Brennender Schwertransport auf Castor-Strecke und marode Brücken
„Atommülltransporte Jülich-Ahaus sind unverantwortlich“
Anti-Atomkraft-Initiativen aus dem Münsterland und Jülich sowie der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) sind alarmiert und mehr als besorgt: Der folgenreiche Brand eines Schwerlasttransporters mit umfangreichen Staus gestern am Autobahnkreuz Kaiserberg auf der A3 sowie der schwere Unfall eines Gefahrguttransporters auf der A46 bei Haan unterstreichen die enormen Gefahren, die durch Castor-Atommülltransporte von Jülich nach Ahaus – quer durch NRW – drohen. Ebenfalls erschreckend sind aktuelle Meldungen zum maroden Zustand zahlloser Brücken in NRW aufgrund einer unkontrollierten Zunahme des gesamten Schwerlastverkehrs.
Die Anti-Atomkraft-Organisationen fordern deshalb angesichts der Gesamtsituation den unverzüglichen Abbruch der Vorbereitungen für den Transport von 152 Castor-Behältern mit rund 300 000 hochradioaktiven Brennelementekugeln vom Forschungszentrum Jülich ins Zwischenlager Ahaus. Bereits Ende 2023 hatte sich ein Probe-Transport just im Autobahnkreuz Kaiserberg verfahren, weil er laut NRW-Innenministerium den Sichtkontakt zur vorausfahrenden Polizei-Eskorte verloren hatte. Am Autobahnkreuz Kaiserberg war 2024 zudem ein Stück Autobahn abgesackt.
„Autobahnen sind gefährliche Orte: Schwere Unfälle, Großbaustellen, marode Brücken und Straßen – es kann jederzeit zu einer folgenreichen Ausnahmesituation kommen. Dazu kommen bei Atomtransporten mit hochradioaktivem Atommüll noch die Gefahren durch Drohnen. Davor warnten schon vor einiger Zeit eine Studie im Auftrag von .ausgestrahlt sowie kürzlich in der Süddeutschen Zeitung auch Sicherheitsbehörden. Deshalb fordern wir von der NRW-Landesregierung und der Bundesregierung ganz klar, auf diesen jahrelangen, hochriskanten und völlig überflüssigen Atommüll-Marathon auf den Autobahnen von NRW zu verzichten. Stattdessen muss endlich eine Weiterlagerung vor Ort in Jülich ermöglicht werden“, erklärte Marita Boslar vom Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ in Jülich.
Die Organisationen rufen gemeinsam für den jetzigen Sonntag, 14. Dezember, um 14 Uhr zu einem außerordentlichen Sonntagsspaziergang am Atommülllager in Ahaus auf. Zudem fordern sie die Stilllegung der Urananreicherungsanlage Gronau, der Brennelementefabrik Lingen und des Forschungsreaktors Garching. Auch aus Garching sollen in 2026 Castoren nach Ahaus rollen. Nach bisherigem Kenntnisstand will das Verwaltungsgericht Berlin noch vor Weihnachten über einen Eilantrag des BUND NRW gegen den Sofort-Vollzug der Transport-genehmigung für die Jülicher Castoren entscheiden.
24. Januar: Castor-Demo am Autobahn-Rasthof Bottrop
„Angesichts der Gefahren für die Bevölkerung kündigen wir für 2026 die Fortsetzung der Proteste gegen die Atommülltransporte an. Konkret wird am 24. Januar eine Demo am Autobahnrasthof Bottrop im Stadtteil Bottrop-Fuhlenbrock unmittelbar an der A2 stattfinden. Dieser neuralgische Punkt an der 170 Kilometer langen Castor-Strecke quer durch NRW von Jülich nach Ahaus ist derzeit durch eine Großbaustelle gefährlich verengt. Das minimiert die Schutzmöglichkeiten für die Castor-LKW erheblich. Zudem sind die Anwohner:innen bislang überhaupt nicht informiert. Szenen wie in Kaiserberg oder Haan dürfen sich mit hochradioaktivem Atommüll nicht wiederholen“, erklärt Peter Bastian vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.
Den Demo-Aufruf für den Ahauser Sonntagsspaziergang am 14.12. finden Sie hier:
Anti-Atom-Organisationen fordern neue Atommüll-Gespräche: „Bundes- und Landesregierung müssen sich endlich bewegen“
Mehrere Anti-Atomkraft-Initiativen, der BUND NRW, der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) und die bundesweite Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt rufen gemeinsam für den jetzigen Sonntag, 14. Dezember, um 14 Uhr zu einem weihnachtlichen Sonntagsspaziergang am Atommülllager in Ahaus auf. Sie kritisieren dabei scharf, dass sowohl die Bundesregierung wie auch die NRW-Landesregierung bislang an den gefährlichen Plänen für die Verlagerung der 152 Castor-Behälter mit dem hochradioaktiven Atommüll des Forschungszentrums Jülich ins Atommülllager Ahaus festhalten. Stattdessen fordern die Initiativen und Verbände neue politische Gespräche zwischen Bund und Land, um eine Weiterlagerung des Atommülls in Jülich zu ermöglichen und den drohenden Castor-Marathon auf den maroden Autobahnen von NRW abzuwenden. Zudem fordern sie die Stilllegung der Urananreicherungsanlage Gronau, der Brennelementefabrik Lingen und des Forschungsreaktors Garching. Auch von dort sollen in 2026 Castoren nach Ahaus rollen.
Angesichts der Gefahren für die Bevölkerung kündigen die Organisationen für 2026 die Fortsetzung der Proteste gegen die Atommülltransporte an. Konkret wird am 24. Januar eine Demo am Autobahnrasthof Bottrop im Stadtteil Fuhlenbrock unmittelbar an der A2 stattfinden. Dieser neuralgische Punkt an der 170 Kilometer langen Castor-Strecke quer durch NRW von Jülich nach Ahaus ist derzeit durch eine Großbaustelle gefährlich verengt.
„Wir wollen uns auf dem Sonntagsspaziergang als Allererstes für die großartige Unterstützung bedanken, die wir in Ahaus in 2025 wieder erleben durften. Ohne den Einsatz von so vielen Menschen und Organisationen wären dieses Jahr wahrscheinlich schon die ersten Castoren gerollt. Aber wir erwarten endlich mehr politische Einsicht in Berlin und Düsseldorf und fordern deshalb nochmals eindringlich von Bund und Land, die Bedingungen für einen dauerhaften Verbleib des Jülicher Atommülls am Ort zu schaffen. Ein mehrjähriger Atommüll-Marathon auf den Autobahnen ohne jeden Sinn und Verstand muss auf jeden Fall vermieden werden“, so Janna Dujesiefken von der Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“.
Diese Forderung unterstützt auch Marita Boslar vom Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ in Jülich: „Der Atommüll wurde in Jülich produziert, also sollte er auch hier bis zur Klärung der Endlagerfrage gelagert werden. Transporte von einem Zwischenlager in ein anderes machen keinen Sinn. Das Forschungszentrum Jülich darf sich vor seiner Verantwortung nicht wegdrücken.“
Auf der Demo am Sonntag werden in Ahaus vor dem Haupttor des bundeseigenen Atommülllagers unter anderem die Ahauser Bürgermeisterin Karola Voß sowie Helge Bauer von .ausgestrahlt und Kerstin Ciesla, die stellvertretende Landesvorsitzende des BUND NRW, sprechen. Um 13.45 Uhr verkehrt ein kostenloser Shuttle-Bus vom Bahnhof in Ahaus zum Zwischenlager in Ahaus-Ammeln an der Schöppinger Landstraße. Dort werden auch warme Getränke sowie Kuchen angeboten. Für Kinder gibt es eine süße Advents-Überraschung sowie Malkreide.
„Unfallgefahren auf der Autobahn, enge Großbaustellen, marode Brücken, mangelhaftes Strahlenschutzkonzept, Gefahren durch Drohnen – die Liste der berechtigten Kritikpunkte an den gefährlichen und unausgereiften Transportplänen ist lang. Die vorliegende Transportgenehmigung hätte niemals zum Sofort-Vollzug freigegeben werden dürfen. Zum jetzigen Zeitpunkt müssten die Weiterlagerung des Atommülls in Jülich sowie die Klärung der Endlagerfrage Priorität haben“, ergänzte Kerstin Ciesla, stellvertretende Landesvorsitzende des BUND NRW.
24. Januar: Castor-Demo an Autobahn-Großbaustelle Bottrop
„Im dicht besiedelten Ruhrgebiet werden sehr viele Menschen ohne ihr Wissen jahrelang von diesen völlig unnötigen und gefährlichen Atommülltransporten betroffen sein. Der Autobahnabschnitt Oberhausen−Bottrop auf der A2 ist dabei aufgrund der Großbaustelle ein offensichtliches Nadelöhr, da die Fahrbahnverengung keine seitliche Abschirmung der Castor-LKWs durch Begleitfahrzeuge möglich macht. Zudem muss das Tempo der Atom-Konvois gedrosselt werden. So eine Baustelle ist ein sicherheitstechnischer Alptraum. Deshalb werden wir in Bottrop-Fuhlenbrock am 24. Januar am Autobahn-Rasthof demonstrieren und die Anwohner*innen informieren“, so Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.
Den Demo-Aufruf für den Ahauser Sonntagsspaziergang am 14. Dezember finden Sie hier:
Anti-Atom-Organisationen fordern neue Castor-Gespräche zwischen Bund und Land
Die Anti-Atomkraft-Initiativen aus dem Münsterland und Jülich sowie der BUND NRW kritisieren die Bundesregierung und die Landesregierung von NRW scharf. Die Regierungen halten an gefährlichen und schlecht durchdachten Plänen fest. Sie wollen 152 Castor-Behälter mit hochradioaktivem Atommüll vom Forschungszentrum Jülich in das Atommülllager Ahaus transportieren. Laut WDR will die Transportfirma Orano nächsten Monat womöglich sogar ohne rechtskräftiges Urteil starten, obwohl NRW-Innenminister Reul (CDU) gerade erst das Gegenteil versprochen hat. Die Anti-Atom-Organisationen fordern stattdessen erneut eindringlich politische Gespräche zwischen Bund und Land, um eine Weiterlagerung des Atommülls in Jülich zu ermöglichen und den drohenden Castor-Marathon auf den maroden Autobahnen von NRW abzuwenden. Für den 14. Dezember rufen sie um 14 Uhr zu einer neuen Demo am Zwischenlager in Ahaus auf. Für den 24. Januar ist eine weitere Demo am Autobahnrasthof Bottrop an der A2 angemeldet. Dieser neuralgische Punkt ist derzeit durch eine Großbaustelle gefährlich verengt.
„Es zeigt sich immer deutlicher, dass die Verlagerungspläne für den Jülicher Atommüll nicht durchdacht und ausgereift sind. Es gibt bisher nicht einmal ein Strahlenschutzkonzept und die Lagerhalle in Ahaus ist als eine der ältesten bundesweit auch eine der am wenigsten geeigneten. Wir fordern deshalb nochmals eindringlich von Bund und Land, endlich die Bedingungen für einen dauerhaften Verbleib des Jülicher Atommülls am Ort zu schaffen. Ein mehrjähriger Atommüll-Marathon auf den Autobahnen ohne jeden Sinn und Verstand muss auf jeden Fall vermieden werden“, so Hartmut Liebermann von der Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“.
„Es ist ein Skandal, dass die Transportfirma Orano im Auftrag der Bundesregierung trotz unseres laufenden Klageverfahrens vor dem Verwaltungsgericht Berlin schon wieder mit dem baldigen Start der Transporte droht, bevor der Rechtsweg abgeschlossen ist. Und das bislang unveröffentlichte Strahlenschutzkonzept sowie die nun angekündigten neuen Probetransporte belegen, dass die vorliegende Transportgenehmigung niemals zum Sofort-Vollzug hätte freigegeben werden dürfen. Wir sehen uns in unserem Klageverfahren bestätigt“, erklärte Kerstin Ciesla, stellvertretende Landesvorsitzende des BUND NRW.
24. Januar: Castor-Demo an Autobahn-Großbaustelle Bottrop
„Wir arbeiten derzeit konsequent an einer Ausweitung der Proteste ins Ruhrgebiet, wo sehr viele Menschen ohne ihr Wissen jahrelang von diesen völlig unnötigen und gefährlichen Atommülltransporten betroffen sein werden. Der Autobahnabschnitt Oberhausen−Bottrop auf der A2 ist dabei aufgrund der Großbaustelle ein offensichtliches Nadelöhr für die Castor-Transporte, da die Fahrbahnverengung keine seitliche Abschirmung der Castor-LKWs durch Begleitfahrzeuge möglich macht. Zudem muss das Tempo des Atom-Konvois gedrosselt werden. So eine Baustelle ist ein sicherheitstechnischer Alptraum. Deshalb werden wir in Bottrop am 24. Januar direkt an der Autobahn demonstrieren und die Anwohner:innen informieren“, ergänzte Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.
Am 14. Dezember startet um 14 Uhr zum Jahresabschluss der außerordentliche Advents-Sonntagsspaziergang am Atommülllager in Ahaus-Ammeln. Um 13.45 Uhr wird es dazu einen kostenlosen Shuttle-Bus vom Bahnhof in Ahaus geben. Weitere Proteste sind in Vorbereitung.
Die Mitglieder des Bündnisses „Stop Westcastor“ treffen sich am Samstag, 6. Dezember, zu einer Aktion. Mit Nikolausmützen und einem verkleideten Nikolaus sind sie ab 11:11 Uhr in der Kölnstraße 44 in Jülich präsent. Die Aktivisten haben Tennisbälle mit Atomzeichen bemalt. Diese stehen symbolisch für die tennisballgroßen Jülicher Brennelementekugeln. Mit dieser Aktion protestieren sie gegen die unnötigen und zudem gefährlichen Transporte von Atommüll vom Jülicher zum Ahauser Zwischenlager. Das löst das Problem jedoch nicht, sondern verschiebt es lediglich. Die Vertreter von „Stop Westcastor“ sind der Meinung, dass diese Vorgehensweise nach dem St.-Florians-Prinzip keine verantwortliche Lösung für die Hinterlassenschaften aus 20 Jahren Atomforschung sei. Dr. Rainer Moormann, ehemaliger Mitarbeiter des Forschungszentrums Jülich und Whistleblower, hat es einmal treffend formuliert: „Jülich muss sich seiner Entsorgungsverantwortung endlich stellen.“
Der Liedermacher Gerd Schinkel unterstützt Aktion
Schinkelschreibt seit 50 Jahren kritische Songtexte für die Umweltbewegung. Er stammt aus der Anti-Atom-Bewegung, die in den 1970er Jahren ihre Anfänge hatte. Der ehemalige Journalist sagt, er betreibe heute Journalismus mit Musik.
Ausschuss für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie
Dr. Robin Korte MdL
Einladung
80. Sitzung (öffentlich, Livestream) des Ausschusses für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie am Mittwoch, dem 29. Oktober 2025, 10.00 Uhr, Raum E3 D01
Landtag Nordrhein-Westfalen Platz des Landtags 1 40221 Düsseldorf
7.
Bis zu 152 Castortransporte von Jülich nach Ahaus genehmigt – Die Landesregierung muss nun endlich Transparenz herstellen Bericht der Landesregierung Vorlage 18/4157
Die Anti-Atom-Initiativen im Münsterland und Jülich rufen zusammen mit dem BUND NRW für Sonntag, 14.Dezember 2025, um 14 Uhr zum großen Advents-Sonntagsspaziergang am Atommülllager in Ahaus auf!
Schon seit vielen Jahren ist der Transport von 152 Castor-Behältern mit hochradioaktivem Atommüll aus dem Forschungszentrum Jülich und dem Forschungsreaktor Garching ins Atommüll-Lager Ahaus angekündigt. Alternativen für eine Lagerung vor Ort werden konsequent ignoriert.
Und seit Ende August liegen nun dafür auch die Transport-genehmigungen vor.
Doch bislang ist noch kein einziger Castor gerollt! Denn es gibt wachsenden Protest und der BUND klagt vor den Verwaltungsgerichten – sogar die Gewerkschaft der Polizei protestiert öffentlich. So wurde bekannt, dass es für die Transporte bislang nicht mal ein Strahlenschutzkonzept gibt! Neue Gefahren, wie beispielsweise Kampfdrohnen, werden kleingeredet.
Deshalb droht Anfang 2026 trotz der enormen Risiken und gegen jede Vernunft der Start der bislang größten Transportserie mit hochradioaktivem Atommüll in der Geschichte der Bundesrepublik.
Wir fordern den Verzicht auf diesen Atommüll-Wahnsinn – keine sinnlosen Atommülltransporte von einem Zwischenlager ins andere!
Denn: * Die Endlagerfrage ist ungelöst. * Unter allen genehmigten Zwischenlagern in Deutschland ist Ahaus (neben Gorleben) das mit den niedrigsten Sicherheitsstandards! * Auch in Ahaus läuft die Lagerungsgenehmigung schon 2036 aus – eine schlichte Verlängerung ist nicht hinnehmbar! * Jeder Atommülltransport über die maroden Autobahnen mit riesiger Polizeibegleitung schafft neue Gefahren – Unfälle, Drohnen, Sabotage …
Deshalb muss der Atommüll bis zur Klärung der Endlagerfrage dort bleiben, wo er jetzt ist!
Und um die Produktion von neuem Atommüll zu verhindern, fordern wir die sofortige Stilllegung der Urananreicherungsanlage Gronau, der Brennelementefabrik Lingen sowie des Forschungsreaktors Garching! Kein Wiedereinstieg in die Atomenergie, in welcher Form auch immer!
Stoppen wir den Castor-Wahnsinn, bevor er losgeht – unser Widerstand wirkt!
Kommt am 14. Dezember um 14 Uhr zur Demo am Zwischenlager Ahaus! Bringt family & friends und gute Laune mit!
Um 13.45 Uhr fährt vom Bahnhof in Ahaus ein kostenloser Shuttle-Bus zum Zwischenlager und nach der Demo wieder zurück.
81 Organizations Worldwide Protest ADB’s Lifting of Nuclear Financing Ban- „Long-term risks and costs imposed on people in developing countries“
On November 24, the Asia Development Bank (ADB) approved a revised energy policy removing its previous “no financing for nuclear power” clause and allowing support for nuclear energy. In response, 81 organizations worldwide issued a statement protesting that nuclear support benefits a small number of corporations while imposing long-term risks and financial burdens on people in developing countries, delaying the transition to sustainable energy.
(Am 24. November genehmigte die Asiatische Entwicklungsbank (ADB) eine neue Energiepolitik. Die Bank nahm die frühere Regel „keine Finanzierung für Atomkraft“ heraus und erlaubt jetzt Unterstützung für Atomkraft. Daraufhin gaben 81 Organisationen eine Erklärung heraus, sie lehnten die Unterstützung ab. Sie argumentierten, Atomkraft helfe nur wenigen Firmen. Gleichzeitig bringe sie Menschen in Entwicklungsländern langfristige Gefahren und hohe Kosten. Auch verlangsame sie den Wechsel zu erneuerbarer Energie.)
Key concerns highlighted in the statement include:
High-cost, high-risk nuclear technologies ADB cites technological progress in small modular reactors (SMRs) as a reason for the policy change. However, SMRs have high costs per megawatt of capacity and often use highly enriched uranium fuel. This makes them economically unviable and increases nuclear proliferation risks.
Insufficient risk assessment and disregard for civil society input Many NGOs have raised the following concerns, but ADB has provided no meaningful responses:
Risks of terrorism and military attacks
Widespread environmental contamination and socio-economic disruption in the event of an accident
Release of radioactive materials throughout the life cycle and impacts on indigenous peoples
Unresolved issues of final disposal of radioactive waste
Delays in the deployment of renewable energy, undermining climate crisis responses
Increased economic burdens and debt for developing countries
Ignoring the voices of Fukushima nuclear disaster victimsMs. Saki Okawara, Secretary-General of “Hidanren,” an organization representing victims of the Fukushima Daiichi nuclear disaster, requested in a meeting with ADB that a public hearing be held in Fukushima to hear directly from those affected. ADB ignored this request and did not include it in the consultation summary published on November 3.
Insufficient policy change process The removal of the previous “no financing for nuclear power” clause was announced in August 2025, and the Board approved the change in just three months. This period is far too short for such a significant policy shift, and meaningful civil society consultation was not conducted.
The full statement can be viewed as follows.
Joint Statement: Protest Against the Asian Development Bank’s (ADB) Decision to Lift the Ban on Nuclear Power Support
At its Board of Directors meeting held on 24 November, the Asian Development Bank (ADB) approved a revision to its energy policy that removes the previous provision stating that the Bank “will not finance nuclear power,” thereby opening the door to potential support for nuclear projects.
We strongly protest this decision, as support for nuclear power, while benefiting large corporations in the nuclear industry, imposes significant burdens and risks—including insoluble nuclear waste—on people in developing countries in Asia and delays their transition to a truly sustainable energy system.
In its Energy Policy 2021, ADB stated that it “will not finance investments in nuclear power given the many barriers to its deployment, including risks related to nuclear proliferation, waste management and safety issues, and very high investment costs relative to ADB’s resources.” None of these barriers have changed.
As a reason for its policy shift, ADB cites “technological advancements,” specifically small modular reactors (SMRs). However, SMRs have higher costs per megawatt of installed capacity and are often projected to use fuel enriched to higher levels of uranium concentration. We are concerned that SMRs lack economic viability and increase proliferation risks.
In addition, many NGOs raised the following concerns, to which ADB failed to provide any meaningful response:
Rising risks of terrorism and military attacks
Long-term and widespread environmental contamination and severe social and economic disruption in the event of an accident
Even without accidents, radioactive materials are released into the environment at every stage of the nuclear life cycle; uranium mining causes land dispossession and environmental damage to indigenous peoples
The disposal of radioactive waste remains essentially unsolvable, and even most advanced economies have yet to determine a final disposal site
Counterterrorism measures lead to the withholding of critical information, preventing residents and other stakeholders from accessing information essential for their safety
Delays in the deployment of renewable energy, undermining the ability to respond to the climate crisis
SMRs still require enormous financial resources
Severe long-term risks and massive economic burdens imposed on current and future generations in developing countries
It will continue to drain public funds for debt repayment, while also posing seismic and contamination risks.
Ms. Saki Okawara, Secretary-General of “Hidanren,” an organization representing victims of the Fukushima Daiichi nuclear disaster, and herself a resident of Fukushima Prefecture, stated in a meeting with ADB: “We urge you to face the devastating harm caused by the Fukushima nuclear disaster. Please hold a public hearing in Fukushima to hear directly from those affected.” She later submitted this request in writing. Not only did ADB disregard her statement, but it also failed to include it in the official consultation summary document released on November 3. Many concerns raised by NGOs were likewise excluded from the document.
ADB initiated the current energy policy review as a minor update. It was only in August of this year that the public first learned that the Bank intended to delete the long-standing provision that it would not finance nuclear power. The proposal was brought to the Board in just about three months thereafter. This is an excessively short timeframe for such a major policy shift, and the consultations carried out were only superficial. Such a process betrays the trust that civil society places in ADB.
We reiterate our opposition to ADB’s decision to open the door to nuclear power support. We will continue to raise our voices and work in solidarity with civil society organizations and communities around the world—including those who may be directly affected by future nuclear power construction.
Signatories*
*As of November 26, the statement has been endorsed by 88 organizations (81 at the time of release)
11 March Movement, Belgium
350.org Japan, Japan
Action against nuclear plant (AMA), Norway
Active Help Organization (AHO), Pakistan
Aktionsbündnis “Stop Westcastor“, Germany
Arbeitskreis gegen Atomanlagen Frankfurt am Main, Germany
Asia Pacific Network of Environmental Defenders, Asia Pacific
Association For Promotion Sustainable Development, India
Kugelhaufenreaktoren waren mal der letzte Schrei. Doch die Technologie ist gescheitert. Beispiel: der AVR in Jülich. Grad mal 27 % der Betriebskosten konnte er während der verhältnismäßig wenigen Jahre seiner Laufzeit aus dem Stromerlös decken, den Rest zahlte die öffentliche Hand.
Nach der Stilllegung des einstigen Hoffnungsprojekts, 1988, bleiben 152 Behälter vom Typ Castor THTR/AVR, gefüllt mit ca. 300 000 ausgedienten Brennelement-Kugeln, gelagert in einer maroden Halle. Nun soll alles in ein anderes Zwischenlager verbracht werden, nach Ahaus. Mindestens 51 Konvois, in konzertierten Nacht- u. Nebelaktionen, über deutsche Autobahnen, marode Brücken, mitten durch dicht besiedeltes Gebiet – denn das zukünftige internationale Forschungszentrum will sich ohne strahlendes Andenken an früheres Scheitern präsentieren. Wir haben mit Marita & Guido Boslar aus Jülich vom Bündnis Stop Westcastor über das Desaster gesprochen.
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Keine Atommüll-Transporte von Jülich nach Ahaus! Atommüll-Lager-Neubau in Jülich jetzt!
5533 haben schon unterzeichnet – Wir sammeln weiter!
Wir fordern von der NRW-Landesregierung und der Bundesregierung:
Umsetzung des schwarz-grünen NRW-Koalitionsvertrages zur Vermeidung der Castortransporte
Zwischenlager-Neubau in Jülich gemäß den aktuellen Sicherheits-Anforderungen mit Öffentlichkeitsbeteiligung auf Augenhöhe
Keine Castor-Transporte von Jülich nach Ahaus und auch nicht anderswohin!
Verantwortungsübernahme für eine langfristig sichere Atommüllentsorgung der Jülicher Kugel-Brennelemente durch Verursacher und zuständige Atomaufsichtsbehörden