbyterin im Krankenhaus landet. Wir werden uns aber auch in Zukunft nicht davon abhalten lassen, unsere Religion auszuüben und dabei, wie es in unseren Augen der christliche Glaube verlangt, auch deutlich für Klimagerechtigkeit Stellung einzunehmen.

(Quelle: Pressemitteilung „Christians for Future“)

Kreuzweg für die Schöpfung – Von Gorleben nach Garzweiler

kreuzweg-gorleben-garzweiler.de

twitter.com/Kreuzweg2021

Unterstützt durch (Auswahl): – Klima-Allianz Deutschland – BUND Jugend – Greenpeace Energy – Elektrizitätswerke Schönau (EWS) – Evangelische Kirche im Rheinland – Fridays for Future (Grevenbroich) – Teachers for Future – Christians for future – Maria 2.0 – BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg – Alle Dörfer bleiben (Rheinland) – Mahnwache Lützerath (MaWaLü) – Die Kirche(n) im Dorf lassen – Institut für Theologie und Politik

Wald statt Kohle, 78 Monate Wald- und Dorfspaziergänge

Sonntag, 25. Oktober, Keyenberg, Wald statt Kohle, 78 Monate Wald- und Dorfspaziergänge

(Bild: Herbert Sauerwein)


11.30 Uhr Treffpunkt am Wendehammer an der L277/Kreuzung L354/Borschemicher Straße, 12 Uhr Beginn des Spazierganges durch Keyenberg, Baumpflanzaktion am Grundstück von „Menschenrecht vor Bergrecht“, Dorfrundgang Keyenberg und Kuckum, Abschluss bei den wunderbaren Menschen in „Unser Aller Wald“ mit Musik, Gesprächen und mehr…

Video: https://www.youtube.com/watch?v=b3J1OrxK2y4

Dauermahnwache in Lützerath https://twitter.com/MaWaLuetzerath

Kein Grad weiter – heißt keinen Meter weiter für die Kohlebagger!

Kommt zur Demo am Samstag, 26. September 2020, um 12 Uhr in Hochneukirch am Tagebau-Garzweiler II.

Ein Kohleausstieg 2038 ist zu spät! Achtzehn weitere Jahre Kohleabbau sind eine massive Gefahr – für die Dörfer am Garzweiler-Tagebau und
Lebensgrundlagen weltweit.

Am 26. September 2020 gehen „Fridays for Future“ und „Alle Dörfer bleiben“ auf die Straße, um unsere Solidarität mit Ende Gelände und den Anti-Kohle-Kidz auszudrücken und als eine vereinte Klimagerechtigkeitsbewegung zu zeigen:

ES REICHT! Es muss SOFORT Schluss sein mit den veralteten Methoden der Energiegewinnung durch Braunkohle und Co, um die schlimmsten Folgen des Klimawandels noch abwenden zu können.

Die Demo startet um 12 Uhr am Marktplatz in Hochneukirch, gut erreichbar mit dem ÖPNV, und wird später an der Grube vorbeigehen, von wo aus wir direkten Blick auf den Ort der Zerstörung und der Klima-Ungerechtigkeit bekommen.

Für die Dörfer kämpfen heißt für globale Klimagerechtigkeit kämpfen!

Quelle: Ende Gelände

Vorfahrt für die Energiewende!

(Beitragsbild: pixabay.com)

Replik auf Dr. Rainer Moormann und Dr. Anna Veronika Wendland

Text von Dr. Alex Rosen (Co-Vorsitzender der IPPNW)

Es ist ein Kennzeichen guter Wissenschaft, unter dem Eindruck neuer Erkenntnisse Entscheidungen der Vergangenheit auf den Prüfstand zu stellen. Es gibt jedoch Diskurse, die so umfassend abgeschlossen wurden, dass man sie nicht alle paar Jahre wieder führen muss.

Ende 2022 wird in Deutschland der letzte Atomreaktor vom Netz genommen. Gleichzeitig hat die Bundesregierung nun den Ausstieg aus der Kohleverstromung beschlossen. Leider viel zu zögerlich, denn es braucht zügige Maßnahmen, um zumindest die schlimmsten Szenarien der Klimakatastrophe noch aufhalten zu können. Die Wucht, mit der sich unser Ökosystem in den kommenden Jahren verändern wird, ist selbst für sonst nüchterne Wissenschaftler beängstigend. So war es nur eine Frage der Zeit, bis die Atomindustrie erneut nach einem Ausstieg aus dem Ausstieg ruft. Nun da Wind- und Solarkraft die Kilowattstunde deutlich günstiger produzieren können als Atommeiler und das alte Kostenargument nicht mehr zieht, muss plötzlich das Klima als Begründung herhalten.

Der deutsche Atomausstieg hat einen jahrzehntelangen gesellschaftlichen Großkonflikt befriedet. Um diesen Konsens in Frage zu stellen, bedürfte es wesentlicher neuer Erkenntnisse. Doch die gibt es nicht. Es existieren keine belastbaren Studien, die zeigen, dass sich ein Festhalten an der Atomenergie für Klima und Umwelt lohnen würde. Atomenergie ist nicht skalierbar und weiterhin ein exklusives Projekt weniger Staaten. Nur rund 5% der weltweiten Energieproduktion wird durch Atomkraft gedeckt. 85% aller Staaten haben weder Atomenergie noch die finanziellen oder technischen Voraussetzungen dafür. Für eine globale Energiestrategie ist sie daher völlig ungeeignet.

Quelle: https://www.ippnw.de/atomenergie/artikel/de/vorfahrt-fuer-die-energiewende.html

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Kämpft mit uns um die L277!

Aufruf zur Demo nach Keyenberg

Das Dorf Keyenberg, im Raum Erkelenz, soll als nächstes dem Tagebau Garzweiler II weichen.

Kommt am Sonntag, 19. Juli um 12.30 Uhr zu unserer Demo nach Keyenberg! Der Kohlekonzern RWE will am 20. Juli die Landstraße 277 sperren und dann abreißen. Wir werden sie zusammen mit Leben füllen und darum kämpfen, sie zu erhalten. Denn sie ist das einzige, was die Dörfer am Tagebau Garzweiler II noch von den Baggern trennt.
Bitte verbreitet das Video und kommt am 19. Juli zu unserer Aktion. Gemeinsam halten wir RWE auf Abstand!
Haltet euch auf dem Laufenden unter https://www.alle-doerfer-bleiben.de/

Seit gestern ist dieses Video im Netz
https://twitter.com/AlleDoerfer/status/1282949263811633152
und weiter:

Wir laden euch hiermit herzlich  am Sonntag den 19. Juli nach Keyenberg zur Demo ein. Wir wollen zeigen, dass wir RWE nicht kampflos das Feld oder die Straße überlassen.
Wir wollen als gelber Demozug gemeinsam zu Fuß, mit Rädern oder auch in der Pferdekutschen nach Lützerath ziehen. 
Los gehen soll es um 12.30 mit einer Auftaktkundgebung an der Kreuzung Keyenberg/Wanlo und um 15.00 ist die Schlusskundgebung in/bei Lützerath geplant. 
Wir wissen, das ist mega kurzfristig, aber auf Grund der Ereignisse die diese Woche angekündigt wurden auch dringend notwendig. Also hoffen wir, dass ihr zahlreich dabei seid und alle mitbringt, die ihr kennt.

Jetzt sind wir gefordet, lasst uns die Menschen in den Dörfern unterstützen. NRWE hat die Rechnung ohne uns gemacht. Alle Dörfer bleiben!

Quelle: Michael Zobel, Naturführer und Waldpädagoge

Worum es geht, dazu auch: Tagesthemen vom 5. Juli
https://www.youtube.com/watch?v=VXnfs-_Y9GA
und Monitor vom 9. Juli
https://www1.wdr.de/daserste/monitor/sendungen/kohleausstieg-144.html

Beitragsbild: pixabay.com

Hambacher Forst: Wieder Waldspaziergang

Sonntag, 14. Juni 2020, Wald statt Kohle, 74 Monate Sonntagsspaziergang im und am Hambacher Wald – natürlich corona-kompatibel

  • 11.30 Uhr Treffpunkt an der Zufahrt zum Kieswerk Collas zwischen Morschenich und Buir und
  • 11.30 Uhr Treffpunkt an der Forsthausstraße in Manheim, ebenfalls Beginn
  • 12.00 Uhr Start mehrerer Kleingruppen auf diversen Routen, auch einer Fahrradtour und …
  • 12.00 Uhr, Start einer etwas kürzeren Führung in den östlichen Teil des Hambacher Waldes und die alte A4

Je nach Teilnehmer*innenzahl werden wir in kleineren corona-konformen Gruppen unterwegs sein, auch eine Fahrradgruppe auf einer etwas längeren Route … bitte anmelden, auch vermerken, wer in Manheim starten möchte, wer ein Fahrrad dabei haben wird …

Sollte es bis Sonntag noch neue Informationen geben, bitte nachschauen auf www.naturfuehrung.com

Corona geht irgendwann vorbei, die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen, die Vertreibung von Menschen, das Ausradieren von Heimat, der dramatische Klimawandel und die Lügen der Konzerne und vieler Entscheider gehen unvermindert weiter. Deshalb gilt: Wir machen weiter, es ist nötiger denn je. Lange haben wir überlegt, wo der Spaziergang stattfinden soll. Wir müssten an so vielen Orten sein, am Wald, in den Dörfern, in Datteln … jetzt ist es der Hambacher Wald geworden, am 5. Juli sind wir in den Dörfern am Tagebau Garzweiler.

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Appell an Umweltministerin Schulze

Russische Umweltorganisation Ecodefense appelliert an Schulze: „Stoppen Sie Uranmüllexporte und russische Importkohle“

Foto: pixabay.com
  • Datteln IV beschleunigt Klimawandel mit „dreckiger Kohle“ aus Sibirien
  • Urananreicherer Urenco soll Atommüll selbst entsorgen

Mit einem eindringlichen Appell an Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) wenden sich die beiden Co-Vorsitzenden der russischen Umweltorganisation Ecodefense, Alexandra Koroleva und Vladimir Slivyak, gegen den Weiterbetrieb des Kohle-Kraftwerks Datteln IV, gegen die dafür notwendigen Kohleimporte aus Sibirien sowie gegen die laufenden Uranmüllexporte von der Urananreicherungsanlage Gronau nach Novouralsk bei Ekaterinburg. Unterstützt werden sie dabei von mehreren Anti-Atomkraft- und Klima-Initiativen aus dem Münsterland sowie dem Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU). Der Appell wurde am Sonntag auf einer Demonstration von Klima- und Anti-Atom-Initiativen in Münster vor dem Münsteraner Büro der Bundesumweltministerin erstmals vorgestellt.

In dem Schreiben erläutern Koroleva und Slivyak zum einen die aktuell schwierige Lage der russischen Umweltbewegung und prangern zum anderen das unverantwortliche Handeln der russischen Atom- und Kohleindustrie an. Durch die Kooperationen mit dem Urananreicherer Urenco und deutschen Energiekonzernen wie RWE, Uniper und EON kommt es in Russland sowohl durch den Uranmüllimport aus Deutschland wie auch durch den Kohle-Abbau im sibirischen Kuzbass für deutsche Kohlekraftwerke wie Datteln IV und Ibbenbüren zu schweren Umweltschäden.

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Mahnwache für Grundrechte gegen polizeiliche Übergriffe und für Protest gegen Datteln IV

Aufruf – Pressemitteilung (Institut für Theologie und Politik)

„Dem Rad in die Speichen fallen“

Mahnwache für Grundrechte gegen polizeiliche Übergriffe und für Protest gegen Datteln IV

Sonntag, 16. Februar 2020, 15 Uhr bis 17 Uhr, am Kraftwerk Datteln IV

Am 1. Februar 2020, in der Nacht vor den Protesten von Ende Gelände, wurden zwei Mitarbeiter*innen vom Institut für Theologie und Politik (ITP) sowie ein weiterer Begleiter ohne einen Tatvorwurf in der Nähe des Kraftwerks Datteln IV in Gewahrsam genommen und entwürdigend behandelt.
Das neue Steinkohle-Kraftwerk ist wie der Hambacher Forst zu einem neuen Hotspot der Auseinandersetzung um den Klimawandel geworden. Das Vorgehen der Polizei zeigt, mit welcher Entschiedenheit sie gegen alle tätig wird, die sich aus welchen Gründen auch immer in der Nähe aufhalten und in den Verdacht geraten, Teil der Gegner der Kohlepolitik zu sein. Es werden Exempel statuiert und Menschen eingeschüchtert und kriminalisiert.

Gemeint sind alle, denn es kann jede*n treffen!

Mit der Mahnwache soll nun ein Zeichen gesetzt werden: Maßnahmen wie
Präventivhaft und Betretungsverbote können legitimen gesellschaftlichen
Protest nicht zum Verstummen zu bringen. Ganz im Gegenteil: Dringend
braucht es noch mehr kritische Öffentlichkeit und zivilgesellschaftliches Engagement, damit Grundrechte wie die Versammlungs- und Meinungsfreiheit gewährleistet werden. Protest und Einspruch müssen in der Öffentlichkeit sichtbar bleiben. Präventivhaft zur Einschüchterung der Klimabewegung darf nicht zur neuen Praxis der Polizei werden!

Wir wollen gemeinsam deutlich machen: Datteln IV mit seiner inhuman
geförderten Steinkohle aus Kolumbien und Sibirien darf nicht ans Netz
gehen. Die Auseinandersetzungen zum Schutz des Hambacher Forstes im
Rheinischen Braunkohlerevier haben gezeigt, dass breiter Protest von
jung und alt, aus nah und fern Veränderungen bringen kann. Das gilt auch
für Datteln IV.

Deswegen ruft das Institut für Theologie und Politik zu einer Mahnwache
auf am:
Sonntag, 16.02.2020 um 15:00 – 17:00 Uhr in unmittelbarer Nähe des
Kraftwerkes Datteln IV
Im Löhringhof, 45711 Datteln

Pressemitteilung: Institut für Theologie und Politik
Friedrich-Ebert-Str. 7 | 48153 Münster
Tel: 0251-524738 | Mail: kontakt@itpol.de | www.itpol.de
Twitter: @ITP_Muenster | Facebook: ITPolitik

Link zu Pressemitteilungen des ITP in dieser Sache:

06.02.2020: https://www.itpol.de/theologinnen-ueber-nacht-eingesperrt/

10.02.2020:
https://www.itpol.de/theologinnen-klagen-gegen-polizeigewahrsam/

11.02.2020:
https://www.itpol.de/mahnwache-wegen-praeventivhaft-von-theologinnen-am-kraftwerk-datteln-iv-angekuendigt/

Pressespiegel:

https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-muensterland/video-lokalzeit-muensterland—482.html

https://www1.wdr.de/nachrichten/westfalen-lippe/demonstranten-datteln-gegen-polizeigewalt-100.html

https://www.wn.de/Muenster/4128749-Theologen-aus-Muenster-wehren-sich-gegen-Polizei-Massnahmen-bei-Protest-in-Datteln-Halbnackt-und-frierend-in-der-Zelle

https://www.muensterschezeitung.de/Lokales/Staedte/Muenster/4128749-Theologen-aus-Muenster-wehren-sich-gegen-Polizei-Massnahmen-bei-Protest-in-Datteln-Halbnackt-und-frierend-in-der-Zelle

https://www.kirche-und-leben.de/artikel/datteln-4-muensteraner-theologen-klagen-gegen-polizeigewahrsam/

https://www.24vest.de/datteln/datteln-4-unterhose-eingesperrt-theologen-verklagen-polizei-13533961.html

https://www.radiovest.de/artikel/am-kraftwerk-festgenommen-theologen-verklagen-polizei-499529.html

https://www.nrz.de/region/niederrhein/datteln-iv-theologen-klagen-wegen-nacht-im-polizeigewahrsam-id228400809.html

https://www.wr.de/region/niederrhein/behandelt-wie-schwerverbrecher-id228400757.html