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  • 401. Protestspaziergang an UAA in Gronau

    Protestspaziergang vor der Gronauer Urananreicherungsanlalge gegen drohende Castor-Transporte unter anderem aus Großbritanien zum hessischen Atomkraftwerk Biblis.
  • Urencos massive Atommüllprobleme

    • Uranumwandlung in UK verzögert sich weiter • 300 Millionen Euro Sparprogramm wegen Kostenüberschreitung • Polizeiliche Vorladungen in Novouralsk • 9. Dezember: Neuer Uranmülltransport Gronau-Russland?
  • Seit 2019 gehört der Atommüll dem Staat

    15 Zwischenlager mit 1.254 Castor-Behältern jetzt in staatlicher Hand. Langfristiger Verbleib ungeklärt. Mit dem Jahreswechsel sind große Teile des hochradioaktiven Atommülls in Deutschland von den AKW-Betreibern an den Staat übergegangen. Von bundesweit 16 Zwischenlagern sind seit dem 1. Januar alle bis auf eines in staatlicher Hand.
  • Westcastor-Resolution

    • Zwischenlager-Neubau in Jülich gemäß den aktuellen Sicherheits-Anforderungen mit Öffentlichkeitsbeteiligung auf Augenhöhe • Keine Castor-Transporte von Jülich nach Ahaus! • Endgültige Absage des Castor-Exports aus Jülich in die USA! • Verantwortungsübernahme durch Verursacher und zuständige Ministerien! • Einhaltung des NRW-Koalitionsvertrages!

Strahlendes Gronau: Neuer Ehrenbürger und alte Uranfabrik

Die unübersehbare Demonstration am gestrigen Dienstag (26. Juli 2016) vor dem Rockmuseum in Gronau richtete sich nicht gegen Udo Lindenberg, sondern gegen den Weiterbetrieb der Gronauer Urananreicherungsanlage.
Rund 40 Mitglieder mehrerer Anti-Atomkraft-Initiativen und des BBU beteiligten sich an der Aktion, mit der zugleich Udo Lindenberg begrüßt wurde, dem im Rockmuseum die Ehrenbürgerschaft der Stadt Gronau verliehen wurde. Gleichzeitig wurde dagegen demonstriert, dass die Betreiber der Gronauer Uranfabrik, der Urenco-Konzern, immer wieder Kulturveranstaltungen in Gronau mitfinanzieren und so Abhängigkeiten von der Atomindustrie forcieren.

Die Anti-Atomkraft-Initiativen machten mit Transparenten sowie mit kleinen und großen symbolischen Atommüllfässern auf die Gefahren der Urananreicherung und der Atomtransporte aufmerksam.
An der Aktion beteiligten sich auch Mitglieder einer Jülicher Initiative, die sich gemeinsam mit dem Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomtransporte gegen drohende Castor-Atommüll-Transporte von Jülich nach Ahaus zur Wehr setzt.
Zur Teilnahme an der Aktion am Rockmuseum hatte das Gronauer Bündnis gegen Urananreicherung aufgerufen.

In Gronau befindet sich die einzige Urananreicherungsanlage in der Bundesrepublik. Die Auseinandersetzung um den Bau und Betrieb der umstrittenen Anlage begann etwa zeitgleich mit dem Karrierebe­ginn von Udo Lindenberg in den 70er Jahren.
In der Gronauer Uran­fabrik wird Uran für den Einsatz in zahlreichen in- und ausländischen Atomkraftwerken vorbereitet. Dabei wird das hochgefährliche Uranhexafluorid verarbeitet. Zahlreiche Uran­transporte mit LKW oder Sonderzügen von und nach Gronau gefährden die Bevölkerung in Gronau, in ganz NRW und weit darüber hinaus.

Udo Lindenberg unterstützte in der Vergangenheit wiederholt den Widerstand gegen die Gronauer Uranfabrik. 2004 signierte er bei der Eröffnung des Gro­nauer Rockmuseums spontan ein Anti-Atomkraft-Transparent. Auf dem Transparent stand: „Erst Urenco stoppen – dann mit Udo rocken!“ Dieses Transparent kam jetzt bei der aktuellen Demonstration wieder zum Einsatz.
2012 stellte Udo Lindenberg der Anti-Atomkraft-Bewe­gung die Collage eines aktuellen Plattencovers zur Verfügung. Das Titel-Bild von Udo Linden­bergs CD „Unplug­ged“ diente als Grundlage für eine Collage mit konkreter Aussage gegen die Nutzung der Atomenergie. Auf dem Bild zieht Udo Lin­denberg der Urananreicherungsanlage des Urenco-Konzerns den Stromstecker ab.
Vor genau dreißig Jahren, am letzten Juli-Wochenende 1986, trat Udo Lindenberg in Bayern beim Anti-WAA-Festival gegen den Bau der Atommüllfabrik Wackersdorf auf.
Das Gronauer Bündnis gegen Urananreicherung und der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) wünschen Udo Lindenberg weiterhin klare Worte gegen jegliche Nutzung der Atomenergie. Und das Bündnis sowie der BBU hoffen, dass es in Gronau nach dem einstimmigen Ratsbeschluss zur Ehrenbürgerschaft von Udo Lindenberg demnächst auch ein­stimmige Ratsbeschlüsse gegen die Urananreicherungsanlage geben wird.

Und die nächste Aktion gegen die Gronauer Urananreicherungsanlage wird auch schon vorbe­reitet: Am Samstag (30. Juli) wird gegen 18 Uhr eine Friedensradtour aus Münster kommend an der Uranfabrik ankom­men. Mit einer Kundgebung wird dann gegen jegliche militärische und zivile Nutzung der Atomkraft demonstriert. Auf dem Weg nach Köln findet dann am Sonntag (31. Juli) gegen 11.30 Uhr eine weitere Kundgebung am Ahauser Atommüll-Lager statt. Unterstützer*innen (mit und ohne Rad) sind willkommen.
Informationen dazu unter www.nrw.dfg-vk.de
(BBU Pressemitteilung vom 27.07.16)
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Neue Schwierigkeiten für den Export radioaktiven Mülls aus Jülich und Ahaus in die USA

Am 26. Juli 2016 positionierte sich das SRS Citizens Advisory Board (SRS CAB) gegen den geplanten Import. Dieser Rat wurde unter US-Bundesrecht als Beratungsgremium für die Zuständigen des US-Energieministeriums in der Savannah River Site-Anlage eingerichtet.

Der Vorsitzende der Bürgerbewegung Savannah River Site Watch, Tom Clements, äußerte sich erfreut. Er sieht das Ergebnis als Erfolg der Kooperation zwischen US-amerikanischen und deutschen Anti-AKW-Gruppen. Tom Clements war im September 2014 in Deutschland auf einer Informationstour. Unter anderem führte die Piratenfraktion zwei Veranstaltungen in Düsseldorf mit ihm als Vortragendem durch.

Bei dem Material handelt es sich um ein Gemenge aus bestrahltem Thorium, Uran und Graphit, das aus den Reaktoren in Jülich und Hamm stammt. Es enthält weitere radioaktive Zerfallsprodukte in unterschiedlichen Mengen und Konzentrationen, die durch Reaktorbetrieb und Lagerung entstanden. Das Material aus Jülich liegt in einem Zwischenlager in Jülich, das ohne Genehmigung, nur auf Anordnung betrieben wird und geräumt werden muss. Dort ermittelt die Staatsanwaltschaft aufgrund einer Anzeige eines Aktivistens wegen des Verdachts des ungenehmigten Betreibens einer Nuklearanlage.

Das Material aus Hamm liegt im Zwischenlager Ahaus.

Nach Ansicht der Piratenfraktion wäre ein Export nach deutschem und EU-Recht illegal, da der Atommüll aus Leistungsreaktoren stammt. Zudem ist Savannah River Site in einem traurigen Zustand, versprüht den nostalgisch-morbiden Charme von Nuklearanlagen aus den 1950ern und stünde in Deutschland wohl längst als Industriemuseum unter Denkmalsschutz.

Hanns-Jörg Rohwedder, Sprecher für Klima-, Umwelt- und Naturschutz der Piratenfraktion: „Wir halten unsere Forderungen aufrecht. Es darf keine weiteren Transporte von radioaktivem Abfall aus der nuklearen Stromproduktion geben. Solange es kein sicheres Endlager gibt, muss der Abfall an Ort und Stelle sicher verwahrt bleiben. Für Jülich fordern wir den Neubau eines sicheren Zwischenlagers auf dem Jülicher Gelände. Bundes- und Landesregierung müssen jetzt klar sagen, dass die Exportoption in die USA vom Tisch ist.“

In den USA scheint man auch nicht mehr so begeistert von der Idee zu sein. Das Energieminsterium dort hat zwei Jahre an einem “environmental assessment” (EA) dazu gearbeitet. Das entspricht etwa einer Umweltverträglichkeitsprüfung in der EU.
Der ursprünglich geplante Veröffentlichungstermin im Juni 2016 wurde am 26. Juli auf ungewisse Zeit verschoben, da das Dokument laut den Verantwortlichen bei SRS nochmals überarbeitet werde.
Diese erste EA befasst sich ohnehin nur mit Forschung und Entwicklung von Prozesstechniken für diesen sehr speziellen Atomabfall. Man erwartet, dass diese vom Forschungszentrum Jülich (FZJ) bezahlt werden. Für den Fall, dass diese erste EA veröffentlicht und das Projekt weitergeführt wird, müsste noch eine zweite zeitaufwändige EA durchgeführt werden.

Hanns-Jörg Rohwedder: „Damit ist ein schneller Direktexport aus Jülich in die USA vom Tisch. Offenbar hat man in Deutschland mit dieser Möglichkeit gerechnet und bereits vor einigen Tagen eine Lagergenehmigung für Jülicher Müll in Ahaus erteilt. Wieweit die vergammelte Infrastruktur für Transporte in beiden Lagern inzwischen in Ordnung ist, ist nicht bekannt. Die Kräne in beiden Lagern waren defekt, in Ahaus muss eine neue Schutzmauer gebaut werden.“
(PM von Hanns-Jörg Rohwedder MdL, Piratenfraktion NRW vom 27.07.16)

BBU unterstützt Widerstand gegen Atomtransporte nach Ahaus

BBUDer Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) wird die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ weiterhin bei ihrem Widerstand gegen weitere Atommülleinlagerungen in das Ahauser Atommüll-Lager unterstützen. Die Bürgerinitiative ist eine Mitgliedsorganisation des BBU.

Aus aktuellem Anlass hat der BBU erneut die drohende Einlagerung von Atommüll aus Jülich in Ahaus abgelehnt. Am Donnerstag (21. Juli 2016) hatte das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) die Aufbewahrungsgenehmigung für die 152 Castor-Behälter mit ausgedienten Brennelementen des Jülicher Versuchsreaktor (AVR) im Ahauser Atommüll-Lager BZA) erteilt.
Von der Landesregierung in Düsseldorf verlangt der BBU eine klare Positionierung gegen Atommülltransporte von Jülich nach Ahaus.

Gegen die drohende Atommüllverschiebung von Jülich nach Ahaus wurde bereits vielfach demonstriert und noch am letzten Sonntag (17. Juli) wurde in Legden-Asbeck bei Ahaus gegen die Münsterländer Atommüll-Gefahren protestiert.
Am 31. Juli wird das Ahauser Atommüll-Lager das Ziel einer Friedensradtour sein, an der sich Mitglieder von Friedens- und Umweltinitiativen beteiligen. Informationen dazu unter www.nrw.dfg-vk.de.
(BBU-Pressemitteilung vom 22.07.2016)

BI kündigt Widerstand gegen Atommülltransporte aus Jülich an

Ahaus, Jülich, den 22.07.16
Gestern hat das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) die Aufbewahrungsgenehmigung für die 152 Castor-Behälter mit ausgedienten Brennelementen des Jülicher Versuchsreaktor (AVR) im Ahauser Atommüll-Lager (BZA) erteilt.
Zwar sind wir es seit langem gewohnt, dass solche Genehmigungen mitten in der allgemeinen Urlaubszeit erteilt werden, um die Wirkung öffentlicher Kritik an solchen Entscheidungen möglichst ins Leere laufen zu lassen.
Dennoch kommt die Genehmigung zum jetzigen Zeitpunkt einigermaßen überraschend: Wurde doch seitens der Genehmigungsbehörde kürzlich noch der Eindruck erweckt, dass diese Genehmigung erst dann möglich sei, wenn die notwendig gewordene sicherheitstechnische Nachrüstung des BZA (Schutzmauerbau und Anlage von Kerosin-Abflussrinnen) fertig gestellt sei. Es stellt sich die Frage, wie das BfS eine Einlagerungsgenehmigung für ein Lager erteilen kann, das nach seinen eigenen Maßstäben gegenwärtig nicht den aktuellen Sicherheitsmaßstäben genügt.

Zwar weist das BfS beschwichtigend darauf hin, dass zusätzlich zur Einlagerungsgenehmigung auch noch eine Transportgenehmigung benötigt werde, bevor die Castoren aus Jülich nach Ahaus rollen können. Dazu müsse die Jülicher Betreibergesellschaft erst einen Antrag stellen, was nicht sicher sei, da sie auch noch andere Optionen verfolge: nämlich den Transport der Brennelemente in die USA oder die Lagerung in einer ertüchtigten oder ganz neuen Lagerhalle in Jülich.
Die Jülicher Betreiber haben jedoch mehrfach deutlich gemacht, dass sie gar kein Interesse daran haben, die für eine Lagerung in Jülich notwendigen Voraussetzungen zu treffen. Sie wollen die strahlenden Reste ihrer eigenen unrühmlichen nuklearen Vergangenheit so schnell wie möglich loswerden. Und der Transport in die USA dürfte schon aus rechtlichen Gründen keine reale Option mehr sein. Also ist damit zu rechnen, dass die Jülicher Betreiber so schnell wie möglich eine Transportgenehmigung für Ahaus beantragen werden.

Damit drohen erneut überflüssige und mit Risiken behaftete Atommüll-Transporte quer durch Nordrhein-Westfalen. Das radioaktive Potenzial im Ahauser Atommüll-Lager würde erneut beträchtlich erhöht. Das ist umso gravierender, als das BfS gerade erst bekannt gegeben hat, dass mit einer Räumung des Lagers zum Jahr 2036, dem Jahr der Beendigung der genehmigten Aufbewahrungsfrist, keinesfalls zu rechnen ist.
Es wäre zu wünschen, dass sich die Landesregierung NRW an ihre eigenen Absichtserklärungen erinnert (Transporte aus Jülich nur noch einmal in ein Endlager…) und sich gegen die angekündigten Transporte aus Jülich zur Wehr setzt.
Die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus wird den Widerstand gegen die Transporte nach Ahaus organisieren. Und sie wird dies gemeinsam mit anderen Initiativen aus dem ganzen Münsterland und aus NRW, auch aus dem Jülicher Raum, tun.
So kündigte auch Marita Boslar an: „Das Aktionsbündnis STOP Westcastor wird den Widerstand mitorganisieren und unterstützen.“
(PM)
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siehe auch => Atommüll aus Jülich bald nach Ahaus? . . . 22.07.16 . . . www1.wdr.de
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und => Regelungsgehalt der Aufbewahrungsgenehmigung vom 07.11.1997 in der Fassung der 8. Änderungsgenehmigung vom 21.07.2016 für das Transportbehälterlager Ahaus . . . 21.07.2016 . . . www.bfs.de
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und => Zwischenlagerung der AVR-Brennelemente in Ahaus genehmigt – Entscheidung über weiteren Verbleib steht aus . . . 22.7.16 . . . GNS
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siehe zum Thema auch => Erfolgreiche Abschlusskundgebung in Jülich am 21. Mai 2016 . . . 23. Mai 2016 . . . ASW
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Weltweite THTR-Renaissance dank Störfall-Vertuschung in NRW!

Ein Telefonanruf und ein allzu oberflächlicher Blick in den 95seitigen Untersuchungsbericht der damaligen NRW-Landesregierung über den THTR-Störfall von 1986 – das ist alles, was die rotgrüne Landesregierung zur Aufklärung beitragen will (1).
Dabei war der THTR zwei Jahrzehnte lang der NRW-Vorzeigereaktor und energiepolitische Hoffnungsträger und hätte angesichts der neuen Erkenntnisse über eine möglicherweise absichtlich herbeigeführte Ableitung radioaktiver Stoffe im Windschatten von Tschernobyl mehr Aufmerksamkeit verdient.

Burkhard Lüer als Vertreter der Atomaufsicht aus dem Wirtschaftsministerium spricht von einer angeblich „außerordentlich geringen“ und „unschädlichen“ Wirkung der Radioaktivitätsabgaben des THTR, während der Untersuchungsbericht explizit aussagt, dass genau hierzu im Rahmen dieses Berichtes keine (!) Aussagen gemacht werden konnten(2)! . . . => weiterlesen bei www.machtvonunten.de
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siehe zum Thema auch => Anmerkungen und Fragen zu Dr. Schollmeyer – THTR-300 (Hamm-Uentrop) . . . 22. Juni 2016 . . . ASW
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44 Jahre BBU: 44 Jahre Engagement für eine lebenswerte Zukunft

BBU – Pressemitteilung
BBU(Bonn, 23.06.2016)
Anlässlich seines 44. Geburtstages (24. Juni 2016) ruft der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) die Bundesregierung sowie die Landesregierungen zu mehr politischem Engagement zugunsten der natürlichen Lebensgrundlagen auf.
Brandaktuell fordert der BBU ein ausnahmsloses Fracking-Verbot. Es zählt zu den Haupterfolgen des BBU, dass das geplante Pro-Fracking-Recht der letzten und der aktuellen Bundesregierung bisher verhindert werden konnte. An dieser Verhinderung war der BBU maßgeblich beteiligt.
Oliver Kalusch vom Geschäftsführenden Vorstand des BBU bezeichnet die in den letzten Tagen erfolgte Einigung zwischen den Bundestagsfraktionen von SPD und CDU/CSU zum Fracking als „eindeutige Mogelpackung“. Der Schutz der Bevölkerung und der Umwelt muss Vorrang vor den gewinnorientierten Interessen der Konzerne haben.
Aus den Reihen der Bevölkerung wünscht sich der BBU zu seinem Geburtstag neue Mitglieder und Spenden zur Absicherung der BBU-Aktivitäten.

Die Geschichte des BBU, der seinen Sitz in Bonn hat, ist eng mit der Geschichte der Anti-Atomkraft-Bewegung verbunden. Der BBU wurde am 24. Juni 1972 von Bürgerinitiativen und Umweltgruppen vor dem Hintergrund des drohenden Baus eines Atomkraftwerks in Wyhl (Baden-Württemberg) gegründet. Der BBU war zunächst einer der ersten und zudem der größte bundesweit arbeitende Umweltverband. Zu den Mitgliedern des BBU gehören heute örtliche Bürgerinitiativen aber auch große Verbände wie etwa Greenpeace und Robin Wood. Der BBU ist ein überparteilicher Zusammenschluss und ist als Verein gemeinnützig anerkannt.

Zu den besonderen Erfolgen des BBU und der gesamten Anti-Atomkraft-Bewegung zählen die Verhinderung der Atommüllfabrik (WAA) in Wackersdorf, die Nichtinbetriebnahme des schnellen Brüters in Kalkar und die endgültige Stilllegung der Hanauer Atomfabriken.
Weitere Demonstrationen, die auch vom BBU bzw. seinen Mitgliedsorganisationen mit organisiert wurden, und die nach der Fukushima-Katastrophe stattfanden, führten zur Stilllegung mehrerer Atomkraftwerke. Weil aber noch immer Atomkraftwerke und Atomanlagen betrieben werden, setzt der BBU seine vielfältigen Anti-Atomkraft-Proteste und seine Stromwechselkampagne in Kooperation mit den Elektrizitätswerken Schönau (EWS), die atomstromfreien Strom anbieten, fort.
Wichtig ist für den BBU zudem, dass im Umgang mit Atommüll nicht ständig neue Sachzwänge geschaffen werden. Der BBU befasst sich daher kritisch mit dem nationalen Entsorgungsplan der Bundesregierung und fordert eine bestmögliche Transparenz und Öffentlichkeitsbeteiligung bei allen Planungen. . . . => weiterlesen
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Anmerkungen und Fragen zu Dr. Schollmeyer – THTR-300 (Hamm-Uentrop)

von Dr. Rainer Moormann, Aachen

THTR-Störfall

Anmerkungen und Fragen zu den Angaben von Dr. Hermann Schollmeyer vom 20. Mai 2016 zu einer beabsichtigten Radioaktivitätsemission aus dem Uentroper THTR-300 (Thorium-Hochtemperatur-Reaktor) in die Tschernobyl-Wolke am 4. Mai 1986

Die Angaben von Herrn Dr. Schollmeyer sind in den Medien ausführlich diskutiert worden und sollen hier nicht wiederholt werden.
Die folgenden in der öffentlichen Diskussion gelegentlich vermischten Fragestellungen sollen sinnvollerweise getrennt diskutiert werden:
• Hat es eine beabsichtigte Emission gegeben?
• War die Emission größer als bisher angegeben?

Zu Frage 1.: Hat es eine beabsichtigte Emission gegeben ?

Eine beabsichtigte Freisetzung wäre, fast unabhängig von der Größe, ein schwerwiegender Vorfall … weiterlesen

Erfolgreiche Abschlusskundgebung in Jülich am 21. Mai 2016

Symbolische Inspektion der Castor- Transportstrecke von Jülich nach Ahaus.

Atomkraftgegner kündigen weiteren Widerstand an.

Ahaus, Jülich. 21.05.2016
Landesweit haben heute rund 70 Atomkraftgegner*innen an der zentralen Abschlusskundgebung auf dem Jülicher Schlossplatz teilgenommen.
Sie protestierten damit gegen drohende Atommülltransporte von Jülich nach Ahaus quer durch NRW. Ein breites bundesweit und international aufgestelltes Bündnis aus Anti- Atomkraft- Initiativen hatte zur symbolischen Inspektion der Castor-Transportstrecke aufgerufen. Im Zentrum der Kritik stand die rot-grüne Landesregierung, der Tatenlosigkeit im Umgang mit den 152 Castoren aus Jülich vorgeworfen wurde.

Zum Auftakt der Streckeninspektion, die von Ahaus quer durch NRW über mehrere Autobahnen nach Jülich führte, versammelten sich die Teilnehmer*innen zu einer Anfangskundgebung am Ahauser Bahnhof. Felix Ruwe vom Vorstand der Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ machte deutlich: „ Man weiß seit Jahrzehnten nicht, wohin mit dem ganzen Atommüll. Ein Verschieben von A nach B bringt nichts, ist reine Augenwischerei. Und realistisch betrachtet ist das Endlagerkonzept fragwürdiger denn je. Selbst die Endlagersuchkommission hat erwartungsgemäß nicht einmal den Ansatz einer Lösung geliefert. Das Problem muss in freier gesellschaftlicher Diskussion gelöst werden.“

Entlang der Transportroute, die durch Städte, wie Dorsten, Gladbeck, Bottrop, Oberhausen, Essen, Moers, Duisburg, Krefeld, Düsseldorf, Neus und Mönchengladbach führt, waren Anti- Atomkraftinitiativen aufgefordert, ihren Protest zu zeigen.
Duisburger Aktivisten*innen, die sich gegen einen Atomtransport über die dortigen Rheinbrücken aussprechen, bildeten Fahrgemeinschaften, um die Transportstrecke symbolisch zu inspizieren.

Auf der Abschlusskundgebung in Jülich sprachen sich neben Michael Harengerd vom BUND NRW und Rainer Moormann, Whistleblower und Kritiker des Jülicher Graphitkugelreaktors, zahlreiche Redner*innen gegen unnötige Atomtransporte und eine weitere Gefährdung der Bevölkerung im dicht besiedelten Nordrhein Westfalen aus.
Musikalische Begleitung gab es u.a. von Klaus dem Geiger & Salossi, die schon viele Castortransporte ins Wendland begleiteten.
Auch die Kletteraktivistin Cécile Lecomte, bekannt als „Eichhörnchen“ brachte gemeinsam mit anderen Aktivisten*innen durch eine akrobatische Kletteraktion ihren Protest zum Ausdruck.
Weiter wurde ein Grußwort aus den USA verlesen. Tom Clements, Umweltaktivist von SRS Watch (Savannah River Site) aus South Carolina, war schon vor eineinhalb Jahren nach Deutschland gereist, um sich gegen einen drohenden Castorexport in seine Heimat auszusprechen. Von ihm gab es solidarische Grüße und die Aufforderung durchzuhalten im Kampf gegen den Castor –Tourismus und für einen weltweiten Atomausstieg.

Die Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände kündigten weitere Aktionen gegen drohende Atomtransporte und die noch immer laufenden Atomanlagen in NRW an.
(PM von Aktionsbündnis STOP Westcastor und Bündnis gegen Castor-Exporte)

=> hier gibt´s mehr Bilder
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Presse:

=> Das Kugelhaufen-Drama: Wohin mit dem Atom-Müll? . . . 21.05.2016 . . . WDR Aktuelle

  • Foto: atommuell-protest.de
  • Foto: atommuell-protest.de
Stunde . . . verfügbar bis 28.05.2016

=> Demos gegen Atommüll in NRW . . . 23.05.2016 . . . www.derwesten.de

=> Atomkraftgegner kündigen weiteren Widerstand an . . . 22. Mai 2016 . . . www.aachener-nachrichten.de

=> Jülich – Protest gegen geplante Castortransporte . . . Par eichhörnchen le dimanche 22 mai 2016 . . . blog.eichhoernchen.fr

=> Nuclear transportation proposal draws fire from SRS Citizens Advisory Board and international activists . . . May 25 2016 . . . Thomas Gardiner / www.aikenstandard.com

=> Münsterlandzeitung / Regioteil 23.05.2016

=> Ahauser Zeitung / Lokalteil 23.05.2016
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=> Redebeitrag Michael Zerkuebel
AntiAtom-Buendnis Niederrhein

=> Grußwort Tom Clements SRS Watch / USA

=> Übersetzung: Grußwort Tom Clements / USA
SRS Watch2

Redebeitrag Michael Zerkuebel

Redebeitrag Peter Bastian

21. Mai 2016 – Ahaus-Jülich – Autobahn-Aktionstag

Mit Aktionen zwischen Ahaus und Jülich

Abschlusskundgebung:
. . . ab 14 Uhr . . .
Jülich, Schloßplatz

Redner*innen u.a.:
• Marita Boslar (Aktionsbündnis „STOP Westcastor“)
• Martina Haase (AKW Nee Aachen)
• Heiner Möllers (BI „Kein Atommüll in Ahaus“)
• Rainer Moormann (Whistleblower)
• Michael Harengerd (BUND NRW)
• Michael Zerkübel (AntiAtom-Bündnis Niederrhein)
• vorgelesen: Statement von Tom Clements (SRS WATCH / USA)

Musik: Klaus der Geiger & Salossi
Für das leibliche Wohl sorgt die Volxküche Nordeifel

Lesung: “Kommen Sie da runter!”

Cécile Lecomte
16 Uhr, Kulturbahnhof „KUBA„, Jülich, Bahnhofstr. 13

Kurzgeschichten und Texte aus dem politischen Alltag einer Kletteraktivistin
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Pressemitteilung:
Ist das Jülicher Kugelhaufen-Drama beispielhaft für das Atommüll-Desaster? Autobahnaktionstag zwischen Ahaus und Jülich – Was wird aus den 152 Jülicher Castoren?
=> weiterlesen; PM von „Aktionsbündnis STOP Westcastor“